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Beitragstyp: Produktmitteilung Beitrags-ID: 4289773, Beitragsdatum: 12.02.1997
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SIMATIC WinCC Version 3.0

  • Beitrag
  • Betrifft Produkt(e)
Fortsetzung von SIMATIC HMI Anwenderinformation Nr.1997/08/002.             

                                                                            

_1.3 Mehrplatzsystem mit Client-/Server-Struktur_                           

                                                                            

Das Mehrplatzsystem unter WinCC V3.0 beinhaltet einen WinCC-                

Server unter Windows NT 4.0 und bis zu 8 WinCC-Clients, die wahl-           

weise unter Windows 95 oder Windows NT betrieben werden koennen.            

                                                                            

Bei bis zu vier Clients kann der Server ggf. mit Bedienplatz be-            

trieben werden, darueber hinaus sollte er ausschliesslich Server-           

Funktionen uebernehmen. Maximal sind acht Clients freigegeben.              

Als Plattform fuer den WinCC-Server kann die Version Windows NT             

Workstation bzw. Server verwendet werden. Fuer den WinCC-Server             

ist ein Hauptspeicherausbau von mindestens 64 MByte empfohlen.              

Der Hauptspeicherausbau ist von der Groesse der Applikation und             

der Anzahl der Clients abhaengig.                                           

                                                                            

Die Server-Option dient dazu, ein WinCC-Einplatzsystem zu einem             

WinCC-Server aufzuwerten. Die am Server installierte Lizenz (z.B.           

RT 1024) regelt, wie viele Variablen maximal genutzt werden koen-           

nen. Am Client genuegt normalerweise bereits RT 128, ausser wenn            

am Client auch projektiert werden soll. Dann ist dort eine ent-             

sprechende Komplett-Lizenz einzusetzen (z.B. RC 1024). Optionen             

wie die User Archives (Anwenderarchive) und Storage muessen nur             

am Server installiert sein.                                                 

                                                                            

Die Kommunikation zwischen den Clients und dem Server erfolgt               

ueber das TCP/IP- oder NetBEUI-Protokoll. Als Netzwerk wird ein             

entsprechendes PC-LAN benutzt. Bei Prozessanschluss ueber SIMATIC           

NET Industrial Ethernet mit CP1413 kann dieser nicht gleichzeitig           

fuer die Kommunikation zwischen den Clients und dem Server ge-              

nutzt werden, da der Treiber nicht multiprotokollfaehig ist. Die            

Busleitung selbst kann jedoch parallel fuer beide Zwecke genutzt            

werden.                                                                     

                                                                            

Alle Projektierungs- und Prozessdaten liegen zentral in einem               

Projektverzeichnis auf einem Laufwerk (typischerweise am Server),           

so dass prinzipiell von allen Stationen aus Zugriffe und Aende-             

rungen moeglich sind (Online-Projektierung). Der Client kann je-            

doch lokale Aktionen bearbeiten und somit den Server gezielt ent-           

lasten. Falls die Option Storage fuer Langzeitdatenarchivierung             

eingesetzt werden soll, muss die Bedienung (Auslagerung, Einlage-           

rung, Export) am Server erfolgen.                                           

                                                                            

Falls der Server ausfallen sollte, kann ggf. ein Client die Ser-            

ver-Funktion uebernehmen. Dazu ist allerdings eine Umkonfigurie-            

rung notwendig, ausserdem gehen historische Daten verloren. Fuer            

Loesungen, in denen Bus- oder Server-Redundanz (mit Update) un-             

bedingt erforderlich ist, sei aus diesem Grunde zunaechst auf               

COROS LS-B hingewiesen. Fuer WinCC befinden sich solche Loesungen           

in Vorbereitung.                                                            

                                                                            

Getestete LAN-Karten:                                                       

- ISA-Bus:   3COM Etherlink III ISA     3C509-bTP                           

- PCI-Bus:   3COM Etherlink III PCI     3C900 TPO / 3C590 COMBO             

                                                                            

                                                                            

_1.4 Integration in das Leitsystem SIMATIC PCS7_                            

                                                                            

WinCC V3.0 ist integraler Bestandteil des Leitsystems SIMATIC               

PCS7 V3.0. Fuer den Anwender von SIMATIC WinCC in Verbindung mit            

SIMATIC S7 (STEP7) fuehrt dies zu einer deutlichen Einsparung               

beim Engineeringaufwand. Dazu traegt bei, dass die Signalliste              

aus der Projektierung auch fuer die Variablenanbindung in WinCC             

genutzt werden kann. Sie kann einfach in das WinCC-Projekt ueber-           

nommen werden (Mapping). Ebenso stehen die Meldetexte fuer Leit-            

technikmeldungen dem WinCC-Meldesystem zur Verfuegung. Die WinCC-           

Optionen fuer die Leittechnik koennen generell von allen WinCC-             

Anwendern genutzt werden (s. unten).                                        

                                                                            

Bezueglich S7-PMC sei auf Kapitel 1.9.3 verwiesen.                          

