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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 17471561, Beitragsdatum: 18.08.2009
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Wie können Sie veränderte Parameterdaten als Variablenbereiche nullspannungsfest im CPU-internen EEPROM speichern?

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  • Betrifft Produkt(e)

Beschreibung
Nach Ablauf der Pufferzeit des Hochleistungskondensators (abhängig vom CPU-Typ) oder des Batteriemoduls (200 Tage) gehen die veränderten Parameterdaten verloren. Mit den Unterprogrammen aus der Operationsbibliothek dieses FAQs können Sie veränderte Parameterdaten während der Laufzeit als Variablenbereiche nullspannungsfest im CPU-internen EEPROM speichern (im Systemhandbuch ist das Abspeichern einer einzelnen Variable beschrieben).

Gültigkeit
Die in diesem FAQ verwendete Operationsbibliothek ist ab STEP 7-Micro/WIN Version 4.0 SP7 verwendbar.

Achtung
In der CPU darf (während des Hochlaufens) kein Speichermodul stecken, das einen DB (Datenbaustein) enthält. Steckt ein Speichermodul mit DB, liest die CPU statt des internen EEPROMs das Speichermodul aus und die gespeicherten Daten werden nicht korrekt zurück geschrieben.

Einbinden der Operationsbibliothek

  1. Speichern Sie den Download "store_to_eeprom.zip" auf Ihrem Computer.
  2. Entpacken Sie die Datei "store_to_eeprom.zip" in ein separates Verzeichnis.
  3. Starten Sie die entpackte STEP 7-Micro/WIN Bibliothek "store_to_eeprom.mwl" per Doppelklick.
  4. Im sich öffnenden STEP 7-Micro/WIN Dialogfeld  bestätigen Sie die Integration der Bibliothek.

Der hinzugefügte Ordner "EEPROM (v1.0)" enthält die Unterprogramme "EEPROM_Direct" und "EEPROM_Indirect".


Bild 01   

Verwenden der Unterprogramme

  1. Fügen Sie aus dem Ordner "EEPROM (v1.0)" das gewünschte Unterprogramm in Ihr Netzwerk ein.
  2. Belegen Sie die Ein- und Ausgänge des gewählten Unterprogramm-Aufrufs. Hinweise finden Sie in den Parametertabellen der Beispiele.

Stellen Sie durch eine entsprechende Beschaltungslogik sicher, dass der Trigger zur Programmausführung am Eingang "Start" für die Dauer der Ausführung 1 (high) bleibt.

Weitere Informationen finden Sie auch in den Kommentarfeldern der Unterprogramme.

Hinweis
Speichern Sie keine Daten mit hoher Frequenz auf dem EEPROM. Insgesamt sind typisch nur 100.000 Speicherzugriffe auf ein EEPROM möglich. Bei Überschreiten dieses Wertes wird die CPU defekt. Wenn Sie stündlich Werte auf das EEPROM speichern, hat das EEPROM eine zu erwartende Lebensdauer von 11-12 Jahren.

Beispiel direkte Adressierung der Anfangsadresse "EEPROM_direct"

 
Bild 02
 

Parameter Variablentyp Erklärung
EN BOOL Muss immer 1 sein (high)
Start BOOL Trigger zur Programmausführung, aktivieren durch steigende Flanke (0 ->1); muss 1 (high) bleiben bis BUSY-Bit 0 (low) wird
V_Start INT Absolute Angabe der Anfangsadresse, z. B. 200=VB 200
Lenght INT Anzahl der zu speichernden Bytes ab Anfangsadresse
Memory INT Temporärer Speicher für Unterprogramm
Busy BOOL Bearbeitungsstatus Status 1 (high), Programm in Bearbeitung
Done BOOL Fertigstatus 1 (high), Speichern erfolgreich beendet
Tabelle 01

Beispiel indirekte Adressierung der Anfangsadresse "EEPROM_indirect"


Bild 03
 

Parameter Variablentyp Erklärung
EN BOOL Muss immer 1 sein (high)
Start BOOL Trigger zur Programmausführung, wird durch steigende Flanke (0 ->1) aktiviert; muss 1 (high) bleiben bis BUSY-Bit 0 (low) wird
Address DWORD Pointer auf das erste Bit der Anfangsadresse (die Anfangsadresse wird in eine Variable des Typs DWORD eingelesen)
Lenght INT Anzahl der zu speichernden Bytes ab Anfangsadresse
Memory INT Temporärer Speicher für Unterprogramm
Busy BOOL Bearbeitungsstatus Status 1 (high), Programm in Bearbeitung
Done BOOL Fertigstatus 1 (high), Speichern erfolgreich beendet
Tabelle 02

Test des Programms
Löschen Sie nach dem Ausführen des Programms die Remanenz der V-Variablen und laden Sie die gespeicherten Daten in die CPU zurück.
 

Nr. Bemerkung
1 Löschen der Daten
Navigieren Sie über "Ansicht > Komponente > Systemdatenbaustein" ins Menü "Systemdatenbaustein" und dort in das Register "Remanente Bereiche".


Bild 04

Wählen Sie den Datenbereich aus und geben Sie die Anfangsadresse und den Startbereich ein. Klicken Sie auf  die Schaltfläche "Löschen". Die Werte im folgenden Bild sind Beispiele.

 
Bild 05

2 Laden der Daten
  • Schalten Sie die CPU aus.
  • Schalten Sie die CPU ein.

Beim Hochlaufen der CPU werden die gespeicherten Daten aus dem CPU-internen EEPROM in den Speicher geschrieben.

Tabelle 03

Weitere Informationen

  • Informationen zum Einfügen von Bibliotheken in STEP7-Micro/WIN finden Sie unter Beitrags-ID: 16689345.
  • Das SP7 von STEP 7-Micro/WIN V4.0 steht zum kostenlosen Download unter Beitrags-ID: 33005232 zur Verfügung.

Download

store_to_eeprom.zip ( 4 KB )

Suchbegriffe
SMB31, SMW32

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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