Beitragstyp: FAQ, Beitrags-ID: 44383954, Beitragsdatum: 08.10.2014
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Welche IO-Controller und IO-Devices unterstützen in STEP 7 V5.5 die Funktionen IRT, priorisierter Hochlauf, MRP, MRPD, PROFIenergy, Shared-Device, I-Device, taktsynchroner Betrieb, Systemredundanz und Optionenhandling?

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Beschreibung
In diesem Beitrag finden Sie eine Übersicht der PROFINET IO-Controller und IO-Devices, für die Sie in STEP 7 V5.5 die folgenden PROFINET Funktionen projektieren können:

Für folgende PROFINET IO-Controller können Sie in STEP 7 V5.5 die o. g. PROFINET Funktionen projektieren.

IO-Controller_PROFINET_functions_de.pdf ( 72 KB )

Für folgende PROFINET IO-Devices können Sie in STEP 7 V5.5 die o. g. PROFINET Funktionen projektieren

IO-Device_PROFINET_functions_de.pdf ( 73 KB )

Hinweis
Unter der Beitrags-ID 49311792 finden Sie eine Übersicht der PROFINET IO-Controller und IO-Devices von SIMOTION und SINAMICS, die die o. g. PROFINET Funktionen unterstützen.

Isochronous Real-Time-Kommunikation (IRT)
Synchronisiertes Übertragungsverfahren für den zyklischen Austausch von IRT-Daten zwischen PROFINET-Geräten. Für die IRT-Daten steht eine reservierte Bandbreite innerhalb des Sendetakts zur Verfügung. Die reservierte Bandbreite garantiert, dass die IRT-Daten auch bei hoher anderer Netzlast (z. B. TCP/IP-Kommunikation oder zusätzlicher Realtime-Kommunikation) in reservierten, zeitlich synchronisierten Abständen übertragen werden können.

Priorisierter Hochlauf
Priorisierter Hochlauf bezeichnet die PROFINET-Funktionalität zur Beschleunigung des Anlaufs von IO-Devices in einem PROFINET IO-System mit RT- und IRT-Kommunikation.

Die Funktion verkürzt die Zeit, die die entsprechend projektierten IO-Devices benötigen, um in folgenden Fällen wieder in den zyklischen Nutzdatenaustausch zu gelangen:

  • nach Wiederkehr der Spannungsversorgung
  • nach Stationswiederkehr
  • nach Aktivieren von IO-Devices

Media Redundancy Protocol (MRP)
Medienredundanz ist eine Funktion zur Sicherstellung der Netz- und Anlagenverfügbarkeit. Redundante Übertragungsstrecken (Ringtopologie) sorgen dafür, dass bei Ausfall einer Übertragungsstrecke ein alternativer Kommunikationsweg zur Verfügung gestellt wird.

Media Redundancy with Planned Duplication (MRPD)
Mit der MRP-Erweiterung "Media Redundancy with Planned Duplication" (MRPD) wird Medienredundanz bei kurzen Aktualisierungszeiten (zusammen mit IRT) erreicht.
MRPD basiert auf IRT mit "hoher Performance" und MRP. Um Medienredundanz mit kurzen Aktualisierungszeiten zu erreichen, senden die am Ring beteiligten PROFINET-Geräte ihre Daten in beide Richtungen. Die Geräte empfangen diese Daten an beiden Ringports, dadurch entfällt die Rekonfigurationszeit des Rings. Wie bei MRP verhindert ein Redundanzmanager kreisende Datentelegramme.

PROFIenergy
Funktion zur Energieeinsparung im Prozess, z.B. in Pausenzeiten durch kurzzeitiges Abschalten der Geber- und Lastversorgung in der Potentialgruppe über standardisierte PROFIenergy-Kommandos.

Weitere Informationen zu PROFIenergy finden Sie in den Handbüchern, die Ihnen unter folgenden Beitrags-IDs zum Download zur Verfügung stehen:
 

