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Beitragstyp: Anwendungsbeispiel Beitrags-ID: 81682475, Beitragsdatum: 08.10.2013
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SINAMICS S120: Vorgabe von Grenzwerten für sichere Geschwindigkeit (SLS) über PROFIsafe mit PROFINET an einen SINAMICS S120

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Aufgaben
In diesem Beispiel sollen die Sicherheitsfunktionen STO und SLS über PROFIsafe mit PROFINET angesteuert werden. Die Vorgabe der Grenzwerte für die sichere Geschwindigkeit (SLS) wird ebenfalls über das PROFIsafe Telegramm 901 an den Antrieb übermittelt. Um den Antrieb mit beliebiger Geschwindigkeit drehen zu lassen müssen folgenden Bedingungen erfüllt sein: Schutztür -S2 ist geschlossen, Lichtschranke -S3 ist nicht unterbrochen und liefern somit ein jeweils ein HIGH-Signal am Ausgang. Wird jedoch ein Low-Signal der Schutztür übermittelt, so wird SLS aktiv und der SLS Grenzwert wird durch die F-CPU auf 100% des im Antriebs hinterlegten Grenzwertes gesetzt. Liefert die Lichtschranke -S3 ein Low-Signal, so wird ebenfalls SLS aktiv jedoch setzt hier die F-CPU den im Antrieb hinterlegten Grenzwert auf 40% herunter. Wird von beiden Sensoren ein Low-Signal geliefert, wird der SLS-Grenzwert auf 40% reduziert. Bei beiden Fällen ist die SLS-Stufe 1 aktiv, jedoch wird nur über den Signalzustand der Lichtschranke -S3 entschieden ob der Grenzwert verringert wird.

Lösung:

In diesem Anwendungsbeispiel wird die Ansteuerung der Sicherheitsfunktionen STO und SLS über PROFIsafe mit PROFINET an einem SINAMICS S120 Antriebsverband gezeigt. Über das verwendete PROFIsafe Telegramm 901 ist sowohl die Ansteuerung der Sicherheitsfunktion und das Vorgeben einer sicheren Geschwindigkeitsgrenze möglich. Der Antriebsverband in Bauform Booksize besteht aus einer Einspeisung und einem Double Motor Module (DMM). Die Motorregelung erfolgt über eine Control Unit CU320-2. Zur Drehzahlvorgabe wird der erweiterte Sollwertkanal genutzt. Über das Double Motor Module wird der Servomotor angesteuert. Als Einspeisung wird ein Smart Line Module (SLM) genutzt. Die sicherheitsrelevanten Signale werden über fehlersichere Eingänge der F-CPU erfasst und in der F-CPU ausgewertet. Über die fehlersichere PROFIsafe-Kommunikation werden die antriebsintegrierten Sicherheitsfunktionen angesteuert. Das Vorgeben der variablen SLS-Grenze ist abhängig von den Zuständen der Signale der Schutztür sowie der Lichtschranke. Die F-CPU wertet diese Signale aus und überträgt je nach Signalzustand der Schutztür (-S2) und der Lichtschranke (-S3) den Override-Wert (100 bzw. 40%) für die SLS-Stufe 1. Die F-CPU ist sowohl F-Host als auch PROFINET-Controller.

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Dokumentation 81682475_MC_FE_I_019_V10_de.pdf ( 15186 KB )
Projekt 81682475_MC_FE_I_019_V10.zip ( 1520 KB )

Historie
V1.0, Erste Ausgabe

Ergänzende Suchbegriffe
motioncontrol_apc_applications, Safety

 

Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.
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