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Beitragstyp: Produktmitteilung Beitrags-ID: 18289010, Beitragsdatum: 29.01.2004
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PA & LF: SINAUT ST7sc V1.0, SCADA Connect Software

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  • Betrifft Produkt(e)

Das SINAUT ST7 System wird um das Softwarepaket SINAUT ST7sc ergänzt.
Dieses Paket ermöglicht den Anschluss von SINAUT ST7- und ST1-Stationen an Leitstellensysteme und sonstige Anwendungen, die als OPC-Client arbeiten können.

Das Softwarepaket SINAUT ST7sc wird hiermit in der Version 1.0 freigegeben und ist ab sofort ab Lager lieferbar.

Die wesentlichen Merkmale:

  • Das Softwarepaket SINAUT ST7sc ermöglicht den Anschluss von SINAUT ST7- und ST1-Stationen an Leitstellensysteme und sonstige Anwendungen, die als OPC-Client arbeiten können (z.B. iFIX von Itellution, InTouch von Wonderware oder RESY-PMC von repas AEG).
  • SINAUT ST7sc eignet sich auch für den Datenaustausch mit sonstigen Anwendungen über OPC, z.B. Matrikon mit Excel.
  • Der OPC-Datenaustausch erfolgt entweder synchron oder asynchron (änderungs­gesteuert).
  • Die Funktion "Item Buffering" verhindert Datenverlust bei Ausfall des OPC-Clients oder wenn die SINAUT-Stationen schneller Daten liefern, als über die OPC-Schnittstelle übergeben werden können.
  • SINAUT ST7sc übernimmt zusätzlich die Funktion einer Fernwirkzentrale. Eine separate SIMATIC S7 CPU für diese Funktion entfällt daher.
  • SINAUT ST7sc ist ablauffähig unter Windows 2000 und Windows XP.


Anwendungsbereich

Das SINAUT-System erlaubt die Vernetzung von SIMATIC-Stationen mit einer Leitstelle über WAN (Wide Area Network). Diese Leitstelle kann wieder eine SIMATIC-Station sein oder auch eine PC-basierte Leitstelle, z.B. WinCC mit dem Add-on SINAUT ST7cc.

SINAUT ST7sc bietet Herstellern von weiteren Leitstellensystemen die Möglichkeit, sich an SINAUT anzuschließen, ohne eine SINAUT-Schnittstelle integrieren zu müssen. Die Kommunikation erfolgt über OPC: SINAUT ST7sc bildet als OPC-Server die Schnittstelle zwischen dem SINAUT- und dem Leitstellensystem, das als OPC-Client angebunden wird.

Die OPC-Schnittstelle eignet sich auch für den Datenaustausch mit sonstigen Anwendungen, z.B. mit der Office-Applikation Excel.

Aufbau

  1. SINAUT ST7sc wird auf einem Windows PC installiert (Windows 2000 oder XP). Die OPC-Serverfunktion erlaubt die Anbindung von einer oder auch mehreren Client-Applikationen. Diese Clients sind entweder über ein geeignetes Kommunikationsmedium, z.B. Ethernet, mit dem Server verbunden, oder sie sind auf dem gleichen PC wie SINAUT ST7sc installiert.
  2. Der Anschluss von einem oder mehreren SINAUT ST7-Kommunikationsprozessoren TIM erfolgt über den MPI-Bus. Es können sowohl ST7- als auch ST1-Stationen an diesen TIMs angeschlossen sein (siehe Bild ST7scNetzbilddeu.pdf ( 121 KB ) ).
  3. 3. In einer dieser TIMs muss einen DCF77-Empfänger eingebaut sein. Diese TIM sorgt dann zentral für die Zeitsynchronisierung des ST7sc und aller Stationen. Eine Zeitsynchronisierung des SINAUT-Netzes von ST7sc aus ist nicht möglich.
    Außerhalb des Empfangsbereichs des DCF77-Uhrzeitsenders wird der Einsatz eines GPS-Empfängers empfohlen, der die lokale Zeit anhand des satellitenbasierten GPS-Systems (Global Positioning System) ermittelt.

Funktionen

ST7scBlockdiagrammdeu.pdf ( 88 KB )

Die SINAUT-Station erfasst die Prozessdaten entweder direkt von der Peripherie oder sie liest die Daten, die vom Anwenderprogramm bereitgestellt werden. Bei Änderung stellt das zugehörige ST7-Objekt ein SINAUT-Telegramm zusammen und überträgt dieses über das WAN an SINAUT ST7sc. Dort werden die empfangenen SINAUT-Telegramme dekodiert und entsprechend der Projektierung in den ST7sc-Variablenhaushalt abgelegt. Über das OPC-Server-Interface "Data Access" kann ein OPC-Client diese empfangenen Daten vom ST7sc-Variablenhaushalt lesen. Dies erfolgt entweder synchron, oder (empfohlen) asynchron, d.h. das OPC-Server-Interface übergibt die Daten nur dann, wenn sich im ST7sc-Variablenhaushalt Änderungen ergeben haben.

In umgekehrter Richtung kann der OPC-Client Daten, die an eine Station gesendet werden sollen (z.B. Befehle, Sollwerte, Parameter), über das OPC-Server-Interface auf den ST7sc-Variablenhaushalt schreiben. Diese werden bei Änderung von der SINAUT-Telegrammkodierung erfasst, in SINAUT-Datentelegramme gewandelt und über das WAN an die gemäß Projektierung festgelegte SINAUT-Station gesendet. Dort wird das zuständige SINAUT-Objekt die empfangene Information aus dem Telegramm entnehmen und diese, abhängig von der Projektierung in der Station, entweder direkt an die Peripherie oder an das Anwenderprogramm übergeben.

