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Beitragstyp: Produktmitteilung Beitrags-ID: 109476414, Beitragsdatum: 20.11.2015
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SINAMICS G120: Vertriebs- und Lieferfreigabe der Firmware Version 4.7 SP3 HF1

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  • Betrifft Produkt(e)
Ab sofort ist die SINAMICS G120 Firmware Version 4.7 SP3 HF1 zum Vertrieb und zur allgemeinen Lieferung freigegeben.

1. Betroffene Komponenten

Die neue SINAMICS Firmware Version V4.7 SP3 HF1 wird wie folgt angeboten:

  • SINAMICS G120 Mutlikarte mit Firmware V4.7 SP3 HF1, Bestell-Nr. 6SL3054-7TB00-2BA0
    • Versionsbezeichnung auf der Speicherkarte: V04.07.03.01
    • interne Versionsnummer der Firmware: V04.70.64.01
  • Als Firmware Download; siehe Kapitel Bezugsquellen
  • Auf den folgenden SINAMICS G Produkten
    Die Firmware V4.7 SP3 wird priorisiert in die Fertigung der unten genannten Produkte eingeführt. Die Verfügbarkeit ab Lager ist dem folgenden Beitrag zu entnehmen: 67364620
  • G120P (CU230P-2: V4.7 SP3)
  • G120 (CU240E-2, CU240B-2, CU250S-2: V4.7 SP3)
  • G120C (V4.7 SP3)
  • G120D (CU240D-2, CU250D-2: V4.7 SP3)
  • G110M (CU240M: V4.7 SP3 HF1)
  • ET 200pro FC-2 (V4.7 SP3 HF1)

Für die Projektierung der SINAMICS G Antriebe mit Firmware V4.7 SP3 wird der neue STARTER V4.4 SP1 (siehe Produktinformation 109476613 und als Download verfügbar unter 26233208), ein Hardware Support Package V4.7 SP3 zu Startdrive V13 SP1 (siehe 109476629) und das IOP mit der Version V1.6 (siehe 109476464) zur Verfügung gestellt.

Mit der Firmware Version V4.7 SP3 wurde der Inbetriebnahmeassistent für Control Units G120 mit PM240, PM240-2 und PM330, wie auch für G120C überarbeitet. Im Rahmen der Überarbeitung und Vereinfachung des Inbetriebnahmeassistenten wurden die SINAMICS Applikationsklassen „Standard Drive Control“, „Dynamic Drive Control“ und „Expert“ eingeführt.

Bei "Standard Drive Control" wird nach Abschluß des Inbetriebnahmeassistenten mit dem ersten Einschalten eine verkürzte Motordatenidentifikation durchgeführt und danach sofort auf den Sollwert hochgefahren (p1900 = 12). Diese Einstellung kann nicht verändert werden.

Bei "Dynamic Drive Control" ist als Voreinstellung auch eine verkürzte Motordatenidentifikation nach dem ersten Einschalten mit anschließendem Hochlauf auf den Sollwert angewählt (p1900 = 12). Die Motordatenidentifikation kann konfiguriert werden. Für eine höhere Genauigkeit und Dynamik der Regelung wird eine drehende Messung empfohlen. Für die Motordatenidentifikation kann während der Inbetriebnahme ausgewählt werden, ob der Antrieb sofort auf den Sollwert hochgefahren werden soll oder ein erneuter Einschaltbefehl erforderlich ist.

Unter "Expert" findet man den klassischen Assistenten mit einer Fülle an Einstellmöglichkeiten wieder.
Mit dieser Einstellung kann die Motordatenidentifikation konfiguriert werden. Für die Motordatenidentifikation kann während der Inbetriebnahme ausgewählt werden, ob der Antrieb sofort auf den Sollwert hochgefahren werden soll oder ob ein erneuter Einschaltbefehl erforderlich ist.

Warnung
Ist eine Motordatenidentifikation (Motor-ID) mit nachträglichem Hochlauf auf Solldrehzahl ausgewählt (p1900 = 11 oder 12; 12=Standardeinstellung bei "Standard Drive Control" und "Dynamic Drive Control"), dann wird mit dem ersten Einschaltbefehl der Motor nach einer kurzen Verzögerungszeit, verursacht durch die Motor-ID (ca. 8 bis 30 sec), direkt auf die Solldrehzahl beschleunigt. Weitere Informationen siehe 109480663.


Der neue Inbetriebnahmeassistent wird erst ab STARTER Version V4.4 SP1, Startdrive V13 SP1 mit Hardware Support Package V4.7 SP3 und IOP V1.6 unterstützt.

Hinweise zum STARTER
Alternativ zur Installation von STARTER V4.4 SP1 kann mit der Installation der verfügbaren SINAMICS Support Packages (SSP) (siehe  26233208) zur Firmware V4.7 SP3 eine bestehende STARTER Installationen ergänzt werden. Die erforderliche STARTER Version ist im entsprechenden SSP-Liesmich angegeben.

Mit dem SSP sind funktionale Neuerungen in der Firmware V4.7 SP3 mit dem STARTER projektierbar.
Um auch den überarbeiteten Inbetriebnahmeassisten (Hinweise zum geänderten Inbetriebnahmeassistenten finden Sie in diesem Beitrag weiter oben) mit den SINAMICS G120 Control Units in Verbindung mit den Power Modulen PM240, PM240-2, PM330 und mit G120C nutzen zu können, ist die Hochrüstung des STARTERS auf die Version V4.4 SP1 zwingend erforderlich.

