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Siemens AG
Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 78782835, Beitragsdatum: 12.08.2013
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Welche Bedeutung haben die Systemkonstanten in STEP 7 (TIA Portal) bei der S7-1200/S7-1500?

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  • Betrifft Produkt(e)
Systemkonstanten sind CPU-weit eindeutige, globale Konstanten, die vom System benötigt und automatisch angelegt werden. Systemkonstanten können z. B. der Adressierung und Identifizierung von Hardware-Objekten dienen.

Beschreibung
Im Unterschied zur S7-300/S7-400, wo die Identifikation der Hard- und Softwarekomponenten über logische Adressen bzw. Diagnoseadressen stattfindet, erfolgt die Identifikation bei der S7-1200/S7-1500 über die Systemkonstanten. Alle Hard- und Softwarekomponenten (z.B. Schnittstellen, Baugruppen, OBs, ...) der S7-1200/S7-1500 haben ihre eigenen Systemkonstanten. Erzeugt werden die Systemkonstanten automatisch während der Erstellung der Gerätekonfiguration für die zentrale und dezentrale Peripherie.

Benötigt werden die Systemkonstanten als Parameter an Bausteinen, wie z.B. beim Schreiben und Lesen von konsistenten Nutzdaten für Siemens- und Fremdgeräte. Im Gegensatz zur S7-300/S7-400 wird bei der S7-1200/S7-1500 zur Adressierung nicht die logische Anfangsadresse eines E/A-Bereichs parametriert, sondern die zugehörige Systemkonstante des Ein- und Ausgangsbereichs des Moduls.

Alle Anweisungen mit den Parametern z.B. "LADDR", "HSC", "PWM", oder "PORT" müssen Sie bei einer S7-1200/S7-1500 mit ihren zugehörigen Systemkonstanten parametrieren. Diese können Sie symbolisch oder mit dem Wert der HW-Kennung (Hardware-Kennung, HW-ID) projektieren. Ein Beispiel für die Parametrierung mit einer Systemkonstanten finden Sie unter der Beitrags-ID: 67396336.

Das nachfolgende Beispiel zeigt Ihnen, welche Systemkonstante Sie für den Input-Parameter "ID" der Anweisung "RDREC" (Datensatz lesen) parametrieren müssen.

  • Die Anweisung "RDREC" liest den Datensatz mit der Nummer INDEX von der mittels ID adressierten Baugruppe.
  • Mit dem Parameter "ID" erfolgt die Hardware-Kennung eines PROFINET-IO Device und die Nummer wird automatisch vergeben.

Die Hardware-Kennung entnehmen Sie den Systemkonstanten des zugewiesenen IO-Controllers. Der Name der Kopfbaugruppe ist aus dem Namen des IO-Device und dem Zusatz [Head] zusammengesetzt.

  1. Navigieren Sie in der Projektnavigation und innerhalb Ihrer S7-Station zu den "PLC-Variablen" und öffnen Sie den Dialog "Alle Variablen anzeigen".
  2. Wechseln Sie im Dialog "PLC-Variablen" zum Register "Systemkonstanten".
  3. Scrollen Sie den Verschiebebalken, bis Sie den Namen der Systemkonstanten finden. In diesem Beispiel ist der Name der Systemkonstanten für die Hardware-Kennung der Kopfbaugruppe "FanControl~Head" und hat den Wert 270.
     

    Bild 1

    Alternativ finden Sie die Systemkonstanten auch in den Eigenschaften der Kopfbaugruppe. Öffnen Sie im Inspektorfenster der Gerätekonfiguration für das PROFINET-IO Device die "Eigenschaften". Im Register "Systemkonstanten" finden Sie die Hardware-Kennung für das PROFINET-IO Device (in diesem Beispiel: "FanControl~Head").
     

    Bild 2
     
Parametrieren Sie nun den Parameter "ID" der Anweisung "RDREC" mit der Systemkonstanten "FanControl~Head".
 

Bild 3

Hinweis
Wenn Sie am Parameter "ID" die Systemkonstante mit einer anderen Baugruppe vertauschen, bzw. eine falsche Systemkonstante parametrieren, erscheint in einigen Fällen die Meldung "80B0" (Baugruppe kennt den Datensatz nicht). In diesem Fall ist aber nicht die Angabe des INDEX (Datensatz Nummer) falsch parametriert, sondern die Hardwarekennung am Parameter "ID" passt nicht zu der Baugruppe. Die Anweisung "RDREC" versucht dann, den Datensatz von einer falschen Baugruppe bzw. einer nicht vorhandenen Baugruppe auszulesen.

Weitere Informationen
finden Sie im Handbuch zu "STEP 7 Professional V14.0" unter Regeln für globale Systemkonstanten.

Erstellumgebung
Bilder in diesem FAQ sind mit STEP 7 (TIA Portal) V14 SP1 erstellt worden.

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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