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Beitragstyp: Produktmitteilung Beitrags-ID: 8760980, Beitragsdatum: 11.09.2001
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SIMATIC PCS 7, Version V5.2 jetzt lieferbar

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SIMATIC PCS 7 Version 5.2 bietet weitere Verbesserungen der Funktionalität und es können weitere neue Peripheriebaugruppen und Geräte eingesetzt werden. PCS 7 V5.2 ist ablauffähig auf Windows NT 4.0 + ServicePack 5 oder ServicePack 6a. Die Lieferung von PCS 7 V5.1 wird zum 31.10.2001 eingestellt. Die Wartung von PCS 7 V5.1 ist weiterhin gewährleistet.



Die Wartung von PCS 7 V5.1 ist wie folgt geregelt:

  • Gibt es zu einem Problem einen Hotfix bzw. ein Service Pack einer Komponente, so kommt dieses Hotfix bzw. Service Pack zum Einsatz
  • Ist das Problem erst mit PCS 7 V5.2 behoben, so ist eine Software-Aktualisierung erforderlich. Für den Kunden bedeutet die Software-Aktualisierung ein ähnliches Vorgehen, wie bei einem Service Pack.
  • Ist das Problem noch nicht bekannt, erfolgt die Behebung im Rahmen von PCS 7 V5.2. In diesem Fall erfolgt eine Software-Aktualisierung auf PCS 7 V5.2 inclusive eines Hotfixes bzw. Service Packs.



Die technischen Neuerungen im Bereich Operator Station OS

  • Spezifizierung der Kanalfehler in der Leittechnikmeldung
    In der Leittechnikmeldung wird jetzt der am Kanal aufgetretene Fehler mit Angabe der Fehlerursache (z.B. Drahtbruch) angezeigt. Bisher wurde nur das Vorhandensein eines Kanalfehlers als solches angezeigt. Dies gilt für DI, DO, AI, AO, sowohl für zentrale als auch für dezentrale Peripherie.
     

Die technischen Neuerungen im Engineeringsystem ES

  • CPU-Robustheit
    Zur Vermeidung von CPU-STOP-Ursachen wurden zusätzliche Maßnahmen getroffen. Die Überprüfung des Lokaldatenbedarfs, der Schachtelungstiefe von Bausteinen und die Überprüfung der Anzahl der PBK-Bausteininstanzen wurden verbessert. Vor dem Laden wird auf ausreichenden Lade- und Arbeitsspeicher geprüft.
    Zusätzlich können Warngrenzen eingestellt werden, die bei Überschreitung rechtzeitig auf mögliche Stoppursachen hinweisen. Einstellbar sind die Warngrenzen für Lokaldatenbedarf, Speicherbedarf und maximale Anzahl von PBK-Bausteinen.
     
  • Hantierung von Bausteinen
    Wird ein Bausteintyp importiert, der unter gleichem Objektnamen (Bausteinnummer, z.B. FB 61) aber mit unterschiedlichem symbolischen Namen bereits vorhanden ist, erscheint ein Dialog zum Umbenennen des Bausteins (konform zum Kopieren von Bausteinen mit gleichem Objektnamen im SIMATIC Manager).
     
  • Erweiterte Diagnose
    Die Funktion "Baugruppentreiber erzeugen" ist erweitert und offen gestaltet worden:
    Das neue Treiberkonzept ermöglicht die Unterstützung von PA-Geräten inklusive der Datenübernahme aus SIMATIC PDM.
    Die neuen Treiberbausteine erlauben eine exakte Spezifizierung von Kanalfehlern in den Meldungen.
    Bei Einbindung von eigenen und fremden neuen Baugruppentypen kann das Metawissen für den Treibergenerator durch zusätzliche XML-Dateien (Objekt- und Aktionslisten) erweitert werden, um eine PCS 7-konforme Diagnose sicher zu stellen. Wie diese Dateien erstellt werden können, ist im Handbuch "Programmieranleitung: Treiberbausteine erstellen" beschrieben.
    In bestehenden Projekten können weiterhin die Baugruppentreiber nach dem bisherigen Treiberkonzept erzeugt werden (Kompatibilität).
     
    Mit den Bausteinen des neuen Treiberkonzeptes (OB_BEGIN, OB_END, OB_DIAG) ist eine genauere und spezifischere Diagnose möglich. Zur Vermeidung von Doppelmeldungen können die bisherigen Leittechniksammelmeldungen unterdrückt werden.
     
