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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 33387921, Beitragsdatum: 15.12.2008
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Betriebsarten von Motoren

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  • Betrifft Produkt(e)

FRAGE:

 

 

 

 

 

Welche Betriebsarten von Motoren gibt es?


ANTWORT/ ABHILFE/ HINWEISE:

     

  

 

Mit der Betriebsart wird die Belastung der Maschine nach Größe, Dauer und zeitlicher Reihenfolge einschließlich Anlauf, elektrisches Bremsen, Leerlauf und Pausen beschrieben.

 

 

 

 

 

DIN VDE 0530 unterscheidet zehn Betriebsarten (S1 bis S10).

 

 

 

 

 

 

 

Ausgewählte Betriebsarten, a) Dauerbetrieb (S1),

b) Kurzzeitbetrieb (S2),  c) Aussetzbetrieb ohne Einfluss des

Anlaufvorgangs (S3)

   

 

 

 

Betriebsart S1, Dauerbetrieb

Betrieb bei konstanter Belastung unbegrenzter Dauer, in dem der thermische Beharrungszustand des Motors erreicht wird.

 

 

 

 

 

Betriebsart S2, Kurzzeitbetrieb

Betrieb bei konstanter Belastung, ohne Erreichen des thermischen Beharrungszustandes und mit nachfolgender Pause, in der die Motortemperatur auf die Kühlmitteltemperatur absinkt.

 

 

 

 

 

Betriebsart S3, periodischer Aussetzbetrieb

Folge identischer Spiele ohne Erreichen eines thermischen Beharrungszustandes. Jedes Spiel setzt sich aus einer Zeit mit konstanter Belastung und einer Pause zusammen. Der Anlaufstrom beeinflusst die Erwärmung praktisch nicht. Die Spieldauer muss 10 min betragen, die relative Einschaltdauer muss einen der folgenden Werte haben:

15%, 25%, 40%, 60%.

 

 

 

 

 

Betriebsart S4, periodischer Aussetzbetrieb mit Einfluss des Anlaufvorganges

Folge identischer Spiele ohne Erreichen eines thermischen Beharrungszustandes. Jedes Spiel setzt sich aus einer merklichen Anlaufzeit, einer Zeit mit konstanter Belastung und einer Pause zusammen. Die Spieldauer muss 10 min betragen, die relative Einschaltdauer muss einen der folgenden Werte haben:

15%, 25%, 40%, 60%.

 

 

 

 

 

Betriebsart S5, periodischer Aussetzbetrieb mit elektrischer Bremsung

Folge identischer Spiele ohne Erreichen eines thermischen Beharrungszustandes.

Jedes Spiel setzt sich aus einer merklichen Anlaufzeit, einer Zeit mit konstanter Belastung, einer Zeit schneller elektrischer Bremsung und einer Pause zusammen. Die Spieldauer muss 10 min betragen, die relative Einschaltdauer muss einen der folgenden Werte haben:

15%, 25%, 40%, 60%.

 

 

 

 

 

Betriebsart S6, ununterbrochener periodischer Betrieb

Folge identischer Spiele ohne Erreichen eines thermischen Beharrungszustandes. Jedes Spiel setzt sich aus einer Anlaufzeit, einer Zeit mit konstanter Belastung, und einer Leerlaufzeit zusammen. Eine Pause ist nicht vorhanden. Die Spieldauer muss 10 min betragen, die relative Einschaltdauer muss einen der folgenden Werte haben:

15%, 25%, 40%, 60%.

 

 

 

 

 

Betriebsart S7, ununterbrochener periodischer Betrieb mit elektrischer Bremsung

Folge identischer Spiele ohne Erreichen eines thermischen Beharrungszustandes. Jedes Spiel setzt sich aus einer Anlaufzeit, einer Zeit mit konstanter Belastung, und einer Zeit mit elektrischer Bremsung zusammen. Eine Pause ist nicht vorhanden. Die Spieldauer muss 10 min betragen.

 

 

 

 

 

Betriebsart S8, ununterbrochener periodischer Betrieb mit Last-/Drehzahländerungen

Folge identischer Spiele ohne Erreichen eines thermischen Beharrungszustandes. Jedes Spiel setzt sich aus einer Zeit mit konstanter Belastung und bestimmter Drehzahl und ein oder mehreren Zeiten mit anderen Belastungen bei unterschiedlichen Drehzahlen zusammen. Eine Pause ist nicht vorhanden. Die Spieldauer muss 10 min betragen, die relative Einschaltdauer muss einen der folgenden Werte haben:

15%, 25%, 40%, 60%.

 

 

 

 

 

Betriebsart S9, nichtperiodischer Betrieb mit Last-/Drehzahländerungen

Belastung und Drehzahl ändern sich nichtperiodisch innerhalb des zulässigen Betriebsbereiches. Häufig treten Überlastungen auf, die weit über Volllast liegen dürfen.

(Beispiel: Windkraftgeneratoren)

 

 

 

 

 

Betriebsart S10, Betrieb mit einzelnen konstanten Belastungen

Betrieb, der nicht mehr als vier bestimmte Belastungswerte enthält, worin Leerlauf und Pausen enthalten sein dürfen. Unter jeder der Belastungen (auch Leerlauf und Pausen) wird thermischer Beharrungszustand erreicht. Die maximale Belastung darf das 1,2-fache der S1 Belastung nicht überschreiten.

 

 

 

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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