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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 12068554, Beitragsdatum: 24.05.2007
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Wie können Projekte auf einer Memory Card und wieder zurück in ein PG/PC geladen werden?

  • Beitrag
  • Betrifft Produkt(e)

Anleitung:
Ab STEP 7 V5.1 können Sie mit den Funktionen "Auf Memory Card speichern..." und "Aus Memory Card holen..." die kompletten Daten eines Projektes - z.B. für eine spätere Verwendung - auf einer Memory Card speichern und wieder zurückholen. Die Memory Card können Sie hierbei in einer CPU oder in der Memory Card-Programmiereinrichtung eines PGs bzw. PCs stecken. Das Speichern und Holen der Projektdaten auf einer Memory Card steht jedoch nur für Baugruppen zur Verfügung, die diese Funktion unterstützen. Derzeit sind dies die S7-400er CPUs und die S7-300er CPUs mit MMC-Speicherkarten".

Die Projektdaten werden vor dem Speichern auf der Memory Card komprimiert und beim Holen wieder dekomprimiert, wobei die Größe der Memory Card so gewählt sein muss, dass neben den Projektdaten auch die Anwenderdaten gespeichert werden können. Die Größe der zu speichernden Projektdaten entspricht der Archivdateigröße des Projektes. Ist die Speicherkapazität der Memory Card nicht ausreichend, so wird mit einer Meldung darauf hingewiesen.

Mit der nachstehenden Tabelle wird die Vorgehensweise für eine Reihe von Anwendungsfällen beschrieben.
 

Nr. Vorgehensweise:
1 Memory Card befindet sich in der CPU
Befindet sich die Memory Card in einer Baugruppe, die diese Funktion unterstützt so kann bei der Anwendung der beiden Funktionen "Auf Memory Card speichern..." und "Aus Memory Card holen..." aus technischen Gründen nur jeweils der komplette Inhalt (Anwenderprogramm und Projektdaten) übertragen werden.

Selektieren Sie im Projektfenster des SIMATIC Managers eine Projektebene, die der CPU eindeutig zugeordnet ist (z.B. CPU, Programm, Quellen oder Bausteine) und wählen Sie den Menübefehl "Zielsystem > Auf Memory Card speichern..." bzw. "Zielsystem > Aus Memory Card holen...". Nun werden die kompletten Projektdaten auf die Memory Card geschrieben, bzw. von dieser geholt.


Bild 01
2 Projektdaten im Programmiergerät (PG/PC) nicht vorhanden
Sind die Projektdaten im Arbeitsprogrammiergerät (PG/PC) nicht vorhanden, so kann die Quell-CPU im Dialog "Erreichbare Teilnehmer" ausgewählt werden.
  • Öffnen Sie den Dialog "Erreichbare Teilnehmer" über den Menübefehl "Zielsystem > Erreichbare Teilnehmer anzeigen" und selektieren Sie die gewünschte Verbindung/CPU mit den Projektdaten auf der Memory Card.
  • Wählen Sie nun den Menübefehl "Aus Memory Card holen...".
3 Memory Card in der Memory Card-Programmiereinrichtung
Befindet sich die Memory Card in der Memory Card-Programmiereinrichtung eines PGs bzw. PCs, so gehen Sie folgendermaßen vor:
  • Öffnen Sie das S7-Memory Card-Fenster mit dem Menübefehl "Datei > S7-Memory Card > Öffnen".
  • Wählen Sie den Menübefehl "Zielsystem > Auf Memory Card speichern..." bzw. "Zielsystem > Aus Memory Card holen..." (siehe Bild 01).

Im nachfolgenden Dialog können Sie das Quell-Projekt bzw. das Ziel-Projekt auswählen.


Bild 02
4 Funktion "Anwenderprogramm laden auf Memory Card"
Die Funktion "Anwenderprogramm laden auf Memory Card" lädt ein Anwenderprogramm auf die Memory Card einer CPU. Unter den folgenden Voraussetzungen kann zusätzlich das STEP 7 Projekt auf die Memory Card geladen werden:
  • Die CPU muss einen Schacht für eine Memory Card besitzen
  • Die CPU muss diese Funktionalität unterstützen (z.B. CPU416)
  • Eine Memory Card muss gesteckt sein.

Diese Funktion kann nur im Betriebszustand STOP der CPU ausgeführt werden. Während dem Laden werden alle Bausteine im Ladespeicher der CPU und auf der Memory Card gelöscht. Gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

  1. Stecken Sie die Memory Card in den Schacht der CPU.
  2. Markieren Sie in der Ansicht "Offline" den Baustein-Ordner, dessen Bausteine auf die Memory Card kopiert werden sollen.
  3. Wählen Sie den Menübefehl "Zielsystem > Anwenderprogramm laden auf Memory Card".


Bild 03

Weitere Informationen in Bezug zur Memory Card finden Sie auch in der STEP 7 Online-Hilfe.

5 Funktion "Station laden in PG"
Mit dem Menübefehl "Zielsystem > Station laden in PG..." werden die kompletten Projektdaten aus der CPU in ein PG/PC zurück gelesen. Dazu wird im aktuellen Projekt aber eine neue Station angelegt und die Konfiguration und die Bausteine in die neue Station kopiert. In der zurückgeladenen Station fehlen in den Bausteinen die symbolischen Bezeichnungen, wie temporäre Variablen, Merker, Formalparameter und sämtliche Kommentare.

Damit ist die Verwendung dieser Funktion nur im Servicefall sinnvoll, wenn z.B. ein Offline-Projekt nicht vorliegt. Weitere Informationen zu den Einschränkungen bei der Verwendung der oben genannten Funktion erhalten Sie in der STEP 7 Onlinehilfe.

6 Funktion "Laden in PG"
Mit dem Menübefehl "Zielsystem > Laden in PG" können Bausteine aus dem Online-Bausteinbehälter in den Offline-Bausteinbehälter auf dem PG kopiert werden. Damit ist es im Gegensatz zur Funktion "Station laden in PG" möglich, Bausteine aus der CPU in die Datenhaltung des Originalprojektes auf dem PG/PC zurückzuladen. Analog dazu können die Bausteine aus dem Online-Bausteinbehälter in den Offline-Behälter kopiert werden.

Hinweis:
Ein Anwenderprogramm enthält alle Funktionen, die zur Bearbeitung der spezifischen Lösung der Automatisierungsaufgabe erforderlich sind. Die Aufgaben des Anwenderprogramms sind:

  • Das Festlegen der Voraussetzung für den Neustart und den Wiederanlauf der CPU.

  • Das Bearbeiten von Prozessdaten (Binärsignale verknüpfen und für die Ausgabe festlegen, Analogwerte einlesen, auswerten und ausgeben).

  • Das Reagieren auf Alarme und Bearbeiten von Störungen im normalen Programmablauf.

Ein Projekt repräsentiert die Gesamtheit aller Daten und Programme einer Automatisierungslösung und steht an der Spitze der Objekthierarchie. Das Projekt enthält die folgenden Objekte:

  • S7-Hardwareaufbau (Hardwarekonfiguration) der S7-300/400-Station.

  • Programmierbare Baugruppen CPUxx, CPxx und FMxx.

  • S7-Programm (Ordner für die Software).

  • Quellenordner (mit den Quellenprogrammen) und den Bausteinordner (SDBs, DBs, UDTs, FBs, FCs und OBs).

Suchbegriffe:
Datensicherung, Projektsicherung, Rücklesen, MMC

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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