×
Siemens Industry Online Support
Siemens AG
Beitragstyp: Download Beitrags-ID: 38710101, Beitragsdatum: 01.12.2011
(4)
Bewerten

Betriebssystem-Update für CPU 1212C, KOMPAKT CPU, DC/DC/DC

  • Beitrag
  • Betrifft Produkt(e)

BESCHREIBUNG:

Aktualisierung der Firmware der S7-1200 CPU:

VORSICHT

Verwenden Sie nicht das Windows-Formatierungsprogramm, um die Memory Card neu zu formatieren. Wenn eine Siemens Memory Card mit dem Windows-Formatierungsprogramm neu formatiert wird, kann die Memory Card nicht mehr von einer S7-1200 CPU verwendet werden.

Zum Installieren des CPU Firmware-Updates gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Stecken Sie eine leere SIMATIC MC 24MB-Memory Card in einen SD-Kartenleser, der an Ihren Computer angeschlossen ist.
    Wenn Sie eine SIMATIC Memory Card verwenden, die bereits ein Anwenderprogramm oder ein anderes Firmware-Update enthält, müssen Sie die Datei "S7_JOB.S7S" und alle Ordner (wie "SIMATIC.S7S" oder "FWUPDATE.S7S") löschen, bevor Sie das Firmware-Update herunterladen. Mit dem Windows Explorer können Sie den Inhalt der Memory Card anzeigen und die Datei und Ordner löschen.
ACHTUNG
Löschen Sie nicht die versteckten Dateien "__LOG__" und "crdinfo.bin" von der Speicherkarte.
Die  "__LOG__" und "crdinfo.bin" Datei sind für die Nutzung der Karte notwendig. Werden Diese Dateien gelöscht kann die Karte nicht mehr mit den CPU genutzt werden.
  1. Laden Sie das CPU Firmware-Update für Ihre CPU-Variante herunter. Doppelklicken Sie auf die Update-Datei, geben Sie als Zielpfad das Stammverzeichnis der SIMATIC Memory Card an und starten Sie die Extraktion. Wenn die Extraktion beendet ist, enthält das Stammverzeichnis der Memory Card das Verzeichnis "FWUPDATE.S7S" und die Datei "S7_JOB.S7S".

WARNUNG

Stellen Sie vor der Installation des CPU Firmware-Updates sicher, dass die CPU keinen aktiven Prozess ausführt.

Durch die Installation des Firmware-Updates geht die CPU in den Betriebszustand STOP, was sich auf den Betrieb eines Online-Prozesses oder einer Maschine auswirken kann. Unerwarteter Betrieb eines Prozesses oder einer Maschine kann zu tödlichen oder schweren Verletzungen und/oder Sachschaden führen.

Bevor Sie die Memory Card stecken, stellen Sie unbedingt sicher, dass die CPU offline und in einem sicheren Zustand ist.

  1. Schieben Sie die Memory Card in die CPU. Befindet sich die CPU im Betriebszustand RUN, geht sie in STOP. Die Wartungs-LED (MAINT) blinkt, um anzuzeigen, dass die Memory Card ausgewertet werden muss.

  2. Starten Sie die CPU neu, um das Firmware-Update zu starten. Alternative Methoden zum Neustarten der CPU sind ein Wechsel von STOP in RUN oder ein Urlöschen (MRES) in STEP 7.
    Nach dem Neustart der CPU wird das Firmware-Update in den Ladespeicher kopiert. Die RUN/STOP-LED blinkt grün und gelb, um anzuzeigen, dass das Update kopiert wird. Wenn die RUN/STOP-LED dauerhaft gelb leuchtet und die MAINT-LED blinkt, ist der Kopiervorgang beendet. Dann können Sie die Memory Card entnehmen.

  3. Nachdem Sie die Memory Card entnommen haben, starten Sie die CPU erneut neu (entweder durch Einschalten oder mit einem anderen Verfahren zum Neustarten), um die neue Firmware zu laden.

Das Anwenderprogramm und die Hardware-Konfiguration sind vom Firmware-Update nicht betroffen. Wenn die CPU eingeschaltet wird, geht die CPU in den konfigurierten Anlaufzustand.

