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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 75230634, Beitragsdatum: 18.06.2013
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Wie können Sie herausfinden, welche OPC Clients mit den WinCC bzw. PCS 7 OPC Servern kommunizieren?

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Beschreibung
Mit den Diagnose-log files der OPC Server kann zwar die Anzahl der laufenden Client-Verbindungen ermittelt werden, aber es wird keine Auskunft darüber gegeben, auf welchem Rechner die involvierten OPC Clients laufen bzw. welcher Applikationsname für diese OPC Clients verwendet wird.
Wie Sie diese Informationen erhalten, zeigt Ihnen dieser Beitrag.

Hinweis
Die Prozesse der OPC Server von WinCC bzw. PCS 7 werden nur dann gestartet, wenn es OPC Clients gibt, die zu diesen Servern eine Verbindung aufgebaut haben.

Unter WinCC haben die Prozesse der OPC Server folgende Namen (Bild 01):

  • sopcsrvrwincc.exe (OPC DA Server)
  • sopcaesrvrwincc.exe (OPC A&E Server)
  • sopchdasrvrwincc.exe (OPC HDA Server)

Unter OpenPCS 7 lauten sie:

  • sopcdasvrpcs7.exe (OPC DA Server)
  • sopcaesvrpcs7.exe (OPC A&E Server)
  • sopchdasvrpcs7.exe (OPC HDA Server)


Bild 01

Anleitung
Wenn Sie den Namen der Applikation für den OPC Server kennen (hier: "sopcsrvrwincc.exe"), sind Sie mit dieser Anleitung in der Lage, die Rechner inklusive der verwendeten OPC Client Applikationen zu ermitteln.

  1. Starten Sie auf dem Rechner, auf dem der WinCC bzw. PCS 7 OPC Server läuft, die Windows Eingabeaufforderung ("cmd.exe") mit Administratorberechtigung (Bild 02).


Bild 02

  1. Geben Sie in der Windows Eingabeaufforderung den Befehl "netstat -b" ein.
    Es werden alle offenen TCP/IP-Verbindungen angezeigt, inklusive der dafür verantwortlichen Applikationen.
    Anhand der Einträge der OPC Server (hier: "sopcsrvrwincc.exe") können Sie unter "Foreign Address" ablesen, zu welchem Rechner eine Verbindung aufgebaut wurde und welcher Port hierfür verwendet wird. Die Portnummer wird durch die Zahl hinter dem Rechnername angegeben.
    Die lokal verwendeten Ports können Sie der Spalte "Local Address" entnehmen.
    Den lokalen Port 135 können Sie für die weiteren Betrachtungen vernachlässigen, da diese Verbindung nicht für die eigentliche OPC Kommunikation genutzt wird.
    Im Beispiel des Screenshots (Bild 03) bleibt demnach die Verbindung von 10.116.54.114 (Port 55528) zum Rechner kh1h155dvm6 (Port 1354) von Interesse.


Bild 03

  1. Führen Sie den Befehl "netstat -b" nun auf dem identifizierten Client-Rechner (hier: "kh1h155dvm6") aus, erhalten Sie Informationen über die verursachenden Applikationen auf Client-Seite.
    In dieser Auflistung (Bild 04) finden Sie unter "Local Address" den Eintrag, der auf Server-Seite in der Spalte "Foreign Address" zu sehen war.
    In diesem Beispiel geht es um die Verbindung zum lokalen Port 1354. Der darunter abgebildeten Zeile können Sie nun den Namen der Applikation entnehmen (hier: "OpcDASampleClient.exe").


Bild 04

Erstellumgebung
Die Bilder in diesem FAQ sind mit dem Betriebssystem Windows 7 erstellt worden.

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.