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Siemens AG
Beitragstyp: Produktmitteilung, Beitrags-ID: 24368350, Beitragsdatum: 29.12.2006
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SIMATIC WinCC V6.2 ab sofort lieferbar (VF/LF)

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Ab sofort ist  SIMATIC WinCC V6.2  lieferbar. SIMATIC WinCC V6.2  ersetzt als eigenständiges Produkt und Vollversion die direkte Vorgängervariante  SIMATIC WinCC V6.0.  SIMATIC WinCC V6.2 kann als Upgrade sowohl von WinCC V5 als auch von WinCC V6.0 erworben werden. Die Version WinCC V6.0 SP4 als auch WinCC V6.0 SP2 bleiben für Anlagenerweiterungen weiterhin bestellbar. Im Rahmen des WinCC Comprehensive Supports erfolgt die Lieferung automatisch.




Inhaltsverzeichnis

1. Lieferfreigabe

2. Inhalte

3. Lizenzierung

4. Bestelldaten

5. Auslauferklärung SIMATIC WinCC V6.0 SP4

 

1. Lieferfreigabe

Neben den WinCC Basispaketen, werden folgende WinCC Optionen freigegeben, bzw. sind kompatibel mit SIMATIC WinCC V6.2:

  • WinCC/Server V6.2
  • WinCC/Redundancy V6.2

  • WinCC/User Archives V6.2

  • WinCC/Connectivity Pack V6.2

  • WinCC/Connectivity Station V6.2

  • WinCC/CAS V6.2

  • WinCC/IndustrialX V6.2

  • WinCC/Client Access License

  • WinCC/Client Access License pro Prozessor

  • WinCC/ODK V6.0 SP4

  • SIMATIC Logon V1.3 SP1 (Verträglichkeit mit WinCC V6.2)

  • WinCC/IndustriaDataBridge V6.1 (Verträglichkeit mit WinCC V6.2)

Für folgende WinCC Optionen, sowie die Asien-Variante wird es gesonderte Vertriebs-/Lieferfreigaben bzw. Vertriebsmitteilungen geben. Andere Versionen dieser Optionen sind nicht mit SIMATIC WinCC V6.2 lauffähig, bzw. verträglichkeitsgetestet:

  • WinCC/WebNavigator V6.2 (Beitrags-ID 24369567)
  • SIMATIC Maintenance Station(Beitrags-ID 24363298)

  • WinCC/DataMonitor V6.2 

  • WinCC/Audit V6.2

  • WinCC/ProAgent V6.0 SP4

  • SIMATIC WinCC V6.2 ASIA & Optionen

2. Inhalte

SIMATIC WinCC V6.2  bietet  neue Features sowohl für die Standard-Visualisierung als auch für die Optimierung der Produktion durch  Plant Intelligence.
Neuerungen bei bestehenden WinCC-Optionen und zusätzliche neue Optionen bauen die Funktionalität des Gesamtsystems weiter aus:

  • Ab sofort können Windows-Elemente wie Menüs und Symbolleisten in die Benutzeroberfläche der Runtime-Anwendung integriert werden.

  • Das Meldesystem verfügt über eine Funktion  Alarm-Hiding.  Durch gezieltes Ausblenden von Meldungen bei hohem Meldungsaufkommen lässt sich die Übersichtlichkeit speziell für den Einsatz in größeren Anlagen erhöhen.

  • Gleichzeitig wurde Microsofts aktuellstes Datenbanksystem Microsoft SQL Server 2005 integriert. Optional kann damit ein Central Archive Server zur zentralen Prozessdatenarchivierung mit bis zu 120000 Archivvariablen eingerichtet werden.

  • Ein Windows-Rechner kann auf Wunsch als Connectivity Station mit Zugriff auf aktuelle und historische WinCC-Daten in der Datenbank konfiguriert werden.

Darüber hinaus kann eine SIMATIC WinCC-Station, zusätzlich zu ihrer Aufgabe als Prozessvisualisierungs- und Bedienstation, jetzt auch als SIMATIC Maintenance Station zur effizienten Anlageninstandhaltung konfiguriert werden.

2.1 Runtime-Oberfläche mit Windows Look and Feel

Bei SIMATIC WinCC V6.2 können nun Windows-Objekte in die Visualisierungsoberfläche der Runtime-Applikation integriert werden. Damit kann der Bediener den Prozess über Windows-Oberflächen mit gewohnten Menüs und Symbolleisten visualisieren und bedienen.

