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Siemens AG
Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 33389128, Beitragsdatum: 15.12.2008
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Aufstellen von Motoren; Befestigungsvarianten; Schwingungsdämpfer

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  • Betrifft Produkt(e)

 

FRAGE:

 

 

 

 

 

Was muss beim Aufstellen von Motoren auf dem Betonfundament beachtet werden, welche Befestigungsvarianten gibt es, was sind Schwingungsdämpfer?


ANTWORT/ ABHILFE/ HINWEISE:

     

  

 

Neben den Gewichtskräften müssen alle Kräfte und Drehmomente, die bei der Energieübertragung vom Motor zur Arbeitsmaschine entstehen, vom Fundament aufgenommen und an den Untergrund geleitet werden. Dies gilt auch für zusätzliche Erscheinungen wie z:B. Axialschub und Schwingungen. Das Fundament muss deshalb richtig gestaltet und ausreichend bemessen werden. Die Berech-nung und Ausführung des Fundamentes hat durch eine Baufirma zu erfolgen, wobei die Beschaffung des Untergrunds wie zum Beispiel Fels-, Kies-, Sand-, Moor- oder Permafrostboden wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung des Fundamentes nehmen kann.

Besonders sorgfältig müssen schwingungsfähige Stahlhoch-fundamente, wie sie oft in der Grundstoff- oder chemischen Industrie oder auf Hafenkränen zu finden sind, geplant werden.

Bei der Gestaltung des Maschinenfundamentes bezüglich System-eigenfrequenzen (Fundamenteigenfrequenzen nach Montage des Maschinensatzes) ist DIN 4024 zu berücksichtigen.

Eine Schwingungsübertragung von Nachbaraggregaten muss durch entsprechende Fundamentgestaltung vermieden werden.

 

 

 

 

 

Achtung!

  • Kräfte nicht „spazieren“ führen, sondern auf kürzestem Weg geradlinig ans Fundament leiten.

  • Umlauffrequente Schwingungen (z.B. durch Unwucht) be-achten, vor allem bei schnell laufenden Antriebssystemen

  • Die Maschinen müssen so aufgestellt werden, dass die Kühlluft ungehindert zu- und abströmen kann.

 

 

Das Drehmoment und das Gewicht eines Motors stützen sich über das Gehäuse und die Füße bzw. Flansch am Fundament ab. Bei der Fundamentdimensionierung müssen deshalb die größtmöglichen Drehmomente berücksichtigt werden. Das sind im allgemeinen die Stoßmomente beim Einschalten der Maschine. Da diese als Pendel-momente auftreten, entstehen an den Befestigungspunkten sowohl Zug- als auch Druckkräfte. Alle Befestigungsmittel und deren Ver-ankerung im Fundament müssen für diese Kräfte bemessen wer-den, eventuell auch für die aus Riementrieb und anderen Kraftüber-tragungselementen herrührenden Zusatzkräfte. Stählerne Grund-rahmen sind so auszuführen, dass unter diesen Belastungen keine unzulässigen Verformungen oder Resonanzen auftreten.

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

Zug

 

 

 

Druck

 

 

Fundamentkräfte

     

 

Beispiele für Maschinenbefestigung und Verankerung am Fundament

 

 

Befestigungsmittel

Bild

Erläuterung

 

Betonfundament

1

Mit Steinschrauben

1 Motorfuß

2 Ausrichtbleche

3 Betonfundament

4 Betonguss

5 Eingießrinne

6 Steinschraube

   DIN 529

7 Beilagscheibe

8 Sechskanntmutter

   DIN 934

Steinschrauben in Fußlöcher stecken mit Hilfsmanschette im Fußloch zentrieren. Motor auf Keile setzen (etwas tiefer, damit später Unterlegbleche untergeschoben werden können). Feinstausrichtung erst nach vollkommenem Abbinden des Betongusses.

2

Mit Fundamentklotz

1 Motorfuß

2 Ausrichtbleche

3 Betonfundament

4 Betonguss

5 Eingießrinne

6 Fundamentklotz

   DIN 799

7 Beilagscheibe

8 Sechskantschraube

   DIN 934

Fundamentklötze an Motorfüßen anschrauben, Motor auf Keile setzen (etwas tiefer, damit später Unterlegbleche untergeschoben werden können). Feinstausrichtung erst nach vollkommenem Abbinden des Betongusses.

3

Auf Sohlplatten

1 Sechskantmutter

2 Maschienenfuß

3 Ausrichtbleche

   (Passbleche)

4 Sohlplatte

5 Ausrichteisen u.

   -bleche

6 Betonausguss

7 Beton

8 Ankerblech

9 Hammerscheibe

10 Ankerplatte

11 Ankerbüchse

Auflagefläche für Motorfüße planbearbeitet!

Ausrichten mittels Ausrichtblechen. Größere Motoren mit Kegelstiften sichern!

 

Stahlfundament

4

1 Motorfuß

2 Ausrichtbleche

3 Stahlfundament

4 Beilagscheibe

5 Sechskantschraube

   DIN 933

Auflagefläche für Motorfüße planbearbeitet!

Ausrichten mittels Ausrichtblechen. Größere Motoren mit Kegelstiften sichern!

5

Sichern durch

Kegelstifte

1 Kegelstifte DIN 258

2 Sechskantmutter

   DIN 934 mit

   Beilagscheibe

3 Motorfuß

4 Ausrichtbleche

5 Sohlplatte oder

   Stahlfundament

Motorfüße auf den festen Unterlagen sichern mit zwei diagonal gegenüberliegenden Kegelstiften. Bohren und Aufreiben der Löcher erst nach dem Feinstausrichten!

 

 

  

 

Schwingungsdämpfer sind gummielastische Elemente zur schwingungsdämpfenden Aufstellung von Maschinensätzen mit gemeinsamen Grundrahmen. Für Maschinensätze, die schwingungsisoliert aufgestellt werden sollen, müssen verstärkte und besonders verwindungssteife Grundrahmen verwendet werden. Diese dürfen nicht ausgegossen werden! Der vom Maschinensatz erzeugte Körperschall und die Schwingungen (z.B. angeregt durch Restunwucht) werden in den Schalldämpfern zum großen Teil in Wärme umgewandelt und dadurch nicht an den Baugrund oder die tragende Struktur weitergeleitet. Wenn Verwindungen der tragenden Untergrundstruktur auftreten können (z.B. auf Schiffen), wird der Grundrahmen nur auf drei Punkten aufgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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