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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 29419870, Beitragsdatum: 08.05.2015
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Wie können die Texte in Prozessbildern mehrsprachig projektiert werden?

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  • Betrifft Produkt(e)
Ab WinCC V7.0 bzw. PCS 7 V7.1 steht Ihnen dafür der Text Distributor zur Verfügung. Mit dem Text Distributor können Sie komfortabel ganze Projekte mehrsprachig handhaben.

Weitere Informationen finden Sie im WinCC Information System unter dem Pfad
"Arbeiten mit WinCC  > Aufbau mehrsprachiger Projekte".

Hinweis
Wenn Sie die Exportdateien mit MS Excel bearbeiten wollen, beachten Sie unbedingt die Hinweise im WinCC Information System bezüglich Formatwandlung. Falls Sie aus Versehen eine Datei nicht als Dateityp "Unicode Text (*.txt)" abgespeichert haben, kann diese Datei nicht mehr in WinCC importiert werden. Der Import ist auch dann nicht möglich, wenn Sie nachträglich die Datei als Dateityp "Unicode Text" abspeichern. Weitere detaillierte Informationen finde Sie im WinCC Information System unter dem Pfad:  

Verwenden Sie als Export Dateiformat immer *.txt, wenn Sie die Dateien mit MS Excel bearbeiten wollen.

Die folgende Anleitung gilt für WinCC V6.2 bzw. PCS 7 V7.0.

Anleitung
Die folgende Tabelle beschreibt unterschiedliche Möglichkeiten, um die statischen Texte eines Prozessbilds in unterschiedlichen Sprachen zu projektieren. Die Zeile Nr. 1 der Tabelle beschreibt die Standard-Vorgehensweise zur mehrsprachigen Projektierung von Prozessbildern. Diese Projektierungsvariante sollte den anderen Projektierungsvarianten aus Gründen der Performance und einfachen Hochrüstbarkeit vorgezogen werden. Unter Umständen kann die Standard-Vorgehensweise nicht verwendet werden, z.B.:  

  • Statische Texte in Bildbausteinen
    Die Texte in Bildbausteinen sind instanzspezifisch. In Abhängigkeit der jeweiligen Instanz (Messstelle), soll ein anderer Text im Bildfenster angezeigt werden, z.B. "Füllstand Tank4711" oder Temperatur "Tank0815". Bei der eigentlichen Erstellung des Bildbausteins, z.B. Bildbaustein zur Anzeige eines Analogwerts, kann der Text nicht fest im Bild projektiert werden, da sich die Texte für die unterschiedlichen Instanzen (Messstellen) unterscheiden.  
  • Anwenderobjekte und "Easy Language"
    Objekte vom Typ "Anwender-Objekt" können zwar auf die oben beschriebene Vorgehensweise mehrsprachig projektiert werden, jedoch werden Anwenderobjekten nicht von "Easy Language" exportiert.  
  • prozessabhängige Texte
    In einem Bildbaustein sollen Informationen eines Antriebs angezeigt werden. In Abhängigkeit der aktuellen Fehlernummer des Antriebs soll der zugehörige Fehlertext aus dem Handbuch im Bildbaustein angezeigt werden.

1. Jede Sprache im Graphics Designer separat projektieren (standardmäßige Vorgehensweise)
Die Texte werden im Graphics Designer für jede Sprache separat projektiert. Das ist die standardmäßige Vorgehensweise, diese sollte den anderen Möglichkeiten vorgezogen werden.    

  • Öffnen Sie das entsprechende Prozessbild im Graphics Designer  
  • Wählen Sie den Menübefehl "Ansicht > Sprache...". Es öffnet sich der Dialog "Sprache wählen...". Wählen Sie die gewünschte Anzeigesprache aus und bestätigen Sie mit der Schaltfläche "OK".
    Hinweis
    Wenn im Prozessbild Texte projektiert sind, die noch nicht in der aktuell eingestellten Anzeigesprache projektiert sind, so werden diese Texte mit der Zeichenkette "??????" angezeigt. Bei umfangreichen Prozessbildern kann es zur besseren Übersicht hilfreich sein, vor der Sprachumschaltung einen Bildschirmausdruck zu machen. Dadurch können die Zeichenketten "??????" den Texten der ursprüngliche Sprache direkt zugeordnet werden.  
  • Projektieren Sie den Text für alle zur Runtime verwendeten Sprachen.  
  • Speichern Sie das Prozessbild.

