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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 29454758, Beitragsdatum: 02.06.2008
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Wie wird die grafische Darstellung der Topologie bei PROFINET IO realisiert?

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Beschreibung:
PROFINET bietet die Möglichkeit in einer übergeordneten Steuerung die Anlagentopologie grafisch anzuzeigen (typischerweise im Engineering Tool). Dies erhöht die Übersichtlichkeit und ist bei der Fehlersuche hilfreich. Um diese Darstellung nutzen zu können, sind alle benötigten Dienste bereits in den PROFINET IO-Devices verfügbar, die beispielsweise auf dem SIEMENS Stack basieren, wenn sie mindestens die Software Version V2.2.0.3 eingesetzt haben. Das Auslesen der relevanten Daten und die damit verbundene Kombination der auszulesenden Daten zur Topologieerstellung obliegt der übergeordneten Steuerung. Das Auslesen erfolgt entweder über DCP-Dienste , über SNMP oder über das Lesen von PDEV-records. In folgendem Bild ist eine beispielhafte Darstellung gezeigt.


Bild 01: grafische Darstellung der Topologie

Hintergrundinformationen:
Die Daten zur Topologiedarstellung sind im Physical Device (PDev) des PROFINET IO-Devices gespeichert. Die Daten des PDev können ab Subslot 0x8000 adressiert werden. Welche Subslots vom Anwender benutzt werden können legt der Feldgerätehersteller fest. Die Adressierung beginnt ab Subslot 0x8000. Es besteht normalerweise keine Veranlassung dies zu ändern.

Jedes PROFINET IO-Feldgerät besteht aus Sicht der Kommunikation immer aus einem Interface und 1...x Ports (ERTEC 200 hat zwei Ports). Das PDev wird beispielhaft durch folgende Submodule des Device Access Points (DAP) repräsentiert.
 

Submodul Belegung
0x8000 Interface
0x8001 Port 1
0x8002 Port 2 (nur bei Geräten mit integriertem Switch, z.B. EB200)

Einträge in der GSD-Datei (Beispiel: ERTEC 200):
Die folgenden Definitionen sind innerhalb der DAP-Definition vorzunehmen.

Hierbei repräsentiert N.B. "32768" das Interface, "32769" den Port 1 und "32770" den Port 2.

Definition des PDev in der GSD-Datei:

In der GSD-Datei müssen die Ports und das Interface folgenden Namenkonventionen genügen, damit der Topologiesupport kompatibel zu STEP 7 ist (siehe Beispiel GSD-Datei des PROFINET IO Developement Kits):

  • Das Interface muss den Namen X<Interface-Nummer> besitzen.
    Beispiel: X1
    <Text TextId="TOK_Subslot_8000" Value="X1"/>
  • Die Ports müssen den Namen X<Interface-Nummer> P<Portnummer> oder in Kurzform P<Portnummer> besitzen. Beide Varianten sind zulässig.
    Beispiel: "X1 P1", "X1 P2", "X1 P3", "X1 P4", ... oder P1, P2, P3, P4, ...
    <Text TextId="TOK_Subslot_8001" Value="P1"/>
    <Text TextId="TOK_Subslot_8002" Value="P2"/>
    <Text TextId="TOK_DAP_InterfaceModule" Value="Interface"/>

PDev aus Sicht des PROFINET IO Stacks
In der Anwendersoftware sind für den PDev Support lediglich die PDev-Submodule einmalig im Anlauf "zu stecken". Dazu ist folgender Quellcode einzubinden, der unverändert dem Anwenderbeispiel, Modul usriod_main_rt.c entnommen werden kann.

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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