                                                                            

Folgende Leittechnik-Optionen stehen zusaetzlich zu den bereits mit         

WinCC V1.11 freigegebenen zur Verfuegung:                                   

                                                                            

WinCC / Advanced Process Control                                            

- User Administrator mit Anlagensicht                                       

- Auswaehlen von Messstellen / Kurven ueber Namen                           

- Kurven online zusammenstellen                                             

- Uhrzeitsynchronisation                                                    

- Quittierung von Ereignissen in Grafikbildern                              

- Anschluss an die SFC-Visualisierung und BATCH-Flexible                    

                                                                            

WinCC / SFC-Visualisierung                                                  

- Aufruf der Darstellungen von SFC-Ablaufsteuerungen aus WinCC              

  -Bildern (SFC=Sequential Function Chart)                                  

- automatische Generierung der SFC-Plaene fuer WinCC                        

- bedienbar am Server oder Einplatzsystem                                   

                                                                            

* Hinweis                                                                   

In einem Mehrplatzsystem muessen die Optionen fuer die Leitechnik           

am Server und am Client installiert sein. Die Storage-Lizenz ist            

lediglich am Server zu installieren, da es nur hier bedient wer-            

den kann. Die Chipcard-Lizenz wird an jedem Bedienplatz mit Chip-           

kartenleser benoetigt, ebenso ist die Video-Lizenz auf derjenigen           

Station erforderlich, in der die WinTV-Karte installiert ist.               

                                                                            

Bei Fragen zu Hochruestmoeglichkeiten wenden Sie sich bitte an Ihre         

zustaendige Siemens Niederlassung.                                          

                                                                            

_1.5 Funktionserweiterungen im einzelnen_                                   

                                                                            

_1.5.1 Control Center_                                                      

                                                                            

Projektspezifische Einstellungen werden nun zentral im Control              

Center vorgenommen und auch mit dem Projekt zusammen abgelegt.              

Damit wird beispielsweise auch bedienplatzspezifisch die Bild-              

schirmaufteilung und das Startbild fuer alle Stationen des Pro-             

jektes zentral festgelegt.                                                  

                                                                            

Der Komfort im Variablen-Auswahl-Dialog ist verbessert worden,              

indem jetzt zusaetzlich zu einer alphabetisch sortierten, linea-            

ren Liste hierarchische Strukturen genutzt werden koennen                   

(Auswahl nach Verbindungen, Variablengruppen und -typen). Ebenso            

koennen Filter gesetzt werden.                                              

                                                                            

Die Einfuehrung von strukturierten Variablen erlaubt eine einfa-            

chere und uebersichtlichere Prozessanbindung. Die Parameter eines           

(einfachen) Reglers koennten somit beispielsweise aus                       

- regler.sollwert                                                           

- regler.istwert                                                            

- regler.obergrenze                                                         

- regler.untergrenze                                                        

- regler.status                                                             

bestehen und gemeinsam hantiert werden.                                     

                                                                            

_1.5.2 Graphics Designer_                                                   

                                                                            

Im Graphics Designer werden dynamisierte Objekte und Eigenschaf-            

ten gekennzeichnet. In der Objektliste der Eigenschaftsbox sind             

alle dynamisierten Objekte fett hervorgehoben, ebenso wie alle              

dynamisierten Eigenschaften eines Objektes.                                 

                                                                            

Der Runtime-Button in der Werkzeugleiste ermoeglicht einen direk-           

ten Wechsel aus der Projektierung in die Prozessfuehrung, so dass           

die vorgenommene Aenderung sofort online ausgetestet werden kann.           

                                                                            

Damit im harten Prozessbetrieb eine mauslose Bedienung moeglich             

ist, besteht nun die Moeglichkeit, Schaltcursor und Eingabefelder           

ueber projektierbare Tasten zu steuern. Die Reihenfolge, in der             

die Objekte angesprungen werden, kann per Projektierung festge-             

legt werden. Dabei werden auch gruppierte Objekte beruecksich-              

tigt. Ein Eingabefokus stellt zusaetzlich sicher, dass bei ueber-           

lagerten Fenstern der Cursor an der richtigen Stelle steht.                 

                                                                            

Die Bitmaskierung im Dynamikdialog erlaubt jetzt den (lesenden)             

Zugriff auf einzelne Bits, ohne dass Skripte notwendig waeren.              

Ueber einen Wizard koennen Bits in Bytes und Bytes in Worten ge-            

setzt und rueckgesetzt werden.                                              

                                                                            

Unterschiedliche Objekte koennen gemeinsam selektiert werden und            

dabei auch hinsichtlich der gemeinsam gueltigen Eigenschaften               

veraendert werden.                                                          

                                                                            

_1.5.3 Alarm Logging_                                                       

                                                                            

Sowohl das Meldefenster fuer die aktuell anstehenden Meldungen              

als auch fuer das Kurzzeitarchiv kann bei neu eintreffenden Mel-            

dungen aktualisiert werden.                                                 

                                                                            

Bei Bedarf koennen Meldungen jetzt auch globale Aktionen ausloe-            

sen, so dass ereignisgesteuert bestimmte Prozesse angestossen               

werden koennen. Ausserdem koennen Sammelmeldungen (inkl. der aus-           

loesenden Einzelmeldungen) direkt von der SPS-Steuerung quittiert           

werden.                                                                     

                                                                            

_1.5.4 Tag Logging_                                                         

                                                                            

Bei der Darstellung von Messwerten ueber das Kurvenobjekt kann              

das Fenster fuer Verdichtungsarchive automatisch aktualisiert               

werden, Kurven koennen interpoliert und mit Flaechen hinterlegt             

werden. Beim Zoomen kann auch zusaetzlich die Leselinie benutzt             

werden. Per Projektierung kann erreicht werden, dass bei der                

Bildanwahl das Kurvenfenster sofort mit Archivwerten gefuellt               

wird.                                                                       

                                                                            

Die Bedienfunktionen in der Werkzeugleiste (Toolbar) koennen auch           

von aussen angesteuert werden, so dass auch eine Bedienung per              

Tastatur moeglich wird.                                                     

                                                                            

Fortsetzung siehe SIMATIC HMI Anwenderinformation Nr.1997/08/004.           





Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.