Beitragstyp: FAQ, Beitrags-ID: 28531852, Beitragsdatum: 01.04.2011
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Welche Lösungsangebote gibt es, um mit unterschiedlichen WinCC flexible Versionen zu arbeiten?

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Konfigurationshinweis:
Unabhängig davon welche Software auf einem System installiert ist, können unterschiedliche Softwareversionen in der Regel nicht auf einem System installiert werden.
Des Weiteren erlauben nicht alle Branchen ohne weiteres eine Hochrüstung des Zielsystems. Sie geben fest definierte Softwareversionen vor.
Am Beispiel von WinCC flexible werden nachfolgende Fragen näher betrachtet.

  1. Welche Möglichkeiten gibt es, um zeitnah mit unterschiedlichen WinCC flexible Versionen arbeiten zu können?
  2. Wie können ältere Projekte nachträglich bearbeitet werden, ohne Sie auf den neuen "Softwarestand" abspeichern zu müssen?
  3. Gibt es eine Möglichkeit, neu erstellt Projekte als eine bestimmte Projektversion abzuspeichern?
  4. Was ist beim Hochrüsten der Anlage (Projekttransfer auf das Panel bzw. PC-Runtime) zu beachten?  

Hinweise:

  • Bevor Sie ein älteres Projekt bearbeiten, legen Sie sich von dem Projekt eine Sicherungskopie an.
  • Wenn Sie ein bestehendes WinCC flexible Projekt mit einer neueren WinCC flexible Version öffnen, wird automatisch eine Backup-Datei erstellt (siehe Beitrags-ID: 21896449):
  1. Welche Möglichkeiten gibt es, um zeitnah mit unterschiedlichen WinCC flexible Versionen arbeiten zu können?
Nr. Möglichkeiten
1 Einsatz eines zweiten Projektierungsrechners.
Sie setzen mehrere Projektierungsrechner mit unterschiedlichen Softwareversionen ein:
2 Einsatz eines Dual-Boot-Systems.
Auf einem PC sind mehrere Boot-Partitionen eingerichtet, auf denen jeweils unterschiedliche Softwareversionen installiert sind.
3 Verwendung eines z.B. Ghost-Images.
Je nach dem welche Softwareversion genutzt werden muss, wird die entsprechende Imagedatei auf den PC installiert.
4 Verwenden einer "Virtuellen Maschine" (z.B. VMware Workstation).
Mit dieser Software lassen sich auf einem Computer mittels Virtualisierung mehrere Betriebssysteme gleichzeitig nutzen.
Auf jeder "Virtuellen Maschine" wird dann die entsprechende Softwareversion installiert.

Hinweis:
Der Einsatz der SIMATIC Software in einer "virtuellen Maschine" ist nicht Systemgetestet. Es erfolgt keine Unterstützung beim Einsatz der Software seitens der SIEMENS AG.
Beim Einsatz von "VMware" sind die entsprechenden Lizenzbestimmungen der Fa. Microsoft zu beachten.

  1. Wie können ältere Projekte nachträglich bearbeitet werden, ohne Sie auf den neuen "Softwarestand" abspeichern zu müssen?
Nr. Vorgehensweise
1 Wenn Sie ein WinCC flexible Projekt mit einer neueren WinCC flexible Version öffnen, erhalten Sie zunächst eine Hinweismeldung, dass die aktuelle Projektierung mit einer Vorgängerversion von WinCC flexible erstellt worden ist.
Nach dem Bestätigen dieser Meldung wird das Projekt automatisch auf die aktuelle Version konvertiert. Von der "Vorgängerversion" wird zusätzlich eine Sicherungskopie erstellt.
Sie können anschließend die Projektierung bearbeiten und die Projektierung über den Menüpunkt "Projekt > Speichern als Version" abspeichern. Weitere Informationen finden Sie unter Beitrags-ID: 33934262 .