Übersicht der Bestellnummer und aktuellen Ausgabestände der CPU 1212C, KOMPAKT CPU, DC/DC/DC:

 Bestellnmmer

Firmware-
Stand

Hochrüstung durch ...

6ES7212-1AD30-0XB0

   
 

V 2.2.0

Empfohlen zur Hochrüstung:

Update V2.2.0 Beschreibung

  212-1AD30-0XB0_V220.EXE ( 4547 KB )

 

V 2.1.2

Nur Backup:

Update V2.1.2 Beschreibung

  212-1AD30-0XB0_V212.EXE ( 4436 KB )

 

V 2.0.3

Nur Backup:

Update V2.0.3 Beschreibung

  212-1AD30-0XB0_V203.EXE ( 4452 KB )

 

V 2.0.1

Nur Backup:

Update V2.0 Beschreibung

  212-1AD30-0XB0_V200.EXE ( 4451 KB )

 

V1.0.2

Nur Backup:

Update V1.0.2 Beschreibung

 212-1AD30-0XB0_V102.EXE ( 2861 KB )

 

V1.0.1

Nur Backup:

Update V1.0.1 Beschreibung

 212-1AD30-0XB0_V101.EXE ( 2864 KB )

 

V1.0.0

Nur Backup:

 212-1AD30-0XB0_V100.EXE ( 2862 KB )

Update V2.2.0

Die von der Firmware V2.2.0 der S7-1200 CPU unterstützten wesentlichen Leistungsmerkmale umfassen:

  • SCL (Structured Control Language)
  • Download in RUN

Neue Module:

  • CM 1243-2 AS-i Master
  • CM 1241 RS422/485
  • SM 1222 DQ8 RLY Changeover

Erforderliche Software: STEP 7 V11 SP2 Basic oder Professional.

Hinweis
Auf sehr schnellen Computern können zwischen STEP 7 V11 SP2 und S7-1200 CPUs der Versionen 1.x bis 2.1 Kommunikationsfehler auftreten. Um diese zu beheben, führen Sie ein Upgrade der CPU-Firmware auf V2.2 durch.

Update V2.1.2

Die von der Firmware V2.1.2 der S7-1200-CPU unterstützten wesentlichen Leistungsmerkmale umfassen u. a. Programmieranweisungen der Version 2.0 für die grundlegende Bewegungssteuerung.

Erforderliche Software: STEP 7 V11 SP1 Basic oder Professional

Update V2.0.3

 Das S7-1200 CPU Firmware-Update V2.0.3 verbessert die Sicherheit und Robustheit der S7-1200 Produktfamilie.

Update V2.0

Die CPU-Firmware-Version 2 bietet folgende Verbesserungen:

Änderungen im Verhalten einer CPU mit Firmware V2 oder STEP 7 V11

Durch das Update der Firmware auf V2 ändert sich die Funktionalität der CPU.

Betriebszustand RUN

·    Nach einem Laden aus STEP 7 V11 führt nun die V2-CPU beim ersten Wechsel in den Betriebszustand RUN einen Warmstart durch. Durch den Warmstart werden die Daten in den DBs nicht überschrieben. (Eine CPU mit V1 führte beim ersten Wechsel nach RUN nach einem Ladevorgang immer einen Kaltstart durch, bei dem die DBs auf ihre Standardwerte zurückgesetzt werden.) Es gibt jedoch folgende Fälle, in denen eine V2-CPU nach dem Laden einen Kaltstart durchführt:

o    Laden eines Projekts aus STEP 7 V10.5 in eine V2-CPU

o    Laden eines Projekts, das eine V1-CPU enthält, aus STEP 7 V11 in eine V2-CPU

·    Wenn bei der Ausführung des STEP 7 V11-Anwenderprogramms ein Laufzeitfehler auftritt, bleibt die CPU jetzt in RUN. (Dies ist eine Änderung in den Standardeinstellungen der CPU-Eigenschaften für STEP 7 V11.)

