Beitragstyp: FAQ, Beitrags-ID: 27202055, Beitragsdatum: 13.12.2007
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Wie kann vorgegangen werden, wenn Alarme zur Runtime nicht angezeigt werden?

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  • Betrifft Produkt(e)

Anleitung:
In der folgenden Tabelle werden mögliche Ursachen gezeigt, wenn projektierte Alarme zur Runtime nicht angezeigt werden.
Dabei wird von folgenden Voraussetzungen ausgegangen:

  • Die Kopplung von WinCC zur entsprechenden Steuerung funktioniert.

  • Es werden nur Meldungen innerhalb des WinCC Alarm Controls nicht angezeigt. Sonstige Anzeigen innerhalb der Prozessbilder funktionieren.

  • Bei WinCC-Clients sind die notwendigen Serverdaten (Packages) erfolgreich geladen.

Nr. Beschreibung
1 Die maximale Anzahl an Meldungen im Alarm Control ist erreicht
Die Anzeige im WinCC Alarm Control ist aus Performance-Gründen auf 1000 Meldungen begrenzt. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass sich nur 1000 Meldungen im Archiv befinden, was aber nicht der Realität entspricht. Es werden im Regelfall die jüngsten 1000 Meldungen angezeigt. Weitere Informationen dazu und mögliche Maßnahmen zur Abhilfe finden Sie im Beitrag mit der Beitrags-ID 1957448.
2 Es ist ein Filter im Alarm Control gesetzt.
Das WinCC Alarm Control bietet die Möglichkeit, Filterbedingungen zu definieren, damit zur Runtime nur ausgewählte Meldungen angezeigt werden. Weitere Hinweise zur Filterung von Meldungen innerhalb des WinCC Alarm Controls finden Sie in Beitrags-ID 5668269.

Um einen möglichen Filter im Alarm Control auszuschließen, können Sie zur Runtime alle Filterbedingungen rücksetzen. Sie können dazu wie folgt vorgehen:

  • Betätigen Sie zur Runtime in der Menüleiste des WinCC Alarm Controls die Schaltfläche "Selektions-Dialog öffnen". Wenn die Schaltfläche "Selektionsdialog" nicht vorhanden ist, können Sie diese im Dialog "Eigenschaften von WinCC Alarm Control" im Register "Symbolleiste..." aktivieren.
  • Betätigen Sie im Dialog "Selektion festlegen" die Schaltfläche "Selektion löschen".
  • Beenden Sie den Dialog mit der Schaltfläche "OK".

Hinweis:
Durch diese Maßnahme werden ggf. wirksame Filterbedingungen temporär rückgesetzt, das heißt nach einem erneuten Aufruf des Bildes sind die projektierten Einstellungen des WinCC Alarm Controls wieder wirksam. Voraussetzung dafür ist, dass die Optionen zur "Persistenz" beim Löschen der Selektion nicht angewählt sind.

3 Die Serverauswahl im WinCC Alarm Control filtert Meldungen bestimmter Server
Das WinCC Alarm Control bietet die Möglichkeit, nur die Meldungen von ausgewählten Servern anzuzeigen. Die Einstellung dafür nehmen Sie während der Projektierung des WinCC Alarm Controls im Dialog "Eigenschaften von WinCC Alarm Control" im Bereich "Serverauswahl" vor. Kontrollieren Sie, ob das Auswahlfeld "Alle Server" angewählt ist oder die notwendigen Serverpackages in der Auswahlliste eingetragen sind.
4 Der Standardserver ist beim Client nicht festgelegt
Die Bedienmeldungen können auf einem Client nicht erzeugt werden, wenn auf dem Client kein Standardserver definiert ist.

Hinweise zur Projektierung des Standardservers finden Sie im WinCC Information System unter "Konfigurationen > Verteilte Systeme > Client Projektierung > So projektieren Sie einen Standardserver".

5 Die Meldevariable und das Meldebit werden gar nicht oder mehrfach verwendet
Die Meldevariable und das Meldebit müssen im Alarm Logging paarweise eindeutig vergeben werden. Dies ist nur für das Bitmeldeverfahren von Bedeutung, da die Meldungen beim zeitfolgerichtigen Meldeverfahren durch den OS-Übersetzungsvorgang im Alarm Logging angelegt werden.

Hinweise:

  • Das gilt auch für die Zustandsvariable und Zustandsbit sowie der Quittiervariablen und Quittierbit.
  • Dieser Fehler kann z.B. während der Projektierung auftreten, wenn Meldungen kopiert aber die entsprechenden Variablen nicht angepasst werden.
  • Beachten Sie, dass Sie Meldungen mit dem WinCC-Meldeverfahren "Analogwertmeldung" (Grenzwertüberwachung) nachträglich keiner Meldevariablen zuordnen. Der Dialog zum Erstellen einer Analogwertmeldung verhindert zwar die doppelte Verwendung einer Meldenummer durch das Bitmeldeverfahren und der Analogwertmeldung, jedoch ist es prinzipiell möglich, eine Analogwertmeldung nachträglich einer Meldevariablen zuzuordnen.

Meldungen, die ein Meldebit verwenden, das bereits in anderen Meldungen verwendet wird, werden in der Regel zur Runtime nicht angezeigt. Es wird in diesem Fall nur die Meldung mit der kleinsten Meldenummer angezeigt.

Der Editor Alarm Logging bietet keine Überprüfung auf eine eventuelle Mehrfachbelegung der Melde-, Zustand- und Quittierbits. Sie können dennoch eine Überprüfung der Mehrfachbelegung vornehmen:

  • Exportieren Sie die projektierten Meldungen Meldungen
    Rufen Sie dazu im Editor Alarm Logging den Menübefehl "Meldungen > Einzelmeldungen exportieren..." auf und führen Sie einen Export der Meldungen aus.
  • Bearbeiten Sie die exportierten Meldungen z.B. mit einem geeigneten Textverarbeitungsprogramm (z.B. MS Excel). Beitrags-ID 27005327 stellt ein Excel-Makro zur Verfügung, das eine Konsistenzprüfung bezüglich Melde-, Quittier- und Zustandsvariablen durchführt.
6 AS/OS-Übersetzen und Laden
Werden nur zeitfolgerichtige Meldungen zur Runtime nicht angezeigt, kann es genügen, sowohl die Steuerung als auch die OS-Station zu übersetzen und zu laden.

Fehlerdetails
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