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Beitragstyp: Anwendungsbeispiel Beitrags-ID: 14044994, Beitragsdatum: 17.12.2002
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Startbild des WinCE-Panel entspricht immer dem Bild, mit dem die Runtime auf dem WinCE-Panel beendet wurde

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  • Betrifft Produkt(e)

FRAGE:
Was muss ich tun, damit das Startbild auf einem WinCE-Panel immer das Bild ist, welches beim Beenden der Runtime angezeigt wurde? 

ANTWORT:  
Sie möchten ein variables Startbild in Ihrer ProTool-Projektierung realisieren. Variabel insofern, dass das angezeigte Bild vor dem Beenden der ProTool-Runtime, nach dem Start der ProTool-Runtime wieder als Startbild angezeigt wird.

Beschreibung der ProTool-Projektierung für ein WinCE-Panel

1. Im ProTool-Projekt müssen Sie die drei folgenden Bereichszeiger für den Datenaustausch zwischen dem Bediengerät und der Steuerung angelegen:

  • Bildnummer
    In diesem Anwenderdatenbereich hinterlegt das WinCE-Panel, welches Bild gerade angezeigt wird und welches Feld in diesem Bild angewählt ist
  • Koordinierung
    Dieser Anwenderbereich beinhaltet unter anderem das Lebensbit und das Anlaufbit. Das Lebensbit zeigt an, ob die Verbindung zwischen dem Panel und der Steuerung aufgebaut ist. Dazu "wechselt" das Bit im Sekundentakt . Das Anlaufbit signalisiert einen Anlauf des Panels.
  • Auftragsfach
    Über das Auftragsfach können sog. Steuerungsaufträge ausgeführt werden. Mit den Steuerungsaufträgen können Aktionen am Panel von der Steuerung veranlasst werden (z.B. Setzen des entsprechenden Startbildes nach dem Anlauf des Panels - Steuerungsauftragsnummer 51).

Bild 1: Bereichszeiger

2. Legen Sie Ihre Bilder an und projektieren Sie die Anbindung des Bediengeräts an die Steuerung.

3. Die ProTool-Projektierung ist somit abgeschlossen.

Beschreibung der STEP 7 - Projektierung

Für die Anwenderdatenbereiche (Bereichszeiger in ProTool) müssen Sie in STEP 7 den entsprechend adressierten Datenbaustein anlegen.

Das Programm besteht aus drei Teilen:

  1. Die Auswertung des Anlaufbits
    Wenn dieses Bit kurzzeitig auf Null ist, liegt ein Anlauf des Bediengerätes vor. Dieser Anlaufvorgang wird in einem separaten Merker gespeichert.
  2. Die Auswertung des Lebensbits und das Vorbereiten des Steuerungsauftrags
    Die Auswertung des Lebensbits setzt einen weiteren Merker, wenn die Kommunikation zwischen Panel und Steuerung unterbrochen ist, d.h. wenn sich das Lebensbit nicht mehr verändert. Wenn dieser Merker gesetzt ist, dann werden die Bildnummer und Feldnummer des letzten aktiven Bildes (Anwenderdatenbereich: Bildnummer ) in die Parameter des Steuerungsauftrags 51 gespeichert (Anwenderdatenbereich: Auftragsfach).
  3. Ausführung des Steuerungsauftrags 51 Bildanwahl
    Der Steuerungsauftrag wird ausgeführt, wenn das Panel einen Anlauf durchführt (Auswertung des Anlaufbits) und das Panel wieder eine Kommunikationsverbindung mit der Steuerung aufgebaut hat (Auswertung des Lebensbit).

Elemente des Funktionsbeispieles:

  Bild 2: Symboltabelle in STEP 7    

Der Funktionsbaustein (FB1) beinhaltet die oben aufgeführten drei Programmteile. Auf die Erzeugung eines globalen Datenbausteines wurde verzichtet. Die notwendigen Anwenderdatenbereiche wurden als statische Variablen des FB1 angelegt. Die Adressen der Anwenderdatenbereiche in ProTool zeigen dann auf den Instanzdatenbaustein des FB1.

Bild 3: Anlegen des Anwenderdatenbereichs 

Hinweise:
Weitere Informationen zu den Anwenderdatenbereichen und Steuerungsaufträgen finden Sie im Handbuch "Kommunikation für windowsbasierte Systeme" unter der BeitragsID 1145110.
Ein Programmbeispiel für die Überprüfung des Lebensbit finden Sie unter Beitrags-ID: 13987985.
Ein Programmbeispiel für das Ausführen des Steuerungsauftrag 51 finden Sie unter Beitrags-ID: 21362434

Das Beispiel enthält ein STEP 7 V5.1 Projekt mit einer CPU 315-2DP und einem Touch Panel TP 170B COLOR. Es wurde erstellt mit STEP 7 V5.1 SP6 und ProTool Pro CS V6.0 (STEP 7 integriert). Das Beispiel beinhaltet die beschriebene Funktionalität. Das STEP 7-Programm besteht aus einem Funktionsbaustein mit zugehörigem Instanzdatenbaustein, einer Funktion (Auswertung des Lebensbits) und dem aufrufenden Organisationsbaustein. Im Funktionsbaustein befindet sich die Auswertung des Anlaufbits, der Aufruf der Funktion (Auswertung des Lebensbits) und die Ausführung des Steuerungsauftrags 51 für die Bildanwahl im Panel.

last_pic.exe

Kopieren Sie die Datei "Last_pic.exe" in ein separates Verzeichnis. Das STEP 7 Projekt mit integriertem ProTool-Projekt wird automatisch mit allen dazugehörigen Unterverzeichnissen entpackt. Anschließend können Sie das entpackte Projekt mit dem SIMATIC Manager öffnen und bearbeiten.


Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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