Beitragstyp: FAQ, Beitrags-ID: 17053153, Beitragsdatum: 04.05.2004
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Anbindung eines Windows-basierten Panel an eine IM308C (SIMATIC S5) über PROFIBUS DP

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FRAGE:
Wie projektiere ich eine Verbindung zwischen der IM308C (SIMATIC S5) und einem Windows-basierten Panel über PROFIBUS DP?

ANTWORT:
Dieser Beitrag beschreibt die Anbindung eines Windows-basierten Panel (hier TP170B) über PROFIBUS DP an die SIMATIC S5 mit einer IM308C.

Beschreibung der Konfiguration der IM308C und des TP170B in COM PROFIBUS

  • Starten Sie "COM" Profibus über "Start > Programme > Siemens COM Profibus ".
  • Fügen Sie eine IM308C als DP-Master an den PROFIBUS DP-Strang an.



Bild 1: IM308C an PROFIBUS DP-Strang

  • Ergänzen Sie das Panel - hier ein TP170B - als DP-Slave am PROFIBUS DP.

Hinweis:
Falls das entsprechende Gerät in COM PROFIBUS nicht zur Auswahl steht, kopieren Sie die GSD-Dateien aus dem Pfad "LW:/ Siemens/ProTool/PLCProg/Gsd" in den Ordner "LW:/ Siemens/Cpbvx.x/gsd". Mit dem Menübefehl "GSD Dateien einlesen" werden die Dateien in COM PROFIBUS eingelesen.



Bild 2: TP170B an PROFIBUS DP-Strang

  • Über einen Doppelklick auf die Profibusteilnehmer können Sie die Profibusadresse der IM308C und des TP170B anpassen.



Bild 3: Anpassen der Profibusadressen

  • Öffnen Sie anschließend die Eigenschaften des TP170B per Doppelklick.
  • Über die Schaltfläche "Konfigurieren" werden die Peripherieadresseinstellungen für die Kommunikation mit der IM308C vorgenommen.
  • Klicken Sie auf "Modul...". In unserem Beispiel wurde die kleinstmögliche Konfiguration mit 32 Byte Eingängen und 22 Byte Ausgängen gewählt (Class B tiny). Beenden Sie den Dialog mit "Übernehmen" und "Schließen".



Bild 4: Eigenschaften des TP170B

  • Die Modulkonfiguration wird automatisch übernommen.
  • Ergänzen Sie die Eingangs- und Ausgangsbereiche, die für die Kommunikation nötig sind. Sie können hierbei die Anfangsadresse (z.B. P128 für Eingangs- und Ausgangsbereich) festlegen und dann über die Schaltfläche Autoadress das Ende des Adressbereichs automatisch berechnen lassen.

Achtung:
Der Eingangs- und Ausgangbereich für eine Kopplung mit einem Windows-basierten Panel kann ab der Adresse P128 festgelegt werden. Achten Sie bitte darauf, dass die Anfangsadresse des Eingangs- und Ausgangsbereichs immer identisch sind. Falls Sie nicht mit Autoadressierung arbeiten, müssen die Adressbereiche eines Windows-basierten Panel lückenlos aufeinander folgen!

Bild 5: E/A-Bereiche für die Kommunikation festlegen ( 12 KB )  

  • Beenden Sie die Dialoge mit "OK".
  • Die Busparameter des PROFIBUS DP können Sie über das Menü "Projektieren > Busparameter einstellen..." anpassen. In unserem Beispiel wurde das Busprofil "PROFIBUS DP" und eine Baudrate von 1500 kBaud verwendet.



Bild 6: Busparameter einstellen Beschreibung des S5-Programms

Für die Kommunikation zwischen dem Bediengerät und der SIMATIC S5 werden Funktionsbausteine benötigt. Diese Bausteine sind abhängig vom CPU-Typ, der verwendet wird. Die benötigten Bausteine finden Sie im ProTool-Installationspfad unter "LW:> Siemens > ProTool > PLC Prog > Simatic S5 > Deu >". Kopieren Sie diese Bausteine in Ihr STEP 5-Projekt.

In unserem Beispiel wurde eine S5-135U verwendet. Für diese CPU müssen die beiden Funktionsbausteine FB158 und FB159 verwendet werden.

  • Legen Sie den OB1 an.
  • Rufen Sie im OB1 den Kommunikationsbaustein FB158 absolut auf. Der FB158 besitzt drei Parameter. 
    • "PERA" steht für die Peripherieanfangsadresse (siehe Bild 5).
    • "BLEN" bedeutet Blocklänge und ist in unserem Beispiel 0, da Class B tiny verwendet wird.
    • Bei "CADB" ist ein DB anzugeben. FB158 nutzt diesen dann als Arbeitsspeicher. Die ersten 11 Worte des DBs werden zum Zwischenspeichern von Daten benötigt. Ab dem zwölften Wort kann der DB vom Anwender genutzt werden.



Bild 7: Aufruf des Kommunikationsbaustein FB 158

  • Übernehmen Sie die Einstellungen mit "F7".
    Achtung:
    FB159 ist nur ins AG zu übertragen werden und darf nicht vom Anwender aufgerufen werden!
  • Legen Sie den DB100 in ausreichender Länge an.
  • Einstellungen im ProTool-Projekt
    • Öffnen Sie Ihr ProTool-Projekt.
    • Wählen Sie in der linken Fensterhälfte "Steuerung" aus und doppelklicken Sie auf die im rechten Fenster angezeigte Steuerung.
    • Der Eigenschaftsdialog zum Parametrieren der Steuerungsanbindung öffnet sich.
    • Selektieren Sie als Steuerungsprotokoll "SIMATIC S5 DP".
    • Betätigen Sie die Schaltfläche "Parameter".
    • Tragen Sie die OP-Adresse (Profibusadresse des Panels) ein.
    • Wählen Sie als "Baudrate" Ihre voreingestellte Übertragungsgeschwindigkeit in COM PROFIBUS (hier "1500").
    • Geben Sie bei "Blocklänge" "Class B tiny" an.



Bild 8: ProTool-Steuerungsanbindung

Hinweis:
Nähere Informationen zur PROFIBUS DP-Kopplung eines Windows-basierten Panel an die SIMATIC S5 finden Sie im Kommunikationshandbuch "Kommunikation für Windows-basierte Systeme Teil 1" im Kapitel "PROFIBUS DP-Kopplung an SIMATIC S5" unter der Beitrags-ID: 1405528.