Die Projektierung der Menüs und Symbolleisten erfolgt über einen eigenen Projektierungseditor.
Die Struktur der Menüs kann frei definiert werden. Für die Symbole (Icons) in der Symbolleiste können benutzerdefinierte Grafiken herangezogen werden. Diese neuen Oberflächenelemente können in WinCC-Bildern und Bildfenstern eingesetzt, “fixiert“ oder “verschiebbar“ angelegt, und wie bei Windows gewohnt bedient werden.
In diesem Zusammenhang können Textlisten zur Auswahl von Optionen jetzt auch als Combo-Boxen dargestellt werden.

Für die Oberfläche von WinCC können die angebotenen "Windows Themes" übernommen werden. Sowohl das Layout der Editoren in CS als auch die Projekt-Oberfläche in Runtime können an diese angepasst werden. Für unterschiedliche Projekte können so projektspezifische Benutzeroberflächen erzeugt werden.

2.2 Ausblenden von Meldungen (Alarm Hiding)

Highlight des erweiterten Meldesystems ist die verbesserte Übersichtlichkeit bei der Meldungsdarstellung und  -bedienung durch  Alarm Hiding. Mit der Funktion “Alarm Hiding“ unterdrückt der Bediener unwichtige Betriebsmeldungen bei der Bildschirmanzeige, wobei die Meldungen im Hintergrund weiter archiviert werden. Dabei kann  die “Ausblendliste“ jederzeit eingesehen werden und per Selektion einzelne oder alle Meldungen wieder einblendet werden.

Das Ausblenden von Meldungen kann auch automatisch erfolgen. Je nach aktuellem Anlagenzustand (z.B. Betrieb, Reinigung, Wartung) können weniger relevante Meldungen automatisch ausgeblendet werden.

2.3 Neue Funktionalitäten in der Kurvendarstellung

Die neuen Funktionalitäten im WinCC Online Trend Control runden das Systemverhalten ab.

Reportfunktion über CSV-Export

Das WinCC Online Trend Control bietet mit der neuen Schaltfläche "Report speichern" eine schnelle und komfortable Export-Möglichkeit der aktuellen Kurvendaten. Die angezeigten Kurvendaten werden als "Snapshot" in eine CSV-Datei übertragen und können in Excel weiter verarbeitet werden.

Bei der Anzeige von mehreren Kurven in einem Control bietet WinCC neue Möglichkeiten, die Übersichtlichkeit zu erhöhen:

  •  In einem einzigen Kurvenfenster können gleichzeitig sowohl archivierte Werte als auch Online-Werte angezeigt werden.
  • Prozesswerte können im Kurvenfenster skaliert dargestellt werden.
  • Die Anzeige der Y-Achse kann automatisch auf die Skala der ausgewählten Kurve reduziert werden.
  • Beim Vergleich von Kurven ist die Farbe der gemeinsamen X-Achse beliebig wählbar.

2.4 Erweiterungen im Redundanzkonzept

Mit neuen Funktionen wurde das Redundanzkonzept abgerundet und dadurch höhere Sicherheit in redundanten WinCC Projekten erreicht:

Redundante Meldeanzeige / -archivierung

Meldungen werden vollständig synchronisiert. Der Abgleich umfasst jetzt alle Elemente einer Meldung, so dass mit WinCC V6.2 auch folgende Elemente abgeglichen werden:

  • Quittierung

  • Meldelisten

  • Status

  • Kommentare

Interne Variablen

Interne Variablen können genauso wie Prozessvariablen vollständig abgeglichen werden.

Erhöhte Ausfallsicherheit

Für den Abgleich der Rechner-Stati wurde bisher eine serielle Rechnerkopplung zwischen den redundanten Servern empfohlen. Bei WinCC V6.2 muß beim Einsatz der Option Redundanz eine zweite Rechnerkopplung eingerichtet werden. Diese muß jedoch nicht mehr seriell sein, sondern kann auch über Ethernet erfolgen. Dies ermöglicht den Einsatz der Rechnerkopplung auch über größere Distanzen.

2.5 Weitere Neuigkeiten

SQL Server 2005

Mit Integration des Microsoft SQL Server 2005 SP1 setzt WinCC auf die aktuellste Microsoft Datenbank auf. Aufbauend auf die Stärken von SQL Server 2000 bietet SQL Server 2005 eine integrierte Lösung zur Datenverwaltung und zur Analyse.

Projektbezogener Zugriffsschutz

Der in STEP 7 integrierte Zugriffsschutz kann jetzt auch für WinCC-Projekte eingesetzt werden. Die Zugriffsberechtigungen werden im SIMATIC Manager eingerichtet.

