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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 109758852, Beitragsdatum: 20.07.2018
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Wichtige Einstellungen bei Verwendung von Motion Control Funktionen mit einem Open- bzw. Software Controller

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  • Betrifft Produkt(e)
Wenn Sie auf einen SIMATIC IPC ohne NVRAM einen Software Controller verwenden, kann es vorkommen, dass bei nicht ordnungsgemäßem Herunterfahren des IPCs Daten verloren gehen, z.B. die Absolutwertgeberjustage.

Bei der Verwendung von SIMATIC IPC ohne optionales NVRAM in Verbindung mit dem Software Controller, kann es bei Verwendung von Motion Control Funktionen und z. B. Absolutwertgebern vorkommen, dass bei nicht ordnungsgemäßem Herunterfahren des IPCs Daten, wie zum Beispiel Geberdaten verloren gehen. Daher ist es ratsam, eine entsprechende USV zu verwenden bzw. einen NVRAM bei der Bestellung des IPCs zu berücksichtigen.


Beschreibung
Um Datenverlust bei den SIMATIC IPCs zu vermeiden, achten Sie darauf, dass

  • entweder der IPC immer komplett heruntergefahren wird (Einstellung "PC Massenspeicher") oder

  • der Speicherort der remanenten Daten auf "NVRAM des PC-Systems" gesetzt wird und das Gerät über NVRAM verfügt.

Die SIMATIC IPCs können Sie mit und ohne NVRAM bestellen. Dieser NVRAM Speicher kann aber nicht nachgerüstet werden.
Die Standard-Einstellung für den Speicherort der remanenten Daten bei den SIMATIC IPCs ist "PC Massenspeicher", unabhängig ob ein NVRAM vorhanden ist oder nicht. Die Umstellung der Einstellung des Speicherortes muss durch den Anwender erfolgen.

Bei den Open Controllern ist immer ein NVRAM vorhanden und die Standardeinstellung ist "NVRAM des PC-Systems".


Speicherort für remanente Daten einstellen

Die CPU bietet die Möglichkeit Daten beim Beenden und im Spannungsausfall remanent im Massenspeicher des PCs oder im integrierten NVRAM zu speichern. Die Art der Datenspeicherung stellen Sie in den Eigenschaften der CPU in STEP 7 ein.

Hinweis
Datenverlust beim Ändern der Speicherart
Beim Ändern der Speicherart werden die aktuellen remanenten Daten und die Inhalte des Diagnosepuffers gelöscht.

Vorgehen
Um die Speicherart zu konfigurieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Selektieren Sie den Software Controller.

  2. Wählen Sie im Inspektorfenster im Register "Eigenschaften" den Bereich "Erweiterte Konfiguration" und dort „Remanenzspeicher“.
  • Aktivieren Sie das Optionsfeld "PC-Massenspeicher" zum Speichern der remanenten Daten auf dem Massenspeicher Ihres PCs.
  • Aktivieren Sie das Optionsfeld "NVRAM der PC-Plattform" zum Speichern der remanenten Daten im integrierten NVRAM Ihres PCs.


3. Um die Art der Datenspeicherung in STEP 7 abschließend zu ändern, laden Sie das Projekt erneut in das Zielgerät.

Hinweis
Wenn Sie den Speicherort für remanente Daten ändern, müssen Sie das komplette PC-System laden.
Das PC-System wird während des Ladevorgangs gebootet und die bisherigen remanente Daten werden gelöscht.


Gültigkeit
Dieser FAQ gilt für folgende SIMATIC IPC-Typen:

  • Rack-PC 
    • IPC647D (RACK PC)
    • IPC847D (RACK PC)
    • PCS 7 INDUSTRIAL WORKSTATION IPC647D
    • PCS 7 INDUSTRIAL WORKSTATION IPC847D
  • Box-PC 
    • IPC627D (BOX PC)
    • IPC827D (BOX PC)
    • PCS 7 BOX SYSTEM IPC627D
  • Panel-PC 
    • IPC677D
  • Open Controller 
    • CPU1515SP PC2 Standard / T / TF


Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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