·    Die erste Ausführung eines Zyklus-OB nach einem Wechsel in RUN kann bei einer V2-CPU in kürzerer Zeit als dem konfigurierten Zeitintervall erfolgen, sie findet jedoch immer innerhalb dieses Zeitintervalls statt. Alle anderen Ausführungen des Zyklus-OBs finden genau im konfigurierten Zeitintervall statt. (Änderung: Bei einer V1-CPU fand die erste Ausführung eines Zyklus-OBs immer genau im konfigurierten Zeitintervall nach einem Wechsel in RUN statt.)

Zyklus

·    Die Echtzeituhr einer V2-CPU aktualisiert die Systemzeit häufiger als bei einer V1-CPU, um größere Genauigkeit zu ermöglichen.

·    Der Zyklus wird bei einer V2-CPU wie bei einer V1.0.2-CPU als Vielfaches von 1 ms berechnet.

Weitere Verbesserungen

·    Die Sommerzeit wird bei einer V2-CPU nun als Ortszeit statt innerhalb der Systemzeit konfiguriert.

·    Der Standard-Hardwarekompatibilitätsmodus in STEP 7 V11 sieht jetzt vor, für Hardware "akzeptierten Ersatz" zu erlauben. (Standardeinstellung bei STEP 7 V10.5 war, "beliebigen Ersatz" zu erlauben.) Diese Einstellung können Sie in der Gerätekonfiguration für die CPU ändern.

·    Die V2-CPU stellt für das übersetzte Anwenderprogramm zusätzliche Fehlerprüffunktionen bereit. Wird ein Fehler festgestellt, protokolliert die CPU jetzt diesen Fehler.

S7-1200 Module, die CPU-Firmware-Version 2 benötigen
Bestimmte S7-1200-Module können nur mit einer V2-CPU verwendet werden.

Art des Modules Beschreibung Bestellnummer
Signalboard (SB) SB 1231 AI 1x12 bit 6ES7 231-4HA30-0XB0
SB 1231 AI 1x16 bit TC 6ES7 231-5QA30-0XB0
SB 1231 AI 1x16 bit RTD 6ES7 231-5PA30-0XB0
Signalmodule (SM) SM 1231 AI 8x16 bit TC 6ES7 231-5QF30-0XB0
SM 1231 AI 8x16 bit RTD 6ES7 231-5PF30-0XB0
SM 1223 8xAC / 8xRelais 6ES7 223-1QH30-0XB0
Kommunikationsboard (CB) CB 1241 RS485 6ES7 241-1CH30-1XB0
Kommunikationsmodule (CM) CM 1243-5 PROFIBUS Master 6GK7 243-5DX30-0XE0
CM 1242-5 PROFIBUS Slave 6GK7 242-5DX30-0XE0
Kommunikationsprocessor (CP) CP 1242-7 GPRS 6GK7 242-7KX30-0XE0

Änderungen bei den Kommunikationsanweisungen

S7-1200 V2.0 unterstützt PROFINET UDP

PROFINET UDP wird jetzt unterstützt. UDP ermöglicht das Senden von Broadcasts. Verwenden Sie hierzu die UDP-Anweisungen (TUSEND und TURCV) zusammen mit den PROFINET-Anweisungen TCON und TDISCON.

PROFINET-Anweisungen (TSEND_C, TRCV_C, TSEND, TRCV, TCON und TDISCON)

·    TSEND, TRCV, TCON oder TDISCON schalten Done nur einen Zyklus lang ein: Bei einer V2-CPU wird jetzt der Ausgang Done nur einen Zyklus lang eingeschaltet. (Dieses Verhalten entspricht jetzt der Ausführung der Anweisungen TSEND_C und TRCV_C bei einer V1-CPU oder V2-CPU.)

