Beitragstyp: FAQ, Beitrags-ID: 13962087, Beitragsdatum: 12.01.2004
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Unterschiedliche Angaben zum Offline-/Online-Speicherbedarf

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FRAGE:
Warum weichen die Offline-Angaben zum Speicherbedarf teilweise stark von den Angaben im Online-Baugruppenzustand ab?

ANTWORT:
Sie lassen sich in STEP 7 über Objekteigenschaften des Bausteinbehälters den erforderlichen Speicherbedarf im Code- und im Datenspeicher anzeigen.

Bild 1: Eigenschaften - Bausteinordner offline

Wenn Sie das Programm in die CPU transferieren, weichen die Angaben im Online-Baugruppenzustand teilweise stark von denen ab, die in STEP 7 in der Offline-Ansicht berechnet wurden.
In den Offline-Angaben sind nur die statischen (Anwender-) Bausteindaten und nicht die Systemdatenbausteindaten (SDBs) enthalten. Auch die von den Anwenderbausteinen dynamisch belegten Systemressourcen und die dynamischen Systemressourcen der Alarmbausteine fehlen in dieser Ansicht.

Bild 2: Baugruppenzustand - ONLINE

Erklärung:
Die Größe des Ladespeichers ergibt sich aus der Größe der Bausteine (Offline-Ansicht) plus der Summe der SDBs (diese werden im SDB-Ordner angezeigt).
Der Arbeitsspeicher-Code ist vor und nach dem ersten Anlauf unterschiedlich.
Vor dem ersten Anlauf ist der Codebedarf Arbeitsspeicher die Summe aus:
Codebedarf Bausteine
+ Codebedarf Kommunikationsbausteine
+ Codebedarf PAE
+ Codebedarf PAA
+ Codebedarf Diagnosepuffer
Nach dem ersten Anlauf kommt zu dieser Summe noch der Kommunikationsdatenbedarf hinzu.
Der Arbeitsspeicherbedarf Daten ist unabhängig vom ersten Anlauf. Dieser wird von der Dynamik des Anwenderprogramms bestimmt und ist die Summe aus:
Datenbedarf Bausteine (Offline-Ansicht)
+Systemdatenbedarf
+durch SFC erzeugte Anwenderbausteine
+Lokaldatenbedarf ( Projektierung)

Die Katalogangaben für den zur Verfügung stehenden Code- und Datenspeicher gelten stets für die Standardeinstellungen der CPU in der HW-Konfig. Wird z.B. das Prozessabbild in den CPU-Eigenschaften erweitert, dann geht dies zu Lasten des freien Code-Arbeitsspeichers. Selbiges gilt auch für die max. Kommunikationsaufträge und die Anzahl der Meldungen im Diagnosepuffer.

Bild 3: Details zum Arbeitsspeicher Code

In der nachfolgenden Tabelle ist der zusätzliche Speicherbedarf im Arbeitsspeicher Code für das Erweitern der Ressourcen angegeben:

Ressource Zusatzbedarf im Arbeitsspeicher Code
pro zusätzliches Byte PAE/ PAA 12 Byte
pro zusätzliche Kommunikationsressource 72 Byte
pro zusätzliche Meldung im Diagnosepuffer 20 Byte

Tabelle 1: Zusätzlicher Speicherbedarf im Codespeicher

Analog gilt dies für den Speicherbedarf für Daten im Arbeitsspeicher. Hier werden zusätzlich Systemdaten, Lokaldaten und per SFC erzeugte Datenbausteine mit abgelegt.

Suchbegriffe:
PAE, PAA