Eine Besonderheit des SINAUT-Systems ist die Eigenschaft, dass Prozessdaten gegen Verlust gesichert werden. Fällt beispielsweise die Verbindung von der Station zur Leitstelle aus, so speichert die Station vor Ort alle während des Ausfalls erfassten Datenänderungen mit Zeitstempel. Dabei können Verbindungsausfälle von mehreren Stunden oder gar mehreren Tagen ohne Datenverlust überbrückt werden. Damit diese in den Stationen gespeicherten Daten später auch sicher beim OPC-Client ankommen, enthält ST7sc das "Item Buffering"-Verfahren, das hilft Datenverlust auf dem Weg zum OPC-Client zu vermeiden:

  1. wenn das OPC " Data-Access"-Interface, das ein Prozessabbild darstellt, von den SINAUT-Stationen schneller aktualisiert wird als der Client es lesen kann;
  2. wenn der OPC-Client für kürzere oder längere Zeit nicht verfügbar ist, oder wenn die OPC-Kommunikationsstrecke ausfällt.


Während ST7sc normalerweise pro Item nur eine Speicher"zelle" anlegt, in der immer der letzte Zustand oder Wert des Items bereitgehalten wird, wird bei der Selektion des Item-Buffering-Verfahrens pro Item ein Puffer angelegt, in dem alle Änderungen des betreffenden Items mit Zeitstempel der Reihe nach gespeichert werden. Gespeichert wird solange, bis die einzelnen Änderungen an den Client übergeben werden konnten. Diese Übergabe erfolgt mit dem üblichen asynchronen Leseverfahren, das mit Quittierung arbeitet. Damit ist sichergestellt, dass Daten nur dann aus dem Item- Buffer gelöscht werden, wenn der Client den Empfang durch Quittierung bestätigt hat.

Neben der Nutzung des Standard-Verfahrens "Asynchrones Lesen" wird auch für das Einrichten des Item-Buffers auf Standard-OPC-Mittel zurückgegriffen: beim Anmelden einer Item-Gruppe, für die der Client das Item-Buffering-Verfahren aktivieren möchte, muss der betreffende Gruppenname lediglich mit dem @-Zeichen anfangen. Für alle Items dieser Gruppe richtet ST7sc dann automatisch den Item-Buffer ein.

Das Item-Buffering-Verfahren setzt eine HMI- oder SCADA-Applikation voraus, die zeitgestempelte Daten verarbeiten kann, und zwar auch dann noch, wenn der Zeitstempel schon mehrere Tage alt ist, z.B. nach einem längeren Verbindungsausfall.

Projektierung

Die Projektierung des ST7sc erfolgt mit Hilfe des ST7sc Config-Tool, das auf der ST7sc Software-CD mitgeliefert wird.

Die Dokumentation zu ST7sc und zum Config-Tool befinden sich ebenfalls auf dieser CD.

Technische Daten


Programmierung

- Offen und standardisiert;
OPC-Schnittstelle "Data Access Interface V2.05"

- Synchrones (IOPCSyncIO) und asynchrones (IOPCAsyncIO2) Lesen und Schreiben von Variablen über die Standard-Schnittstelle;
der Zugriff auf die Variablen des Item Buffers erfolgt über asynchrones Lesen

Protokolle

- DCOM-Protokoll

Betriebssysteme

- Windows XP Professional SP1

- Windows 2000 Professional SP1, 2, 3, 4

Projektierung

- ST7sc Config-Tool

Mengengerüst

  • 6 SINAUT-Stationen
  • 12 SINAUT-Stationen
  • mehr als 12 SINAUT-Stationen



Small license
Medium license
Large license


Bestelldaten

Bestell-Nr.

SINAUT ST7sc
Software zum Anschluß von SINAUT-Stationen an HMI-, SCADA- und Office-Applikationen über OPC;

Einzel-Lizenz für 1 Installation der Runtime-Software:

Runtime-Software, Projektierungs­software und elektronisches Handbuch auf CD-ROM; Lizenzschlüssel auf Diskette

deutsch/englisch


  • ST7sc S
    Kleine Lizenz für max. 6 SINAUT-Stationen


6NH7997-5CA05-0AA1

  • ST7sc M
    Mittlere Lizenz für max. 12 SINAUT-Stationen


6NH7997-5CA05-0AA2

  • ST7sc L
    Große Lizenz für mehr als 12 SINAUT-Stationen


6NH7997-5CA05-0AA3

  • ST7sc SM
    Lizenzerweiterung von
    ST7sc S auf ST7sc M
    (von 6 auf 12 Stationen)


6NH7997-5AA00-0AD2

  • ST7sc SL
    Lizenzerweiterung von
    ST7sc S auf ST7sc L
    (von 6 auf mehr als 12 Stationen)


6NH7997-5AA00-0AD3

  • ST7sc ML
    Lizenzerweiterung von
    ST7sc M auf ST7sc L
    (von 12 auf mehr als 12 Stationen)


6NH7997-5AA00-0AE3

Handbuch SINAUT ST7sc
Papierform für V1.0,
deutsch

englisch



6NH7998-5AA11

6NH7998-5AA21

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner in Ihrer Siemens-Niederlassung.

http://www3.ad.siemens.de/partner/index.asp

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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