·    ENO für TSEND, TRCV, TCON und TDISCON: Die V2-CPU setzt jetzt ENO = WAHR, wenn der Wert von STATUS im Bereich 16#0001 bis 16#7FFF liegt (Zustand "Auftrag noch nicht beendet"). Wenn der Wert von STATUS im Bereich 16#8000 bis 16#FFFF liegt (Zustand "Fehler"), dann ist ENO = FALSCH. (Die V1-CPU hätte sowohl bei "Fehler" als auch bei "Auftrag noch nicht beendet" ENO = FALSCH gesetzt.)
Bei STATUS = 0 ("fehlerfrei ausgeführt") wird entweder für eine V1-CPU oder eine V2-CPU ENO = WAHR gesetzt.

·    Die V2-CPU führt zusätzliche Längenprüfungen des Parameters DATA durch. Einige Fehlercodes für PROFINET-Anweisungen wurden geändert. Die aktuell gültigen Fehlercodes finden Sie im Systemhandbuch der speicherprogrammierbaren Steuerung S7-1200 oder in der STEP 7-Online-Hilfe.

·    Im "Ad-hoc-Modus" ermöglicht die V2-CPU (so wie eine S7-300- oder S7-400-CPU) Arrays aus verschiedenen Datentypen.
Bei Speicherung der Daten in einem "optimierten" (nur symbolisch adressierbaren) DB jedoch unterstützt die V2-CPU nur Arrays aus Daten mit Byte-Länge. Byte, Char, USInt und SInt. (Bei einer CPU mit Firmwareversion 1.0.2 sind nur Arrays vom Datentyp Byte möglich.)

Anweisungen für Punkt-zu-Punkt-Kommunikation (PtP)

·    Der Ausgang Done wird nur einen Zyklus lang eingeschaltet: Bei einer V2-CPU wird jetzt der Ausgang Done einer PtP-Anweisung nur einen Zyklus lang eingeschaltet.

·    Übertragung von String-Daten: Die V2-CPU überträgt nur die String-Daten selbst und nicht die Längenfelder. (Eine V1-CPU würde sowohl die String-Daten als auch die Längenfelder übertragen.)

Änderungen bei den Programmieranweisungen

Erweiterte Anweisungen
Es gab folgende geringfügige Änderungen bei der Art, wie die V2-CPU Fehler in den erweiterten Anweisungen behandelt:

·    Bei Feststellung eines Speicherbereichsfehlers erzeugt die V2-CPU jetzt einen Eintrag im Diagnosepuffer.

·    Bei einer erweiterten Anweisung, der kein Instanz-DB zugewiesen ist, gilt:

o    Ein Fehler beim Laden der Eingangsparameter führt dazu, dass die Anweisung nicht ausgeführt wird.

o    Tritt der Fehler während der Ausführung der Anweisung auf, werden die Ausgänge der Anweisung auf 0 gesetzt.

·    Einige Fehler können bei der V2-CPU abweichende Fehlercodes erzeugen. Diese Änderungen sind relativ geringfügig, jedoch sollten Sie einen konkreten Fehlercode, der durch die erweiterten Anweisungen für eine V2-CPU erzeugt wird, im Systemhandbuch der speicherprogrammierbaren Steuerung S7-1200, Ausgabe 04/2011, oder in der Online-Hilfe von STEP 7 nachschlagen.

Vergleich der Anweisungen für Werte der Datentypen Real und LReal
Beim Vergleich von zwei NaN-Werten (Not a number, keine Zahl) der Datentypen Real oder LReal wird das Vergleichsergebnis als "ist gleich" ausgegeben, unabhängig davon, ob die Werte denselben NaN-Wert oder verschiedene NaN-Werte aufweisen. Die V2-CPU setzt jetzt das Ergebnis für die Anweisungen CMP==, CMP>= und CMP<= auf = WAHR. (Bei einer V1-CPU hätte dieser Vergleich nur das Ergebnis "ist ungleich" erbracht und nur die Anweisung CMP<> hätte zum Ergebnis = WAHR geführt.)

Zeichenkettenanweisungen

·    Die V2-CPU verarbeitet die STRING-Operation jetzt ordnungsgemäß, wenn der Parameter In (Adresse der Eingangszeichenkette) und der Parameter Out (Adresse der Eingangszeichenkette) zu derselben Adresse oder Zeichenkette gehören.

