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Beitragstyp: Produktmitteilung Beitrags-ID: 19129621, Beitragsdatum: 22.06.2004
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Probleme beim Analogausgang der S7-200 EM 235 Analogbaugruppe

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  • Betrifft Produkt(e)

Beim Hochlauf nach dem Einschalten der EM 235 Analogbaugruppe kann der DC +/-10 V Ausgang auf DC -10V gehen. Falls in Ihrer S7-200-Anlage der DC +/-10V Ausgang einer EM 235 Baugruppe verwendet wird, empfehlen wir dringend, eine der unten beschriebenen Abhilfemaßnahmen durchzuführen. Das Problem entsteht nur bei Anlagen in denen eine S7-200 CPU und eine EM 235 Analogbaugruppe (Bestellnummer: 6ES7 235-0KD22-0XA0) verwendet wird. Ältere EM 235-Baugruppen (6ES7 235-0KD20-0XA0 oder 6ES7 235-0KD21-0XA0) sind von diesem Problem nicht betroffen.



Problembeschreibung:

Wenn die EM 235 Analogbaugruppe nach dem Einschalten hochläuft, geht der DC +/-10V Ausgang auf DC -10V bis der Analogausgang zurückgesetzt wird (siehe Option 1 bei Lösungsmöglichkeiten unten). Das Problem entsteht bei Anlagen mit einer S7-200 CPU und einer EM 235 Analogbaugruppe (6ES7 235-0KD22-0XA0).

Die EM235 Baugruppe besitzt einen Analogausgabekanal, der wahlweise ein DC +/-10V Spannungssignal, oder ein 0 bis 20 mA Stromsignal liefert. Der Fehler entsteht nur bei der DC +/-10V Spannungsausgabe und nicht beim 0 bis 20 mA Stromausgang. 

Falls in Ihrer S7-200-Anlage der DC +/-10V Ausgang einer EM 235 Baugruppe (Bestellnummer: 6ES7 235-0KD22-0XA0) verwendet wird, empfehlen wir dringend, eine der unten beschriebenen Abhilfemaßnahmen durchzuführen.
 

Warnhinweis! 

Wird an eine Maschine oder Anlage mit einer S7-200-SPS die externe Spannungsversorgung angelegt, kann der Analogausgabekanal einer enthaltenen EM235-Baugruppe auf DC -10V gehen.

Falls Ihre Applikation auf die -10V-Ausgabe in unberechenbarer Weise reagieren kann, sodass Todesfolge, schwerer Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden nicht ausgeschlossen werden  können, sind unbedingt die Abhilfemaßnahmen dieser SIMATIC Aktuell durchzuführen.

 

Die EM 235-Baugruppe darf NICHT für Anwendungen mit DC +/-10V-Signalen verwendet werden, wenn die in dieser SIMATIC Aktuell beschriebenen Abhilfemaßnahmen nicht umgesetzt werden können.

Abhilfemaßnahmen:

Wir können Ihnen drei mögliche Abhilfemaßnahmen anbieten. Jede angebotene Lösung muß vom Anwender auf Durchführbarkeit geprüft werden. Wenn keine der angebotenen Lösungen machbar ist, darf die EM 235-Baugruppe nicht für eine Anwendung mit DC +/-10V-Signal verwendet werden.

Hinweis: Dieses Problem betrifft nur Applikationen, die den vollen Spannungsbereich der Analogbaugruppe nutzen (DC -10V bis +10V). Falls in Ihrer Maschine oder Anlage nur ein 0 bis 10V-Signal benötigt wird, dürften Sie nicht betroffen sein. 

Option 1: Falls das angesteuerte externe Gerät einen "Freigabeeingang" besitzt, sollten Sie folgende Steuerungssequenz einführen: Der Freigabeeingang des Gerätes darf erst freigegeben werden NACHDEM das CPU-Programm erstmals auf den Analogausgang der EM 235-Baugruppe geschrieben hat. Wird der Analogausgang der Baugruppe beschrieben bevor das externe Gerät freigegeben wird, dann ist der Baugruppenfehler beseitigt, bevor er wirksam werden kann. Nachdem der Analogausgang einmal beschrieben wurde, reagiert die EM235 nach Spezifikation.

Option 2: Falls das angesteuerte externe Gerät keinen "Freigabeeingang" besitzt und das auftretende -10V-Signal eine unerwünschte Wirkung bei Ihrer Maschine oder Anlage auslöst, empfehlen wir Ihnen die Verwendung einer EM 232-Analogaugabebaugruppe anstelle der EM 235-Baugruppe. Die beiden Kanäle der EM 232 bieten die gleiche Funktionalität wie die der EM 235-Baugruppe, aber ohne den Fehler. 

Option 3: Falls das angesteuerte externe Gerät ein 0 bis 20 mA Steuersignal nutzen kann, empfehlen wir dieses Signal zu verwenden. Beim 0 bis 20 mA Ausgang tritt der Fehler in der EM235 nicht auf.

Gegenspannungsschutz: 

Falls das angesteuerte externe Gerät durch ein -10V-Signal beschädigt werden könnte, empfehlen wir den Einbau einer Begrenzerdiode zwischen den [M] und [V] Anschlüssen der EM 235-Baugruppe. Dies verhindert eine negative Ausgangsspannung an der Baugruppe. Siehe das Bild unten.

Zusätzlicher Hinweis:

Das Problem tritt nur bei Anlagen mit einer S7-200 CPU und einer EM 235 Analogbaugruppe auf ( 6ES7 235-0KD22-0XA0). Ältere EM 235-Baugruppen (6ES7 235-0KD20-0XA0 oder 6ES7 235-0KD21-0XA0) haben das beschriebene Problem nicht.


Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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