Beitragstyp: FAQ, Beitrags-ID: 22407622, Beitragsdatum: 14.12.2005
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Wie kann der Diagnosepuffer in WinCC flexible zur Anzeige gebracht werden?

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Einleitung:
Unter WinCC flexible ist es nicht möglich, sich den S7-Diagnosepuffer wie unter ProTool über eine Funktion anzeigen zu lassen.
Die Funktion kann in der Regel durch die Funktion SFM (Systemfehlermeldungen) ersetzt werden.
Sollten Sie dennoch den S7-Diagnosepuffer benötigen, so zeigt folgender FAQ eine Möglichkeit auf, wie Sie dieses über den SFC51 realisieren können.
Mit dem SFC51 können Sie die S7-Meldenummern sowie den Zeitstempel an einem Bediengerät ausgeben.

Ansatz:
Der Diagnosepuffer wird mit SFC51 RDSYSST ausgelesen und in einem Datenbaustein in der CPU gespeichert. In einem mit WinCC flexible erstellten Bild wird der Inhalt des Datenbausteins angezeigt.

Randbedingung:
Das Beispielprogramm wurde erstellt mit STEP 7 V5.3 + SP1 und WinCC flexible 2004 SP1 HF1.
Die Verbindung zwischen CPU und PC (CP5611) erfolgt über die MPI-Schnittstelle.

Anleitung:
Um den Diagnosepuffer einer S7-3XX CPU unter WinCC flexible anzuzeigen, gehen Sie folgendermaßen vor:
 

Nr. Vorgehensweise
1 Laden Sie die Datei SFC51_3X.zip auf Ihren Projektierungsrechner. Entpacken Sie im SIMATIC Manager die Datei SFC51_3X.zip und speichern Sie das Projekt.
Das Projekt "SCF51_Diagnosepuffer_300" enthält ein Programm für eine CPU S7 315-2DP und eine MP370 Touch Projektierung (das Programm ist auch auf anderen S7-CPU´s ablauffähig).

Sfc51_3x.zip ( 3013 KB )

2 Übertragen der STEP 7 Bausteine:

Übertragen Sie die Bausteine OB1, FB1 und DB1 in die S7-Steuerung. Der SFC51 ist bereits in der S7-Steuerung vorhanden.

3 Öffnen der WinCC flexible Projektierung:

Öffnen Sie aus dem SIMATIC Manager die WinCC flexible Projektierung. ( Rechte Maustaste und "Objekt öffnen" bzw. über"Bearbeiten > Objekt öffnen").

4 Übertragung der WinCC flexible Projektierung:

Übertragen Sie die WinCC flexible Projektierung in das Bediengerät.
Wie ein Projekttransfer durchgeführt wird, entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Gerätehandbuch.

5 Funktionsbeschreibung:


Bild 01

Nach dem erstmaligen Aufruf der Seite befinden sich in den Feldern noch keine Einträge.
Durch betätigen der Taste "Diagnosepuffer aktualisieren" wird in der Steuerung ein Bit gesetzt.
Dieses Bit ruft im FB1 den SFC51 auf (Auslesen einer SZL-Teilliste oder eines SZL-Teillistenauszugs).

Der SFC51 ließt den Diagnosepuffer aus und schreibt die Daten in einen DB hinein. Diese Daten des DBs werden dann in dem Bild "S7 Diagnosepuffer lesen" zur Anzeige gebracht.

Mit den Tasten "Seite +" / "Seite -" , können Sie jeweils um fünf Diagnosemeldungen vor- und zurück scrollen.

Hinweise:

  • Es werden nur die Meldenummern sowie der Zeitstempel ausgegeben. (Kein Meldetext)
  • Der Diagnosepuffer wird nicht automatisch aktualisiert. Zur Aktualisierung der Daten ist es immer erforderlich die Taste "Diagnosepuffer aktualisieren" zu betätigen.

Hinweise:

  1. Die Anzahl der auslesbaren Diagnosemeldungen ist von der verwendeten CPU abhängig.
  2. Die Zuordnung der Ereignisnummern zu den Meldetexten ist unter Beitrags-ID: 1214574 beschrieben
  3. Die Parameter für SFC51 für die CPU S7-300 sind unter Beitrags-ID: 8861817 beschrieben.
  4. Die Parameter für SFC51 für die CPU S7-400 sind in der "Hilfe zum Kontext" im SIMATIC Manager beschrieben.

Um den Diagnosepuffer einer S7-400 CPU unter WinCC flexible anzuzeigen, kann sinngemäß wie oben beschrieben vorgegangen werden.
Das Beispielprojekt ist in der Datei  SFC51_4X.zip abgelegt

SFC51_4x.zip ( 3031 KB )