Das Smart Tool "Easy Language" dient der Unterstützung bei der Erstellung mehrsprachiger Prozessbilder. Dabei werden die sprachabhängige Bildobjekte in eine Textdatei (CSV-Datei) exportiert. Die Texte können nun mit einem Texteditor oder MS Excel bearbeitet (übersetzt) und anschließend wieder importiert werden.
Hinweise zum Smart Tool "Easy Language" finden Sie im WinCC Information System unter "Smart Tools > Easy Language".

Hinweise  

  • Die Texte, die auf diese Weise im Bild mehrsprachig projektiert sind, werden intern nicht in der Text Library verwaltet.  
  • Das Smart Tool "Easy Language" exportiert jedoch keine Bildobjekte vom Typ "Anwender-Objekt". Um die Texte eines Anwenderobjekts trotzdem mit dem Tool "Easy Language" bearbeiten zu können, können Sie für die Texte von Anwenderobjekten zusätzliche Bildobjekte vom Typ "Statischer Texte" im Bild platzieren. Diese Texte können durch das Tool "Easy Language" bearbeitet werden. Sie können dann die Dynamisierungsart "Direktverbindung" verwenden, um die auf diese Weise projektierten Texte auf die Texte des Anwenderobjekts zu übertragen.

Verwendbarkeit
 

 WinCC EinzelplatzJa 
 WinCC Client (Multiclient):Ja 
 WinCC Web ClientJa 

Tabelle 01
 
 
2. Zugriff auf Text Library mittels Textreferenzvariable
Bei dieser Methode werden die Texte nicht direkt im Bild gespeichert, sondern in der WinCC Text Library.Sie können WinCC-Variablen vom Typ "Textreferenz" verwenden, um zur Runtime die Texte der Text Library im Bild anzuzeigen. 

Hinweise

  • Die Texte werden in der Text Library verwaltet. Jeder Eintrag in der Text Library besitzt eine eindeutige Nummer, die "Text-ID". Unter dieser Nummer ("Text-ID") werden die Texte für die unterschiedlichen Sprachen gespeichert. Über diese Nummer ("Text-ID") wird zur Runtime auf ein Text der Text Library zugegriffen. Es wird dabei der Text in der aktuell eingestellten Runtimesprache zurückgegeben.  
  • Der Beitrag unter der ID 29419661 beschreibt an Hand eines einfachen Beispiels, um einen Text der Text Library mit Hilfe einer Textreferenzvariablen im Prozessbild anzuzeigen.  
  • Der Beitrag unter der ID 28921535 beschreibt, wie Sie ein Bildobjekt vom Typ "Combobox" zur Runtime mit Texten aus der Text Library belegen können.   
  • Der Beitrag unter der ID 27147567 beschreibt, wie Sie die Texte in der Text Library sowie die zugehörigen Textreferenzvariablen bei einem in STEP 7 integriertem WinCC-Projekt oder bei PCS 7 automatisch generieren können.  
  • Beim Einfügen eines neuen Textes im Editor "Text Library" werden die "Text-IDs" vom System automatisch (fortlaufend) vergeben. Der Beitrag unter der ID 23416727 zeigt, wie Sie die "Text-ID" manuell vergeben können, um die Texte strukturiert (systematisch) in der Text Library abzulegen.

Verwendbarkeit  
   

 WinCC EinzelplatzJa 
 WinCC Client (Multiclient):Eingeschränkt
 WinCC Web Client

Eingeschränkt

Tabelle 02
 

3. Zugriff auf Text Library mittels ODK-Funktionen
Bei dieser Methode werden die Texte, wie bei der Projektierungsvariante in Zeile 2, nicht direkt im Bild gespeichert, sondern in der WinCC Text Library.Sie können WinCC-ODK-Funktionen verwenden, um zur Runtime die Texte der Text Library auszulesen und diese anschließend im Bild anzuzeigen.

Hinweise  

  • Beachten Sie die Hinweise zur WinCC Text Library in Zeile 2.  
  • Der Beitrag unter der ID 29420392 beschreibt an Hand eines einfachen Beispiels, um einen Text der Text Library mit Hilfe von ODK-Funktionen auszulesen und im Prozessbild anzuzeigen.

Verwendbarkeit
 

 WinCC EinzelplatzJa 
 WinCC Client (Multiclient):Eingeschränkt
 WinCC Web Client

Eingeschränkt

Tabelle 03
 
 
 
Ergänzende Suchbegriffe
Textid, Text Table

 

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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