Beitragstyp: FAQ, Beitrags-ID: 23831082, Beitragsdatum: 15.11.2006
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Wie kann ein Anwenderobjekt im Prozessbild zur Runtime sichtbar bzw. unsichtbar geschaltet werden?

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Anleitung:
Ein Anwenderobjekt soll zur Runtime unsichtbar bzw. wieder sichtbar gemacht werden. Wird das Anwenderobjekt wieder sichtbar geschaltet, sollen nur diejenigen Einzelobjekte des Anwenderobjektes wieder sichtbar sein, die vor dem Unsichtbar-Schalten sichtbar waren. Einzelobjekte, die vor dem Unsichtbar-Schalten unsichtbar waren, sollen auch weiterhin unsichtbar sein. Mögliche Anwendungsfälle hierfür sind:

  • In einem Anwenderobjekt existiert ein Textfeld, welches den Messstellennamen im Prozessbild anzeigt. Die Anzeige dieses Textfeldes (Visible=TRUE/FALSE) wird in Abhängigkeit einer internen WinCC-Variablen gesteuert. Der Benutzer kann die Messstellennamen aller Anwenderobjekte im Prozessbild über eine separate Schaltfläche ein- und wieder ausblenden.
  • Das Anwenderobjekt enthält statische Elemente, z.B. einen Rahmen. Beim Einbau des Anwenderobjektes im Prozessbild entscheidet der Anwender, ob der Rahmen des Anwenderobjektes zur Runtime sichtbar oder unsichtbar sein soll.
  • Das Anwenderobjekt enthält Einzelobjekte, die nie zur Runtime angezeigt werden sollen.

Wird ein Anwenderobjekt neu generiert, dann wird vom System standardmäßig die Eigenschaft "[ANWENDEROBJEKT].Anzeige" angelegt. Dabei ist die Zeichenkette "[ANWENDEROBJEKT]" der Objektname des Anwenderobjektes im WinCC-Bild. Wird die standardmäßig generierte Eigenschaft "Visible" eines Anwenderobjekts benutzt, um es zur Runtime sichtbar bzw. unsichtbar zu schalten, dann werden beim Sichtbar-Schalten (Visible=TRUE) alle Einzelobjekte des Anwenderobjektes sichtbar - also auch einzelne Objekte im Anwenderobjekt, die normalerweise unsichtbar sein sollen. Grund dafür ist, dass beim Setzen der Eigenschaft "Visible" die Eigenschaft "Visible" für alle Einzelobjekte des Anwenderobjektes gesetzt wird.

In diesem Fall ist die Dynamisierung durch die standardmäßig generierte Eigenschaft "Visible" des Anwenderobjektes nicht geeignet. Die folgende Anleitung beschreibt, wie Sie die Schnittstelle eines Anwenderobjektes im Konfigurationsdialog projektieren, um das Anwenderobjekt zur Runtime sichtbar und unsichtbar zu schalten.

Voraussetzung:

  • Diese Anleitung setzt voraus, dass das Anwenderobjekt mit seinen Objekten bereits erzeugt ist. Es wird in diesem Beitrag nur auf die Konfiguration der Eigenschaft "Anzeige" im Konfigurationsdialog des Anwenderobjektes eingegangen.
  • Die Eigenschaft "Anzeige" der permanent unsichtbaren Objekte des Anwenderobjektes muss statisch auf "nein" gesetzt sein.
Nr. Beschreibung
1 Eigenschaft "[ANWENDEROBJEKT].Anzeige" löschen
Beim erstmaligen Erzeugen eines Anwenderobjektes wird standardmäßig die Eigenschaft "[ANWENDEROBJEKT] > Sonstige >Anzeige > [ANWENDEROBJEKT].Anzeige" angelegt.  Wählen Sie im Konfigurationsdialog des Anwenderobjektes im Objektbaum die oben genannte Eigenschaft und öffnen Sie mit der rechten Maustaste das zugehörige Kontextmenü. Wählen Sie den Eintrag "Löschen".


Bild 01

2 Eigenschaft "Anzeige" aller sichtbarer Objekte zuordnen
Ordnen Sie der Eigenschaft "[ANWENDEROBJEKT] > Sonstige >Anzeige >" des Anwenderobjektes die Eigenschaft "Anzeige" nur denjenigen Einzelobjekten zu, die auch zur Runtime angezeigt werden sollen. Achten Sie darauf, dass Sie die Eigenschaft "Anzeige" derjenigen Einzelobjekte, die permanent unsichtbar sein sollen, nicht in diese Eigenschaft des Anwenderobjektes aufnehmen. Sie können dann zur Runtime die Eigenschaft Anzeige" des Anwenderobjektes verwenden, um es sichtbar bzw. unsichtbar zu schalten.

Beispiel:
Das folgende Bild zeigt den Konfigurationsdialog eines Anwenderobjektes. In diesem Beispiel werden nur die Eigenschaften "Anzeige" der Einzelobjekte "OBJECT01", "OBJECT03" und "OBJECT05" auf die Eigenschaft "Anzeige" herausgeführt. Die Eigenschaften "Anzeige" der Einzelobjekte "OBJECT02" und "OBJECT04" sind statisch auf "nein" gesetzt.


Bild 02

Hinweis:
Es ist nicht zwingend notwendig, die standardmäßig erzeugte Eigenschaft "[ANWENDEROBJEKT] > Sonstige >Anzeige > [ANWENDEROBJEKT].Anzeige" zur Dynamisierung zu verwenden. Sie können für den Zweck des Sichtbar- und Unsichtbar-Schaltens auch eine neue benutzerdefinierte Eigenschaft erstellen und diese auf die beschriebene Weise verschalten.

Alternative Möglichkeiten:
Das Sichtbar- und Unsichtbar-Schalten eines Anwenderobjektes lässt sich auch wie folgt projektieren:

  • Die Eigenschaft "Anzeige" aller Einzelobjekte dynamisieren
    Führen Sie die Eigenschaft "Anzeige" für alle Einzelobjekte auf die Schnittstelle des Anwenderobjektes heraus. Sie müssen die Eigenschaft "Anzeige" für alle Einzelobjekte des Anwenderobjektes separat dynamisieren.
     
  • Die Eigenschaft "Anzeige" durch "Überdecken" mit einem zusätzlichen Bildobjekt realisieren
    Sie können ein zusätzliches grafisches Objekt (z.B. Rechteck) über dem Anwenderobjekt im Prozessbild platzieren, welches das Anwenderobjekt überdeckt. Schalten Sie das zusätzliche Objekt (z.B. Rechteck) sichtbar, wenn das Anwenderobjekt unsichtbar sein soll. Die Farben bzw. Eigenschaften des Rechteckes sollten an den Hintergrund des Prozessbildes angepasst sein. Schalten Sie das zusätzliche Objekt unsichtbar, wenn das Anwenderobjekt sichtbar sein soll.

    Hinweis:

    Sie können das zusätzliche grafische Objekt auch als zusätzliches Einzelobjekt im Anwenderobjekt realisieren. Achten Sie darauf, dass das zusätzliche Einzelobjekt alle anderen Einzelobjekte des Anwenderobjektes überdeckt. Führen Sie die Eigenschaft "Anzeige" des zusätzliches Einzelobjektes auf die Schnittstelle des Anwenderobjektes heraus und nutzen Sie diese, um das Anwenderobjekt sichtbar bzw. unsichtbar zu schalten.

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