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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 291495, Beitragsdatum: 20.07.2021
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Wie werden die Variablen in den temporären Lokaldaten abgelegt?

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  • Betrifft Produkt(e)
Nachfolgend erläutern wir Ihnen die Lokaldatenadressierung bei der S7-300/S7-400.

Beschreibung
Die L-Stack Adressierung beginnt immer bei der Adresse "0". Für jeden Baustein werden auf dem L-Stack Bytes reserviert, was der Anzahl der statischen Daten bzw. Lokaldaten entspricht. Wird ein Baustein beendet, so wird dessen Bereich wieder freigegeben.

Der Pointer zeigt immer auf das erste Byte des aktuell geöffneten Bausteins. Nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen ein Beispiel:
 

Ablaufebene  L-Stack
in Byte 
Pointer 
 
Aufruf OB1 (mit 20 statischen [fest] und 10 zusätzlichen Lokaldaten)
300
 
Aufruf FC1 (mit 30 Lokaldaten) 30 Bytes (OB1) +30 Bytes (FC1)
6030
 Aufruf FC10 (mit 20 Lokaldaten)
60 Bytes (OB1 + FC1) +20 Bytes FC10
8060
 Aufruf FC11 (mit 20 Lokaldaten)
60 Bytes (OB1 + FC1) +20 Bytes FC11
8060
 Aufruf FC12 (mit 30 Lokaldaten)
60 Bytes (OB1 + FC1) +30 Bytes FC12
9060

Aufruf FC2 (mit 50 Lokaldaten)
30 Bytes (OB1) +50 Bytes (FC2)
8030

Aufruf FC20 (mit 10 Lokaldaten)
80 Bytes (OB1 + FC2) +10 Bytes FC20
9080
 
Aufruf FC21 (mit 10 Lokaldaten)
80 Bytes (OB1 + FC2) +10 Bytes FC21
9080
 
Aufruf FC22 (mit 20 Lokaldaten)
80 Bytes (OB1 + FC2) +20 Bytes FC22
10080
 Aufruf FC221 (mit 10 Lokaldaten)
100 Bytes (OB1 + FC2 + FC22) + 10 Bytes FC221
11080


Von der CPU wird der L-Stack für interne Bearbeitungen benutzt. Der AWL Editor selbst verwendet auch Lokaldaten, z.B. bei der Parameterübergabe bei einem Bausteinaufruf. Verändern Sie deshalb nicht den Inhalt des L-Stacks.

Die Lokaldatengröße wurde in der Firmware ab V3.x (neue Hardware) für alle S7-300 CPUs angepasst und pro Ablaufebene z.B. auf 32 kB erhöht. Genauere Angaben finden Sie in den technischen Daten der jeweiligen CPU.

Beispiel:
Für die CPU 319-3 PN/DP, 2MB, 6ES7318-3EL01-0AB0 finden Sie in den technischen Daten unter "Datenbereiche und deren Remanenz" die Angaben zu den Lokaldaten:

  • je Prioritätsklasse, max. 32768 Byte; max. 2048 Byte pro Baustein

Hinweis
Bei der S7-400 sind pro Programmbearbeitungsebene (Ablaufebene) 256 Byte je Prioritätsklasse vorgesehen, die Sie in den CPU-Eigenschaften der Hardwarekonfiguration einstellen können.

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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