Betrieb mit Firewall und Virenscannern

Um die Sicherheit im laufenden Betrieb zu erhöhen, ist WinCC V6.2 jetzt für den Einsatz mit eingeschalteter Windows-Firewall ausgelegt.

Zusätzlich zu Symantec AntiVirus Corporate Edition, Trend Micro ServerProtect und Trend Micro OfficeScan NT ist jetzt auch der McAffee-Virenscanner zugelassen. Weitere Informationen finden Sie in den Release Notes von WinCC im Kapitel "Hinweise zum Betrieb".

SIMATIC Logon

Ab WinCC V6.2 wird SIMATIC Logon auch an WinCC Clients mit und ohne eigenem Projekt unterstützt.

Transparenter Ole-DB Zugriff

Mit der Option Connectivity Pack ist ein Zugriff auf WinCC Daten über OPC A&E, OPC HDA und Ole-DB möglich. Mit Connectivity Pack V6.2 ist es möglich von einem Client mit eigenem Projekt auch über Ole-DB auf die WinCC-Server Daten zuzugreifen. Für Prozeßwerte erfolgt dieser Zugriff transparent, d.h. die angeforderten Prozessdaten werden aus den Archivdatenbanken automatisch zusammengestellt - unabhängig von der aktuellen Verteilung der Daten durch Redundanz oder zentrale Archivierung.

Erweiterungen beim Projekthandling mit SIMATIC NCM PC oder SIMATIC Manager

Auf der beigefügten SIMATIC NET CD ist als zentraler  Bestandteil auch das Produkt SIMATIC NCM PC enthalten. Seit WinCC V6.0 SP4 ist die Nutzung von SIMATIC NCM PC freigegeben. Dies ermöglicht ein deutlich verbessertes Handling von WinCC-Projekten ohne ein Vorhandensein von STEP 7.  Mit SIMATIC NCM PC können WinCC-Projekte auf die entsprechenden Zielsysteme geladen werden. Auch für redundante Systeme besteht somit eine komfortable Möglichkeit, die Zielsysteme zu laden.

Unabhängig davon, ob SIMATIC NCM PC oder SIMATIC Manager eingesetzt wird ist das Konzept der Applikationsreferenzen erweitert worden. Bisher konnten WinCC-Einzelplatzprojekte auf mehrere Rechner geladen werden ohne das WinCC-Projekt zu duplizieren. Dies ist mit WinCC V6.2 jetzt auch für Client-Projekte möglich. Das Projekt muß also nur einmal gepflegt werden und kann dann zentral auf alle Clients geladen werden.

2.6 Neue Optionen

2.6.1 WinCC /Central Archive Server (CAS)V6.2

Für die zentrale Prozeßdatenarchivierung und Auswertung können mit der neuen Option CAS die Archivdaten aller im System vorhandenen Server auf einen Rechner ausgelagert werden. Für die Anzeige und Analyse ist der Datenzugriff transparent und u.a. über die Standard WinCC-Clients weiterhin möglich. Für die Clients ist dabei unerheblich, ob die Daten sich noch auf dem WinCC Server oder bereits auf dem CAS befinden.

Sowohl Prozeßwert- als auch Meldearchive werden auf den einzelnen WinCC-Servern angelegt und nach Abschluß einzelner Datenbanksegmente auf den CAS übertragen. Durch "Store&Forward" werden auch bei Netzwerkunterbrechungen zwischen dem WinCC Server und dem CAS die Daten sicher übertragen, sobald das Netzwerk wieder funktionsfähig ist.

WinCC /CAS V6.2 beinhaltet alle Lizenzen für den zentralen Archivserver inklusive 1500 Archivvariablen. Die Anzahl der Archivvariablen kann über Powerpacks bis auf 120000 erhöht werden.

WinCC /CAS V6.2 ist dreisprachig (Deutsch, Englisch und Französisch).

2.6.2 WinCC /Connectivity Station V6.2

Für einen einfachen Zugriff von externen Rechnern auf Archivdaten, ebenso wie auf aktuelle Prozeßwerte und Meldungen ist die Connectivity Station konzipiert worden. Die Connectivity Station ist eine Erweiterung des heute bereits verfügbaren Connectivity Packs.