Hinweise zum Startdrive
Im Rahmen der Firmware Version V4.7 SP3 wird für Startdrive V13 SP1 (siehe 107657741) das Support Package V4.7 SP3 zur Verfügung gestellt (siehe 109476629).

Mit dem Import des Support Packages in eine bestehende Startdrive V13 SP1 Installation sind funktionale Neuerungen in der Firmware V4.7 SP3 mit Startdrive nutzbar. Hier enthalten ist der überarbeitete Inbetriebnahmeassistent, der mit den SINAMICS G120 Control Units in Verbindung mit den Power Modulen PM240, PM240-2, PM330 und mit G120C einsetzbar ist. Hinweise zum geänderten Inbetriebnahmeassistenten finden Sie in diesem Beitrag weiter oben.

Die Installation einer neuen Startdrive Version ist nicht notwendig.

Hinweise zum IOP/ BOP-2
Mit der Firmware Version V4.7 SP3 wurde der Inbetriebnahmeassistent überarbeitet (Hinweise zum geänderten Inbetriebnahmeassistenten finden Sie in diesem Beitrag weiter oben) und das IOP um einen erweiterten Handbetrieb ergänzt. Die Funktionserweiterungen werden mit der neuen IOP Version V1.6 unterstützt. Eine vollständige Übersicht der Erweiterungen zu IOP V1.6 sind der Vertriebs- und Lieferfreigabe 109476464zu entnehmen. Um ein bestehendes IOP hochzurüsten, enthält der Beitrag auch einen IOP-Firmware-Download.

Das Bediengerät BOP-2 (Bestell-Nr.: 6SL3255-0AA00-4CA1) wird automatisch mit dem Einsatz der Firmware V4.7 SP3 aktualisiert.

 

2. Funktionserweiterungen

Mit der Firmware SINAMICS G120 Version 4.7 SP3 HF1 werden die folgenden Erweiterungen angeboten.

  SINAMICS_G120_FW_Funktionsuebersicht_V47_SP3.pdf (833,5 KB) 

Der HF1 erweitert die Version V4.7 SP3 um die folgenden Punkte:

  • Unterstützung von G110M mit AS-Interface (AS-i)
  • Unterstützung von ET 200pro FC-2
  • Aufhebung von Funktionseinschränkungen 

Eine detailierte Beschreibung zu den genannten Funktionen ist der Betriebsanleitung des jeweiligen Produktes zu entnehmen.

 

3. Randbedingungen und Funktionseinschränkungen

Die Randbedingungen und Funktionseinschränkungen der SINAMICS G120 Firmware Version 4.7 SP3 sind wie folgt dokumentiert:

  • STARTER-DVD Version 4.4 SP1 in den Dateien
    • SINAMICS_V473_Randbedingungen.pdf und
    • STARTER_V441_Randbedingungen.pdf
 
  • SINAMICS G120 Multikarte in der Datei
    • liesmich.pdf
  • Download siehe 109476335

 

4. Bezugsquelle

Die SINAMICS G120 Firmware V4.7 SP3 HF1 kann über folgende Quellen bezogen werden:

  1. Firmware auf SD-Card (Multikarte)
    Die Firmware ist auf der SINAMICS G120 Mutlikarte Firmware Version 4.7 SP3 HF1 enthalten.
    Die  SINAMICS G120 Mutlikarte Firmware Version 4.7 SP3 HF1, einschließlich Lizenzierung (Certificate of Licence), ist in vier Varianten verfügbar:
    • ohne Firmware-Optionen (6SL3054-7TB00-2BA0)
    • mit Firmware-Optionen "Extended Functions"
      • Safety (6SL3054-7TB00-2BA0-Z F01)
      • Einfachpositionierer EPos (6SL3054-7TB00-2BA0-Z E01)
      • Safety + Einfachpositionierer EPos (6SL3054-7TB00-2BA0-Z F01 + E01)
  2. Firmware Download
    Die Firmware Version 4.7 SP3 HF1 kann über folgende Quelle per Download bezogen werden: siehe 109476335
      

5. GSD-Dateien zur Projekteinbindung in PROFIBUS-Projektierungstools

Die PROFIBUS GSD-Dateien sind auf der SINAMICS G120 Multikarte unter folgendem Pfad abgelegt:
   ..\SIEMENS\SINAMICS\DATA\CFG

Sie können alternativ auch in folgenden Beiträgen heruntergeladen werden:


6. GSDML-Dateien zur Projekteinbindung in PROFINET-Projektierungstools

Die PROFINET GSDML-Dateien sind auf der SINAMICS G120 Multikarte unter folgendem Pfad abgelegt:
   ..\SIEMENS\SINAMICS\DATA\CFG

Sie können alternativ auch in folgenden Beiträgen heruntergeladen werden:

 

7. EDS-Dateien zur Projekteinbindung in CANopen-Projektierungstools

Die EDS-Dateien zur Projekteinbindung in CANopen Projektierungstools können unter folgendem Beitrag heruntergeladen werden:  (siehe 48351511)

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.