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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 102325771, Beitragsdatum: 09.04.2019
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Welche IO-Controller und IO-Devices unterstützen in STEP 7 (TIA Portal) die Funktionen IRT, priorisierter Hochlauf, MRP, MRPD, PROFIenergy, Shared-Device, MSI/MSO, I-Device, taktsynchroner Betrieb und Optionenhandling?

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  • Betrifft Produkt(e)
In einer Übersicht wird gezeigt, welche PROFINET-Funktionen Sie in STEP 7 (TIA Portal) für die PROFINET IO-Controller und IO-Devices projektieren können.

Für folgende PROFINET IO-Controller können Sie in STEP 7 (TIA Portal) die o. g. PROFINET-Funktionen projektieren.

 Registrierung notwendig  102325771_IO-Controller_PROFINET_functions_TIAPortal_mit_SIMOTION_de.xlsx (47,8 KB)

Für folgende PROFINET IO-Devices können Sie in STEP 7 (TIA Portal) die o. g. PROFINET-Funktionen projektieren.

 Registrierung notwendig  102325771_IO-Device_PROFINET_functions_TIAPortal_de.xlsx (35,8 KB)

Hinweis
Unter der Beitrags-ID 49311792 
finden Sie eine Übersicht der PROFINET IO-Controller und IO-Devices von SIMOTION und SINAMICS, die die o. g. PROFINET Funktionen unterstützen.

Isochronous Real-Time-Kommunikation (IRT)

Synchronisiertes Übertragungsverfahren für den zyklischen Austausch von IRT-Daten zwischen PROFINET-Geräten. Für die IRT-Daten steht eine reservierte Bandbreite innerhalb des Sendetakts zur Verfügung. Die reservierte Bandbreite garantiert, dass die IRT-Daten auch bei hoher anderer Netzlast (z. B. TCP/IP-Kommunikation oder zusätzlicher Realtime-Kommunikation) in reservierten, zeitlich synchronisierten Abständen übertragen werden können.

Priorisierter Hochlauf

Priorisierter Hochlauf bezeichnet die PROFINET-Funktionalität zur Beschleunigung des Anlaufs von IO-Devices in einem PROFINET IO-System mit RT- und IRT-Kommunikation.

Die Funktion verkürzt die Zeit, die die entsprechend projektierten IO-Devices benötigen, um in folgenden Fällen wieder in den zyklischen Nutzdatenaustausch zu gelangen:

  • nach Wiederkehr der Spannungsversorgung
  • nach Stationswiederkehr
  • nach Aktivieren von IO-Devices

Media Redundancy Protocol (MRP)

Medienredundanz ist eine Funktion zur Sicherstellung der Netz- und Anlagenverfügbarkeit. Redundante Übertragungsstrecken (Ringtopologie) sorgen dafür, dass bei Ausfall einer Übertragungsstrecke ein alternativer Kommunikationsweg zur Verfügung gestellt wird.

Media Redundancy with Planned Duplication (MRPD)

Mit der MRP-Erweiterung "Media Redundancy with Planned Duplication" (MRPD) wird Medienredundanz bei kurzen Aktualisierungszeiten (zusammen mit IRT) erreicht.
MRPD basiert auf IRT mit "hoher Performance" und MRP. Um Medienredundanz mit kurzen Aktualisierungszeiten zu erreichen, senden die am Ring beteiligten PROFINET-Geräte ihre Daten in beide Richtungen. Die Geräte empfangen diese Daten an beiden Ringports, dadurch entfällt die Rekonfigurationszeit des Rings. Wie bei MRP verhindert ein Redundanzmanager kreisende Datentelegramme.

PROFIenergy

Funktion zur Energieeinsparung im Prozess, z.B. in Pausenzeiten durch kurzzeitiges Abschalten der Geber- und Lastversorgung in der Potentialgruppe über standardisierte PROFIenergy-Kommandos.

Weitere Informationen zu PROFIenergy finden Sie in den Handbüchern, die Ihnen unter folgenden Beitrags-IDs zum Download zur Verfügung stehen:
 

Handbuch Beschreibung Beitrags-ID
SIMATIC PROFINET Systembeschreibung Allgemeine Informationen zu PROFIenergy

19292127

SIMATIC S7-300 mit PROFINET-Schnittstelle PROFINET IO-Controller oder IO-Device mit PROFIenergy

12996906

System- und Standardfunktionen für S7-300/S7-400
Band 1 und Band 2
(PROFIenergy-) Datensätze senden und empfangen
  • Mit dem SFB73 "RCVREC" empfangen Sie die (PROFIenergy-) Datensätze im I-Device vom überlagerten IO-Controller.
  • Mit dem SFB74 "PRVREC" stellen Sie die (PROFIenergy-) Datensätze im I-Device dem überlagerten IO-Controller zur Verfügung.