Hinweise:

  • Sie können die Projektierung nur um eine Version niedriger (n-1) als Projektdatei abspeichern. Es kann keine "(n-1)" Runtime-Datei generiert und auf das Zielgerät übertragen werden.
  • Wenn Sie Funktionen verwenden, die nur in der neueren Version unterstützt werden, dann können diese Funktionen nicht konvertiert werden.
  • Zum Übertragen der (n-1)Version auf das Panel benötigen Sie eine WinCC flexible "n-1" Installation mit der Sie die "gespeicherte Version" öffnen und generierenkönnen.
  1. Gibt es eine Möglichkeit neu erstellt Projekte als eine bestimmte Projektversion abzuspeichern?
Nr.  Vorgehensweise
1 Sie können neu erstellte Projekte über den Menüpunkt  "Projekt > Speichern als Version" abspeichern.
Beachten Sie, dass Sie die Projektierung nur um eine Version niedriger (n-1) als Projektdatei abspeichern können. Es kann keine "(n-1)" Runtime-Datei generiert und auf das Zielgerät übertragen werden. 
  1. Was ist beim Hochrüsten der Anlage (Projekttransfer auf das Panel bzw. PC-Runtime) zu beachten?
Nr. Vorgehensweise
1 Betriebssystemupdate (Panels):
Für jedes Bediengerät gibt es, in Abhängigkeit der verwendeten WinCC flexible Version, vorgegebene Versionen der Image-Datei (Betriebssystem-Version).
Bevor eine Projektierung auf ein Bediengerät übertragen wird, überprüft das System, ob auf dem Bediengerät die richtige Version des Betriebssystems vorhanden ist.
Stimmt die auf dem Bediengerät vorhandene Image-Version nicht mit der verwendeten WinCC flexible Version überein, erhalten Sie eine Hinweismeldung, dass Sie zunächst ein OS Update durchführen müssen.
Wie ein OS Update durchgeführt wird, finden Sie unter der Beitrags-ID: 19701610
Eine Übersicht über die zusammengehörigen Image-Versionen von WinCC flexible und den diversen Bediengeräten finden Sie unter der Beitrags-ID: 21742389.

Hinweise:

  • Ein OS Update überschreibt alle internen Anwenderdaten auf dem Panel
    (Rezepturen; Passwörter, Lizenzen und OS-Einstellungen).
    Wenn Sie z.B. Rezepturen oder Passwörter Online am Panel verändert/bearbeitet haben, können Sie diese mit der Software "ProSave" sichern und nach dem durchgeführten OS Update wieder auf das Panel übertragen.
    Zum Sichern der Lizenzen verwenden Sie den "Automation License Manager".
  • Durch die Übertragung der richtigen Image-Version, können Sie das Bediengerät immer an die entsprechende WinCC flexible Version anpassen.
2 Betriebssystemupdate (Panel PCs / PC-Runtime Systeme):
Für Panel PCs bzw. PC-Runtime Systeme gibt es keine speziellen Image-Dateien.
Bei diesen Systemen müssen Sie jeweils die entsprechende WinCC flexible Runtime Software installieren. Des Weiteren ist die Runtime-Lizenz an die jeweilige Version anzupassen.
3 Allgemeine Hinweise:
  • Maschinenstillstandzeiten:
    Berücksichtigen Sie, dass ein OS Update mehrere Minuten in Anspruch nimmt (abhängig vom Panel) und das die anschließende Übertragung der Projektierung beim ersten Mal mehr Zeit in Anspruch nimmt.
  • Einstellungen am Panel:
    Nach einem OS Update müssen Sie diverse Einstellungen wie z.B. Transfereinstellungen neu eingestellt werden.
    Bei Touch-Panels sollten Sie eine Kalibrierung vornehmen.
    (Control Panel > OP > Touch > Recalibrate)
  • Notwendige Kabel:
    Kontrollieren Sie im Vorfeld, welche Kabelverbindung Ihr Panel unterstützt
    (siehe Beitrags-ID: 19109408)
    Wenn Sie eine VMware verwenden, ist eine Verbindung über einen z.B. CP5512 oder CP5611 nicht möglich (die CPs werden von der VMware nicht unterstützt).
    In diesem Fall müssen Sie die Übertragung der Projektierung via einem seriellen Kabel, einem USB-Kabel (siehe Beitrags-ID: 19142034) bzw. einem Ethernetkabel (gekreuztes Kabel) durchführen (siehe Beitrags-ID: 23800567).
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