×
Siemens Industry Online Support
Siemens AG
Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 109485717, Beitragsdatum: 12.10.2016
(4)
Bewerten

SIMATIC Remote Services - "Preventive"-Modul: Wie sammeln Sie mit dem SAS-DC Geräte- und Diagnoseinformationen?

  • Beitrag
  • Betrifft Produkt(e)
SIMATIC Remote Services bieten verschiedene Service-Module über eine Remoteverbindung an. Das Modul „Preventive“ enthält eine vorbeugende Überprüfung des Systemzustandes und Empfehlungen zu vorbeugenden Maßnahmen. Das Modul benötigt keine ständig aktive Remoteverbindung.

Grundlegende Informationen
Informationen über das Leistungsangebot der SIMATIC Remote Services finden Sie in diesem Beitrag
   
Vorgehensweise
Der Data Collector der SIMATIC Assessment Suite (SAS-DC) sammelt über das Netzwerk Diagnose- und Systeminformationen. Um den vollständigen Umfang des "Preventive"-Moduls zu erhalten, richten Sie den Data Collector folgendermaßen ein.
 
Hinweis
Die nachfolgende Konfiguration wird einmalig vorgenommen und als Anlagenprofildatei abgespeichert.
Diese Anlagenprofildatei kann bei späteren Diagnose- oder Folgeaktivitäten erneut genutzt werden.


1. Sammeln von Automatisierungskomponenten

Dieses Video zeigt Ihnen, wie Sie Daten der Automatisierungskomponenten und des Projektes sammeln können. Diese Daten beinhalten beispielsweise Informationen über die im Projekt genutzten S7-CPUs und die jeweiligen Diagnosepuffer.

    


Die im Video gezeigten Schritte zum Nachlesen

  1. Starten Sie das Tool „SDT2015.exe“ (beispielhafter Name für SAS-DC V2015). 

    Hinweis
    Das Projekt muss sich auf diesem Rechner befinden und über eine Online Kommunikation über STEP 7 verfügen (z. B. Engineering Station). Es muss auf dem Rechner mindestens STEP 7 V5.5 + SP3 installiert sein.

  2. Wechseln Sie in das Register „SettingsManager“. 

  3. Legen Sie ein neues Profil an. 

  4. Wählen Sie im Dropdownfeld unter “1. Select Task“ die Aufgabe “Collect STEP 7 project export and hardware diagnostic and service data”. 

  5. Wählen Sie die Projektdatei unter “3. Specify Settings“ aus. 

    Hinweis
    Sollten Sie ein STEP 7-Multiprojekt verwenden, wählen Sie die „s7f“-Datei aus – anderenfalls die „s7p“-Datei. 

  6. Setzen Sie die Haken bei „ONLINE Information, Attributes, Parameters, Blocks Information, GSD“. 

  7. Doppelklicken Sie auf das Profil in der Profilübersicht („1: -“). Das Profil erhält automatisch die Bezeichnung „<Rechnername> - HWscan“.
     

Bei der Auswahl eines Multiprojektes werden von allen Teilprojekten die Daten abgezogen, somit existiert für die Automatisierungskomponenten lediglich ein Gerät in der Geräteübersicht.
  

Bild 01 Finale Einstellung für Automatisierungskomponenten 
 
 

2. Sammeln von Netzwerkkomponenten

Dieses Video zeigt Ihnen, wie Sie Daten der Netzwerkkomponenten sammeln können. Diese Daten beinhalten beispielsweise Informationen über die SCALANCE Netzwerkkomponenten und Diagnosedateien.

 


Die im Video gezeigten Schritte zum Nachlesen
 

  1. Starten Sie das Tool „SDT2015.exe" (beispielhafter Name für SAS-DC V2015). 

    Hinweis
    Die Netzwerkgeräte müssen über diesen Rechner per Telnet erreichbar sein.

  2. Wechseln Sie in das Register „SettingsManager“. 

  3. Legen Sie ein neues Profil an. 

  4. Wählen Sie im Dropdownfeld unter “1. Select Task“ die Aufgabe „Collect diagnostic and service data from SCALANCE devices only”. 