Handbuch Beschreibung Beitrags-ID
SIMATIC PROFINET Systembeschreibung Allgemeine Informationen zu PROFIenergy 19292127
SIMATIC S7-300 mit PROFINET-Schnittstelle PROFINET IO-Controller oder IO-Device mit PROFIenergy 12996906
System- und Standardfunktionen für S7-300/400
Band 1 und Band 2
(PROFIenergy-) Datensätze senden und empfangen
  • Mit dem SFB73 "RCVREC" empfangen Sie die (PROFIenergy-) Datensätze im I-Device vom überlagerten IO-Controller.
  • Mit dem SFB74 "PRVREC" stellen Sie die (PROFIenergy-) Datensätze im I-Device dem überlagerten IO-Controller zur Verfügung.
44240604
SIMATIC HMI Comfort Panels Steuern der Hintergrundbeleuchtung des Bediengeräts mit PROFIenergy 49313233
SIMATIC ET 200S: Powermodul PM-E Abschalten der Potentialgruppe mittels PROFIenergy 43582121
SIMATIC ET 200S: Motorstarter ET 200S HF Abschalten des Motors und messen des aktuellen Motorstroms mit PROFIenergy 6008567
SENTRON PAC3200 / PAC4200 Einbindung des Multifunktionsmessgeräts SENTRON PAC in PROFINET und PROFIenergy mit dem SENTRON SWITCHED ETHERNET PROFINET Modul 26504372
SIRIUS Motorstarter M200D
für PROFIBUS / PROFINET
PROFIenergy mit Motorstarter M200D 38823402
ET 200S Motorstarter, Fehlersichere Motorstarter, Sicherheitstechnik PROFIenergy mit DPV1 Starter 6008567
ET 200pro Motorstarter PROFIenergy mit Motorstarter
ET 200pro
22332388

Shared-Device
IO-Device, das seine Daten mehreren IO-Controllern zur Verfügung stellt.

I-Device
Die Funktion "I-Device" (Intelligentes IO-Device) einer CPU erlaubt es, Daten deterministisch mit einem IO-Controller auszutauschen und somit die CPU z. B als intelligente Verarbeitungseinheit von Teilprozessen einzusetzen. Das I-Device ist hierbei als IO-Device an einen "übergeordneten" IO-Controller angebunden.
Die Verarbeitung wird durch das Anwenderprogramm in der CPU sichergestellt. Die in zentraler oder dezentraler Peripherie erfassten Prozesswerte werden durch das Anwenderprogramm vorverarbeitet und über eine IO-Device-Schnittstelle der CPU oder des CPs einer übergeordneten Station zur Verfügung gestellt.

Ein I-Device kann an einer PROFINET-Schnittstelle, in Abhängigkeit von der Projektierung, zusätzlich zur Rolle als IO-Device auch IO-Controller sein.
Damit kann das I-Device über seine PROFINET-Schnittstelle Teil eines übergeordneten IO-Systems sein und als IO-Controller ein ihm untergeordnetes IO-System aufspannen.
Ein I-Device kann zusätzlich als Shared-Device eingesetzt werden.

Taktsynchroner Betrieb von Prozessdaten
Prozessdaten, Übertragungszyklus über PROFINET IO und Anwenderprogramm sind zueinander synchronisiert, um höchste Deterministik zu erreichen. Die Ein- und Ausgangsdaten von verteilter Peripherie in der Anlage werden zeitgleich erfasst und zeitgleich ausgegeben. Der äquidistante PROFINET IO-Zyklus bildet hierfür den Taktgeber.

Systemredundanz
Systemredundanz ist eine Anbindung von IO-Devices über PROFINET, bei der zwischen jedem IO-Device und jeder der beiden H-CPUs eine Kommunikationsverbindung besteht. Diese Kommunikationsvebindung kann über eine beliebige topologische Verschaltung aufgebaut werden. Allein an der Topologie einer Anlage lässt sich erkennen, ob ein IO-Device systemredundant angebunden ist.

Im Gegensatz zur einseitigen Anbindung von IO-Devices führt der Ausfall einer CPU nicht zum Ausfall der mit dieser CPU verbundenen IO-Devices.

Konfigurationssteuerung (Optionenhandling)
Die Konfigurationssteuerung ermöglicht Ihnen, den Aufbau Ihres Automatisierungssystems für zukünftige  Erweiterungen und Ändeungen vorzubereiten. Konfigurationssteuerung bedeutet, dass Sie den geplanten Maximalausbau Ihres Automatisierungssystems im Vorfeld projektieren und später flexibel per Anwenderprogramm variieren können.

Dabei wird zwischen folgenden Varianten unterschieden:

  • Konfigurationssteuerung mit Leerplätzen (Optionenhandling)
  • Konfigurationssteuerung ohne Leerplätze (Optionenhandling)
  • Konfiguration erweitern (schrittweise Inbetriebnahme)

Weiterführende Informationen
Unter der Beitrags-ID 102325771 finden Sie eine Übersicht der IO-Controller und IO-Devices, die die Funktionen IRT, priorisierter Hochlauf, MRP, MRPD, PROFIenergy, Shared-Device, I-Device, taktsynchroner Betrieb, Systemredundanz und Optionenhandling in STEP 7 (TIA Portal) unterstützen.

 

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