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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 75854589, Beitragsdatum: 27.06.2013
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Warum bricht die Installation von SIMATIC S7-Technology, SIMOTION SCOUT oder STARTER bei deaktivierten 8dot3-Namen mit Fehlermeldungen ab?

  • Beitrag
  • Betrifft Produkt(e)
Wenn die Verwendung der 8dot3-Namen zur Beschleunigung von NTFS Laufwerken deaktiviert wurde, kann die Installation abbrechen.

Die Installation von S7-Technology, SCOUT oder STARTER verwendet die 8dot3-Namen beim Zugriff auf Verzeichnisse mit langen Dateinamen, die Leerzeichen und/oder Sonderzeichen enthalten.
Daher kann es bei der Installation von S7-Technology, SCOUT oder STARTER (speziell der SSPs) zu Fehlermeldungen oder zum Installationsabbruch kommen, wenn

  • STEP 7 in einem Verzeichnis mit Leerzeichen und/oder Sonderzeichen installiert ist und
  • dieses Verzeichnis auf einem Laufwerk liegt, bei dem die 8dot3-Namen deaktiviert wurden.  

Um herauszufinden, ob die Verwendung von 8dot3-Namen auf einem Laufwerk aktiv ist, geben Sie folgende Zeile in einem DOS Fenster (mit Administratorrechten!) ein (Ersetzen Sie C: ggf. durch ihren Laufwerksbuchstaben):
fsutil 8dot3name query C:
 


Bild 1

Ist die Verwendung der 8dot3-Namen aktiviert (wie im Bild), sollte die Installation möglich sein und dieser FAQ ist für Sie nicht weiter relevant.

Ist die Verwendung der 8dot3-Namen deaktiviert, können Sie diese, wie nachfolgend beschrieben, wieder aktivieren:

Die Verwendung der 8dot3-Namen wird durch eine Einstellung in der Registry geregelt. Diese kann mit fsutil 8dot3name query abgefragt werden. Das Ergebnis kann folgende Werte haben:

  • 0 Die Verwendung der 8dot3-Namen ist global aktiviert und eine Installation sollte möglich sein.
  • 1 Die Verwendung der 8dot3-Namen ist global deaktiviert und eine Installation ist somit nicht bzw. nur sehr bedingt möglich.
    Sie sollten in diesem Fall vor der Installation die Einstellung mit fsutil 8dot3name set 2 auf den Wert 2 ändern und mit fsutil 8dot3name query c: 1 die Verwendung der 8dot3 Namen für Laufwerk c: aktivieren; ersetzen Sie dabei c: ggf. durch den Laufwerksbuchstaben, auf dem ihr STEP 7 installiert ist.
  • 2 (Dies ist der Standardwert ab Windows 7)
    Die Einstellung wird für jedes Laufwerk separat eingestellt.
    Aktivieren Sie mit die Verwendung der 8dot3 Namen für Laufwerk c: mit fsutil 8dot3name query c: 1 
    Ersetzen Sie dabei c:  ggf. durch den Laufwerksbuchstaben, auf dem ihr STEP 7 installiert ist.
  • 3 Nur im Systemlaufwerk (in der Regel C:) werden auch 8dot3 Namen verwendet.
    Wenn Sie STEP 7 auf dem Systemlaufwerk installiert haben, sollte die Installation möglich sein.
    Wenn Sie STEP 7 auf einem anderen Laufwerk istalliert haben, aktivieren Sie mit die Verwendung der 8dot3 Namen für Laufwerk c: mit fsutil 8dot3name query c: 1 
    Ersetzen Sie dabei c:  ggf. durch den Laufwerksbuchstaben, auf dem ihr STEP 7 installiert ist.

Prüfen Sie danach mit dir c:\ /x, ob für das Verzeichnis C:\Programme (oder "C:\Program Files") ein 8dot3-Name existiert; ersetzen Sie c:  ggf. durch den Laufwerksbuchstaben, auf dem ihr STEP 7 installiert ist:
   

Bild 2
 
Wird für das Verzeichnis "Programme" (oder "Program Files") kein 8dot3-Name angezeigt (z.B. "PROGRA~1"), muss dieser mit folgender Befehlszeile explizit gesetzt werden:
fsutil file setshortname "c:\Program Files" PROGRA~1
fsutil file setshortname "c:\Program Files (x86)" PROGRA~2
Ersetzen Sie dabei c:  ggf. durch den Laufwerksbuchstaben, auf dem ihr STEP 7 installiert ist.

Hinweis
Bei Win7 Installationen führt diese Befehlszeile evt. zu der Fehlermeldung "Zugriff verweigert" bzw. "Access Denied", da das Verzeichnis in Benutzung ist, sobald das Betriebssystem gestartet ist.
In diesem Fall müssen Sie, falls das Laufwerk verschlüsselt ist (z.B. mit Bitlocker), dieses entschlüsseln und dann den Rechner mit einem anderen System starten; z.B. per DualBoot oder Bootdisk (WinPE oder WinRE).
Dann können die 8dot3-Namen, wie oben beschrieben, gesetzt werden.

Prüfen Sie mit einem erneutem dir c:\ /x, ob der 8dot3-Name für das Verzeichnis "Program Files" nun gesetzt ist.
Ist der 8dot3-Name nun vorhanden, kann nach einem Neustart (zwingend notwendig!) die Installation von
S7-Technology/SCOUT/STARTER begonnen werden.

Nach der Installation von S7-Technology/SCOUT/STARTER können Sie die Verwendung von 8dot3-Namen wieder deaktiveren, wir raten jedoch davon ab, um auch in Zukunft dieses Problem zu vermeiden.

Hinweise
  • Weitere Informationen zu FSUTIL finden Sie im TechNet bei Microsoft  
  • Auch bei Windows XP können Sie mit fsutil 8dot3name query den Status der 8dot3-Namen abfragen. Das Ergebnis kann aber nur die Werte 0 (aktiviert) und 1(deaktiviert). Sie können die Verwendung 8dot3-Namen mit fsutil behavior set disable8dot3 0 generell aktivieren.

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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