·    Wenn die Zeichenkettenparameter sich überschneiden, aber nicht genau dieselbe Adresse aufweisen, setzt die V2-CPU jetzt ENO = FALSCH und führt die Operation nicht aus.

·    Die V2-CPU versucht nun, eine Anweisung STRING auszuführen, auch wenn diese eine Zeichenkette enthält, die zuvor durch Überschreiben der Längenfelder mit a0 beschädigt wurde. (Die Zeichenkette kann z. B. durch eine fehlerhafte Speicheradresse in einer Anweisung MOVE versehentlich ganz oder teilweise überschrieben worden sein.) Die V2-CPU erzeugt keinen Eintrag im Diagnosepuffer und setzt ENO entsprechend. (Eine V1-CPU hätte einen Eintrag im Diagnosepuffer erzeugt und die Anweisung STRING nicht ausgeführt.)

Anweisung Multiplexen (MUX)
Die Höchstzahl an Eingängen für eine Anweisung MUX in einer V2-CPU wurde auf 256 Eingänge erhöht. (Bei der V1-CPU war die Anweisung MUX auf 32 Eingänge beschränkt.)

Anweisung Potenzieren (EXPT)
Die Anweisung Potenzieren EXPT wurde in Bezug auf die folgenden Berechnungen geändert:

·    00 = 1
(wenn IN1 = 0 und IN2 = 0, dann OUT = 1)

·    01 = 0
(wenn IN1 = 0 und IN2 = 1, dann OUT = 0)

Update V1.0.2

Das S7-1200 CPU Firmware-Update V1.0.2 behebt die folgenden Probleme:

  • PROFINET-Operationen sind nicht auf Zyklus-OBs oder den Hauptprogrammzyklus begrenzt
  • Funktionsweise der PROFINET-Operationen
  • PROFINET TCP "Ad-hoc-Modus"
  • Kommunikationseinstellung bleibt nach Neustart gespeichert
  • Neuer Rückgabecode für die Operation RD_LOC_T (Ortszeit lesen)
  • CPU-Systemzeit berechnet die letzte Woche des Monats jetzt korrekt
  • Zeitwerte werden nach einem Neustart oder einem Wechsel von RUN in STOP oder von STOP in RUN gespeichert

PROFINET-Operationen sind nicht auf Zyklus-OBs oder den Hauptprogrammzyklus begrenzt
Sie können die PROFINET-Operationen (wie TSEND_C oder TRCV_C) nun aus allen OBs aufrufen, auch aus Prozessalarm-OBs, Verzögerungsalarm-OBs, Weckalarm-OBs, Fehleralarm-OBs oder Anlauf-OBs.
Die in Abschnitt 6.2.5 "Offene Ethernet-Kommunikation" der Version 11/2009 des S7-1200 Systemhandbuchs beschriebene Einschränkung beim Aufrufen von OBs gilt nicht mehr. Funktionsweise der PROFINET-Operationen
Die Ausgänge DONE, ERROR und STATUS der PROFINET-Operationen (wie TSEND und TRCV) befolgen nun die Konvention der S7-300 und S7-400. Diese Ausgänge sind für eine Ausführung der Operation festgelegt (auf wahr oder falsch gesetzt), unabhängig vom Zustand des Parameters REQ.
Bisher musste der Parameter REQ aktiv sein, bis die Ausgänge DONE, ERROR und STATUS festgelegt waren, und diese Ausgänge wurden alle so lange aktiv gehalten, wie REQ wahr war.
Das CPU Firmware-Update V1.0.2 behebt diese Situation und ermöglicht, dass REQ durch einen Impuls in den Zustand Falsch zurückkehren kann.

PROFINET TCP "Ad-hoc-Modus"
Der "Ad-hoc-Modus" für TCP wird von der S7-1200 unterstützt. (Den "Ad-hoc-Modus" gibt es nur bei der Protokollvariante TCP.) Weisen Sie dem Parameter LEN den Wert 65.535 zu, um den "Ad-hoc-Modus" auszuwählen. Im "Ad-hoc-Modus" können maximal 1472 Bytes empfangen werden.
Dies betrifft die Beschreibungen der Operationen TRCV_C und TRCV im Abschnitt 6.2.5 "Offene Ethernet-Kommunikation" in der Version 11/2009 des S7-1200 Systemhandbuchs.

