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Beitragstyp: Anwendungsbeispiel Beitrags-ID: 6932419, Beitragsdatum: 06.03.2001
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Ermittlung und Anzeige von ausgefallenen DP-Slaves

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FRAGE:
Wie erkenne ich ausgefallene oder gestörte PROFIBUS-DP Slaves und wie bringe ich die Information auf einem SIMATIC MP270 Bediengerät zur Anzeige?

ANTWORT:
Ihre PROFIBUS-DP Slaves fallen aus oder sind beim Anlauf des DP-Mastersystems nicht am Bus. Sie wollen die Nummern der betroffenen DP-Slaves ermitteln und mit ProTool CS an einem SIMATIC MP270 Bediengerät anzeigen.

Die Diagnoseauswertung des PROFIBUS-DP Aufbaus erfolgt im AG mit dem Diagnose-Funktionsbaustein FB125. Dieser Baustein ermittelt ausgefallene und gestörte DP-Slaves. Entsprechend den ausgefallenen oder gestörten DP-Slaves werden in einem definierten Speicherbereich des dazugehörigen Instanzdatenbausteins DB125 einzelne Bits gesetzt. Für jeden der 125 möglichen DP-Slaves ist eine eigene Bit-Adresse reserviert. Dieser Speicherbereich ist zugleich im Bediensystem als Störmeldebereich definiert.

Das Bediensystem, das wie die DP-Slaves am selben PROFIBUS-Mastersystem hängt, erkennt durch zyklische Abfrage, wenn im Störmeldebereich eine Bitadresse gesetzt wird. Es generiert eine Störmeldung. Dieses Verfahren wird allgemein als Meldebitverfahren bezeichnet. Der Bediener muss jede Störung einzeln quittieren. Eine Meldeanzeige gibt dem Bediener jederzeit Auskunft über bestehende Störungen der DP-Slaves.
Alternativ können Sie bei vorhandener Störung ein weiteres Ausgabefenster am Bediengerät öffnen. Hier stehen Ihnen zusätzliche Möglichkeiten zur Diagnose der betroffenen DP-Slaves zur Verfügung.

Beschreibung des STEP 7 Projekts "DIAGN_DP"
Hinweis:
Sowohl die "Beschreibung des STEP 7 Projekts" als auch die "Beschreibung des Diagnosebausteins FB125" liegen nur in deutscher Sprache vor.

DP_Slave_Ausfall_01.pdf

Beschreibung des Diagnosebausteins FB125 für SIMATIC S7

DP_Slave_Ausfall_02.pdf

Ein weiteres Beispiel für eine Anwendung des Diagnosebausteins FB125 finden Sie auch unter der Beitrags-ID 387257.

Hinweis:
Um dieses Projekt nachvollziehen zu können, ist es für Sie nicht erforderlich, dass Sie den gleichen Hardware-Aufbau verwenden wie in diesem Beispielprojekt. Das Bediengerät SIMATIC MP270 lässt sich auch auf Ihrem Programmiergerät oder Projektierungsrechner simulieren. Dazu benötigen Sie ProTool/Pro RT ab V5.1. Die genauen Angaben über die verwendete Hard- und Software finden Sie in der Projektbeschreibung.

Das Programm besteht aus einem archivierten STEP 7 Projekt . Darin finden Sie

  • alle notwendigen S7-Bausteine, einschließlich der Organisationsbausteine und den Systemfunktionen (SFCs)
  • vorbereitete Variablentabellen und die Symboltabelle
  • die Hardwarekonfiguration für ein PROFIBUS-DP Mastersystem,
    bestehend aus CPU 316-2DP, einer ET 200B und einem Bediengerät SIMATIC MP270
  • die Softwareparametrierung für das Bediengerät MP270

slave_ausfall.exe

Kopieren Sie die Datei "slave_ausfall.exe" auf ein separates Verzeichnis und starten Sie die Datei anschließend per Doppelklick. Das S7 Projekt "DIAGN_DP" wird jetzt mit allen dazugehörigen Unterverzeichnissen entpackt. Anschließend können Sie das entpackte Projekt mit dem SIMATIC Manager öffnen und bearbeiten.

Suchbegriffe:
Baugruppendiagnose, Peripherieüberwachung



Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.