Im Gegensatz zum Connectivity Pack ist auf einer Connectivity Station die Installation einer WinCC Runtime nicht nötig. Die Connectivity Station bietet OPC Schnittstellen sowie einen Ole-DB Provider, über die auf WinCC-Serverdaten zugegriffen werden kann. Der transparente Zugriff stellt die angeforderten Prozessdaten aus den Archivdatenbanken automatisch zusammen. Für die Client-Software ist es somit unerheblich, ob die Daten von einem bestimmten Server, seinem redundanten Partner oder gar vom CAS gelesen werden. Unterstützte Schnittstellen sind OPC DA, OPC A&E, OPC HDA sowie Ole-DB für Prozeßwerte.

Die Connectivity Station wird auf einem NCM-PC oder im SIMATIC Manager projektiert.

2.6.3 SIMATIC Maintenance Station

Darüber hinaus kann eine SIMATIC WinCC-Station, zusätzlich zu ihrer Aufgabe als Prozessvisualisierungs- und Bedienstation, jetzt auch als SIMATIC Maintenance Station zur effizienten Anlageninstandhaltung konfiguriert werden.

Informationen entnehmen Sie bitte der separaten Vertriebs-/Lieferfreigabe. (Beitrags-ID 24363298)

2.7 Softwarevoraussetzungen

WinCC V6.2 ist für folgende Betriebssysteme freigegeben:

  • Windows XP Professional Service Pack 2 (Client / Einzelplatz)

  • Windows 2000 Professional Service Pack 4 (Client / Einzelplatz)

  • Windows Server 2003 Service Pack 1 (Client / Einzelplatz / Server)

  • Windows Server 2003 R2 (Client / Einzelplatz / Server)

Die Freigabe von Windows 2000 Server wird separat nach erfolgtem Test kommuniziert.

2.8 Hardwarevoraussetzungen

WinCC V6.2 benötigt gegenüber WinCC V6.0 leicht erhöhte Hardwarevoraussetzungen. Die wichtigsten Daten sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:

 

 

Minimal

Empfohlen

CPU

Client: Intel Pentium III, 600 MHz
Einzelplatz: Intel Pentium III, 1 Ghz
Server: Intel Pentium III, 1 Ghz
Zentraler Archivserver: Intel Pentium IV, 2 GHz

Client: Intel Pentium III, 1 GHz
Einzelplatz: Intel Pentium IV, 2 GHz
Server: Intel Pentium IV, 2 GHz
Zentraler Archivserver: Intel Pentium IV, 2,5 GHz

Hauptspeicher/ RAM

Client: 512 MByte
Einzelplatz: 512 MByte
Server: 1 GByte
Zentraler Archivserver: 1 GByte

Client: 512 MByte
Einzelplatz: > 1 GByte
Server: >
1 GByte (1024 MByte)
Zentraler Archivserver:
>= 2 GByte

Weitere Anforderungen  an die Hardware entnehmen Sie bitte der Produktdokumentation.

3. Lizenzierung

Soll eine vorhandene WinCC-Anlage hochgerüstet werden, wird ein Upgrade benötigt. Je nach Vorversion werden zwei verschiedene Upgrades angeboten: von WinCC V5.x auf V6.2 sowie von V6.0 auf V6.2.
In WinCC V6.2 wird der Automation License Manager (ALM) V3.0 mit neuen License Keys eingesetzt. Wenn auf einem Rechner noch eine ältere Version des ALM installiert ist, werden die WinCC V6.2 Lizenzen nicht angezeigt.

Neuerungen bei Archivlizenzen

Für Archivlizenzen ist ab WinCC V6.2 der neue Lizenz-Typ "Count-Relevant" eingeführt worden. Dies erlaubt eine wesentlich feingranularere Staffelung der Lizenzen. Wenn in einem WinCC-Projekt z.B. sowohl eine Lizenz für 1.500 Archivvariablen als auch eine Lizenz für 5.000 Archivvariablen eingesetzt werden, dann stehen auf diesem Rechner insgesamt 6.500 Archivlizenzen zur Verfügung.
Die frei im Lieferumfang der Basispakete enthaltenen 512 Archivvariablen werden hingegen nicht aufaddiert.

4. Bestelldaten

Bestelldaten WinCC V6.2 ( 25 KB )

5. Auslauferklärung SIMATIC WinCC V6.0 SP4

Mit Liefereinsatz von SIMATIC WinCC V6.2 wird SIMATIC WinCC V6.0 SP4 in den Auslauf überführt. Das bedeutet, dass die davon betroffenen Produkte nicht mehr im Katalog aufgeführt sind, jedoch noch mindestens 1 Jahr lang lieferbar sind.

Bis auf weiteres, mindestens bis 30.09.07 bleibt auch WinCC V6.0 SP2 lieferbar. 

Liste der betroffenen MLFBs ( 19 KB )

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