Speichern der Kommunikationslast nach einem Neustart
Die CPU-Eigenschaft für die Kommunikationslast wird nun nach einem Neustart korrekt gespeichert.

Operation RD_LOC_T (Ortszeit lesen)
Die Operation RD_LOC_T umfasst nun einen Rückgabecode, um anzuzeigen, ob es sich bei der aktuellen Ortszeit um Sommer- oder Winterzeit handelt.

  • RET_VAL = W#16# 0000: Bei der aktuellen Ortszeit handelt es sich um Winterzeit.
  • RET_VAL = W#16# 0001: Die Sommerzeit wurde konfiguriert, und bei der aktuellen Ortszeit handelt es sich um Sommerzeit.

Konfiguration der Ortszeit in der CPU
Die CPU bearbeitet nun Änderungen an der Sommer-/Winterzeit, die während des letzten Vorkommens eines bestimmten Wochentages auftreten, korrekt. Zuvor wurden solche Änderungen nur dann korrekt bearbeitet, wenn ein bestimmter Wochentag fünfmal im Monat vorkam.

Hinweis
Voraussetzungen zum Konfigurieren der Ortszeit
Beim Konfigurieren der Sommerzeit müssen Sie die "Anfangsstunde" als koordinierte Weltzeit UTC (Universal Time Coordinated) oder als GMT (Greenwich Mean Time) und nicht als die Stunde der Ortszeit eingeben.

Speichern von Zeitwerten nach einem Neustart oder einem Wechsel von RUN in STOP oder von STOP in RUN
Die CPU speichert nun die Zeitdaten nach einem Neustart oder einem Wechsel von RUN in STOP oder von STOP in RUN. (Der Zeit-DB muss als remanent definiert sein.)

Hinweis
Der Standard-DB für eine Zeitoperation kann nicht als remanent definiert werden. Um Ihre Zeitdaten als remanent zu definieren, verwenden Sie stattdessen einen globalen DB oder einen Multiinstanz-DB.

Update V1.0.1


Die remanenten Daten in einem DB können nach Ausschalten und erneutem Einschalten einer S7-1200 CPU beschädigt sein.

Voraussetzungen für das Auftreten des Fehlers:

  • Sie müssen mindestens einen DB mit aktiviertem Attribut “Nur symbolisch adressierbar” angelegt UND mindestens einen DB mit deaktiviertem Attribut “Nur symbolisch adressierbar” angelegt haben. 
  • Und Sie müssen beiden Arten von DBs remanenten Speicher zugewiesen haben.
  • Und Sie müssen nach dem ersten Laden des Programms mit diesen DBs ins Zielsystem die DB-Daten geändert und das Programm erneut ins Zielsystem geladen haben.


WARNUNG

Fehlerhafte Datenverarbeitung kann zu unerwartetem Verhalten der Maschine oder des Prozesses führen.
Unerwartetes Verhalten der Maschine kann Tod, schwere Verletzungen oder Sachschaden verursachen.


WARNUNG

Steuerungen können bei unsicheren Betriebszuständen ausfallen und dadurch den unkontrollierten Betrieb der gesteuerten Geräte verursachen. Unvorhersehbarer Betrieb kann zu tödlichen oder schweren Verletzungen und/oder Sachschaden führen. Sorgen Sie daher für eine NOT­AUS­Funktion, elektromechanische oder andere redundante Sicherheitseinrichtungen, die von Ihrer S7-1200 unabhängig sind.

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
Beitrag bewerten
keine Bewertung
Anfragen und Feedback
Was möchten Sie tun?
Hinweis: Das Feedback bezieht sich immer auf den vorliegenden Beitrag / das vorliegende Produkt. Ihre Nachricht wird an die Redakteure im Online Support gesendet. In einigen Tagen erhalten Sie von uns eine Antwort, wenn Ihr Feedback das erfordert. Ist für uns alles klar, werden wir Ihnen nicht mehr antworten.