44240604

SIMATIC HMI Comfort Panels Steuern der Hintergrundbeleuchtung des Bediengeräts mit PROFIenergy

49313233

SIMATIC ET 200S: Powermodul PM-E Abschalten der Potentialgruppe mittels PROFIenergy

43582121

SIMATIC ET 200S: Motorstarter ET 200S HF Abschalten des Motors und Messen des aktuellen Motorstroms mit PROFIenergy

6008567

SENTRON PAC3200 / PAC4200 Einbindung des Multifunktionsmessgeräts SENTRON PAC in PROFINET und PROFIenergy mit dem SENTRON SWITCHED ETHERNET PROFINET Modul

26504372

SIRIUS Motorstarter M200D
für PROFIBUS / PROFINET
PROFIenergy mit Motorstarter M200D

38823402

ET 200S Motorstarter, Fehlersichere Motorstarter, Sicherheitstechnik PROFIenergy mit DPV1 Starter

6008567

ET 200pro Motorstarter PROFIenergy mit Motorstarter
ET 200pro

22332388

Tabelle 1

Shared-Device

IO-Device, das seine Daten mehreren IO-Controllern zur Verfügung stellt.

Modulinternes Shared Input/Shared Output (MSI/MSO)

Die Funktion Modulinternes Shared Input (MSI) erlaubt, dass ein Eingabemodul seine Eingangsdaten bis zu vier IO-Controllern zur Verfügung stellt. Jeder IO-Controller kann auf dieselben Kanäle lesend zugreifen.
Die Funktion Modulinternes Shared Output (MSO) erlaubt, dass ein Ausgabemodul seine Ausgangsdaten bis zu vier IO-Controllern zur Verfügung stellt. Ein IO-Controller besitzt Schreibzugriff auf die Kanäle des Ausgabemoduls. Zusätzlich können bis zu drei IO-Controller lesend auf die Kanäle zugreifen.

I-Device

Die Funktion "I-Device" (Intelligentes IO-Device) einer CPU erlaubt es, Daten deterministisch mit einem IO-Controller auszutauschen und somit die CPU z. B als intelligente Verarbeitungseinheit von Teilprozessen einzusetzen. Das I-Device ist hierbei als IO-Device an einen "übergeordneten" IO-Controller angebunden.
Die Verarbeitung wird durch das Anwenderprogramm in der CPU sichergestellt. Die in zentraler oder dezentraler Peripherie erfassten Prozesswerte werden durch das Anwenderprogramm vorverarbeitet und über eine IO-Device-Schnittstelle der CPU oder des CPs einer übergeordneten Station zur Verfügung gestellt.

Ein I-Device kann an einer PROFINET-Schnittstelle, in Abhängigkeit von der Projektierung, zusätzlich zur Rolle als IO-Device auch IO-Controller sein.
Damit kann das I-Device über seine PROFINET-Schnittstelle Teil eines übergeordneten IO-Systems sein und als IO-Controller ein ihm untergeordnetes IO-System aufspannen.
Ein I-Device kann zusätzlich als Shared-Device eingesetzt werden.

Taktsynchroner Betrieb von Prozessdaten

Prozessdaten, Übertragungszyklus über PROFINET IO und Anwenderprogramm sind zueinander synchronisiert, um höchste Deterministik zu erreichen. Die Ein- und Ausgangsdaten von verteilter Peripherie in der Anlage werden zeitgleich erfasst und zeitgleich ausgegeben. Der äquidistante PROFINET IO-Zyklus bildet hierfür den Taktgeber.

Konfigurationssteuerung (Optionenhandling)


Mit Optionenhandling im Netzwerk lassen sich PROFINET-Netzwerke ohne zusätzlichen Engineeringaufwand um komplette Stationen erweitern, ausbauen oder ändern. Dabei werden zugleich über die Ziel-IP-Adresse an der S7-1500, unterlagerten PROFINET-Geräten automatisch die richtigen Netzwerkparameter vergeben (automatische Adressanpassung).
Zentrales und dezentrales Optionenhandling (Konfigurationssteuerung) ermöglicht es, den Aufbau einer Station / eines IO-Devices für zukünftige Erweiterungen und Änderungen vorzubereiten. Komplexere Automatisierungsprojekte müssen somit nur einmal für den Maximalausbau konfiguriert werden. Danach können verschiedene Optionen definiert und bei Bedarf flexibel ausgewählt werden.

Weiterführende Informationen

Unter der Beitrags-ID 44383954 finden Sie eine Übersicht der IO-Controller und IO-Devices, die folgende PROFINET-Funktionen in STEP 7 V5.x unterstützen:
  • IRT
  • priorisierter Hochlauf
  • MRP
  • MRPD
  • PROFIenergy
  • Shared-Device
  • I-Device
  • taktsynchroner Betrieb
  • Systemredundanz
  • Optionenhandling

Im Handbuch SIMATIC PROFINET PROFINET mit STEP 7 V15 finden Sie weitere Informationen zu den o. g. PROFINET-Funktionen.

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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