  5. Tragen Sie unter “2. Enter Login Credentials and Profile Settings“ im Abschnitt „Device Information“ die folgenden Daten ein: 

    1. IP-Adresse

    2. Benutzername (gleicher Benutzer wie bei Zugriff über Telnet / Web-Oberfläche)

    3. Passwort (gleiches Passwort wie bei Zugriff über Telnet / Web-Oberfläche) 

  6. Doppelklicken Sie auf das Profil in der Profilübersicht („1: -“). Das Profil erhält automatisch die Bezeichnung „<IP-Adresse> - Scalance“.

Wiederholen Sie die Schritte 3-6 für jede Netzwerkkomponente.
    


Bild 02 Finale Einstellung für Netzwerkkomponenten 

Hinweis
Befinden sich die Netzwerkgeräte im selben IP-Netz, können Sie die Funktion „Scan subnet range“ nutzen. Damit werden alle Geräte innerhalb des angegebenen IP-Bandes gefunden und werden als neue Profile angelegt. Fahren Sie dann mit Punkt 4 fort und wiederholen Sie die Schritte entsprechend der Anzahl angelegter Profile.
     


Bild 03 Aufruf der Funktion "Scan subnet range"
   

Bild 04 Dialog zum IP-Netz scannen   
 
 

3. Sammeln von PC-Komponenten

Dieses Video zeigt Ihnen, wie Sie Daten der PC-Komponenten sammeln können. Diese Daten beinhalten beispielsweise Informationen über die Rechner und Diagnosedateien der SIMATIC Software.

 

  1. Starten Sie das Tool „SDT2015.exe“ (beispielhafter Name für SAS-DC V2015). 
    Hinweis
    Der PC muss über administrative Zugriffsberechtigungen verfügen und über das Netzwerk erreichbar sein. Weitere Informationen finden Sie im Handbuch des Data Collectors, Kapitel “Preconditions“. 
  2. Wechseln Sie in das Register „SettingsManager“. 

  3. Legen Sie ein neues Profil an. 

  4. Wählen Sie im Dropdownfeld unter “1. Select Task“ die Aufgabe „Collect ANY known PC diagnostic and service data”. 

  5. Tragen Sie unter “2. Enter Login Credentials and Profile Settings“ im Abschnitt „Device Information“ die folgenden Daten ein: 

    1. Rechnername

    2. Benutzername (gleicher Administrator-Benutzer wie bei Zugriff über Windows)

    3. Passwort (gleiches Administrator-Passwort wie bei Zugriff über Windows) 

  6. Wählen Sie im Feld „Usage” den Rechner-Typ (z. B. SERVER bei einem OS-Server). 

  7. Doppelklicken Sie auf das Profil in der Profilübersicht („1: -“). Das Profil erhält automatisch die Bezeichnung „<Rechnername> - PC“.

Wiederholen Sie die Schritte 3-7 für jede PC-Komponente.
  

Hinweise
Befinden sich die Rechner nicht in einer Windows Arbeitsgruppe, sondern in einer Domänenumgebung, aktivieren Sie den Haken „Domain“ und tragen die Domäne mit ein.
 
Auch für PC-Komponenten haben Sie die Möglichkeit die Funktion „Scan subnet range“ zu nutzen. Für die Lesbarkeit empfiehlt es sich den Haken „use DNS name“ zu aktivieren (Dauert etwas länger als die Ping-Option).
  

Bild 05 Finale Einstellung für PC-Komponenten
   
     
4. Beispielhafte Darstellung der SAS-DC Einstellungen einer vollständigen Anlage
So könnte ein fertiges SAS-DC Einstellungsset aussehen, bestehend aus einem Multiprojekt (HWscan), drei Switche (Scalance), zwei Engineering Stations (PC), vier OS-Servern (PC) und zehn OS-Clients (PC):
   

Bild 06 Konfiguration SAS-DC für eine vollständige Anlage

Weitere Informationen
  • Wie sammeln Sie Diagnose- und Systeminformationen effizient ein? 65976201
  • Welche Benutzerberechtigungen benötigen Sie, damit ein Sammeln der Hardware Informationen mit dem SAS-DC (SIMATIC Assessment Suite - Data Collector) möglich ist? 109763454


Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
Unterstützung zur Statistik
Mit dieser Funktion werden die IDs des Suchergebnisses nach gewünschter Anzahl ausgegeben (Format .txt)

Liste generieren
URL kopieren
Diese Seite in neuem Design anzeigen
mySupport Cockpit