  • Erweiterte Plan-Referenzdaten
    In den Plan-Referenzdaten ist eine Liste enthalten, die alle im Programm verwendeten OBs mit den dafür ermittelten Lokaldatenbedarf und den projektierten Lokaldatengrößen (offline und online) anzeigt. Mit diesen Informationen können evtl. notwendige Anpassungen leichter durchgeführt werden.
    Die Angaben in der Statistikliste der Plan-Referenzdaten sind erweitert worden. Es werden jetzt alle PBK-relevanten Bausteininstanzen erfasst (auch Anwender-Bausteine und aufgerufene Bausteine eines Multiinstanzbausteins). In der Statistikliste ist die Anzahl der im Projekt vorhandenen Prozessobjekte und die maximal mögliche Anzahl gemäß installierter Lizenz zu sehen.
     
  • Parameter aus der CPU rücklesen
    Die Funktion "Parameter rücklesen" wurde weiter verbessert. Zusätzlich ist ein Protokoll verfügbar, in welchem die rückgelesenen Parameter aufgelistet sind.
     
  • PCS 7 Bausteinbibliotheken
    Die vorhandenen Treiberbausteine (PA_DI, PA_DO, PA_AI, PA_AO und PA_TOT) wurden auf symbolische Adressierung umgestellt. Die Bausteine bearbeiten die entsprechenden PA-Profile eines PA-Feldgerätes nach PROFIBUS PA 3.0 Klasse A und B.
    Analog zu den MOD-Bausteinen der S7-300/400 SM-Baugruppen gibt es jetzt auch für PA-Geräte Treiberbausteine zur Überwachung der Baugruppen:

 

PADP_L0x:

Überwachung DP/PA-Slaves (x: abhängig von der Steckplatzgröße)

 

DPAY_V0:

Überwachung DP/PA-Link und Y-Link als DP V0-Slave




Auf Basis der vorhandenen Bausteine CH_DI, CH_DO, CH_AI und CH_AO der Bibliothek "PCS 7 Driver Blocks" wurden neue Universalbausteine CH_U_DI, CH_U_DO, CH_U_AI und CH_U_AO geschaffen, die für die Signalverarbeitung eines PA-Feldgerätes (PA-Profil 3.0) bzw. einer HART Variablen erweitert wurden. Mit diesen Bausteinen kann eine Funktion wahlweise mit konventioneller Peripherie oder mit Feldgeräten betrieben werden.
Die Installation der neuen Bausteinbibliothek erfolgt unter neuem Namen, so dass die bisher installierte PCS 7-Bibliothek auf dem PC erhalten bleibt.



  • SIMATIC PDM

    SIMATIC PDM wurde um die Projektierung der ET 200iS erweitert. Die an die ET200iS angeschlossenen HART-Feldgeräte können ebenfalls mit PDM, basierend auf dem PNO-Standard, projektiert werden.
    Das neue Treiberkonzept ermöglicht die automatische Übernahme von Daten aus PDM in die Treiberbausteine.
    Für die Anlaufstückzahl der ET200iS wird SIMATIC PDM V5.1+SP1 der ET200iS beigelegt. SIMATIC PDM V5.1 ist weiter bestellbar. Nach Abschluss der Anlaufstückzahl wird SIMATIC PDM V5.1+SP2 freigegeben.
     
  • Usability
    Das Engineeringsystem V5.2 wurde durch weitere Usability-Verbesserungen abgerundet. Hierzu gehören unter anderem Registerlaschen für Teilpläne in CFC, Minimierung der notwendigen Wechsel zwischen Tastatur und Maus, verbesserte Navigation und Signalverfolgung, optional höhere "Packungsdichte" von Bausteinen im Plan.

Die technischen Neuerungen im Bereich Peripheriebaugruppen und Feldgeräte-Anbindung

  • Y-Link
    Mit dem Y-Link 6ES7 197-1LA00-0XA0 (bestehend aus IM 157, Y-Koppler und RS485-Repeater) kann einkanalige dezentrale Peripherie über einen redundanten PROFIBUS DP an eine H-CPU angeschlossen werden.
    Hinter dem Y-Link können DP-Slaves (DP V0) angeschlossen werden (12 MBaud zwischen DP-Master und Y-Link, max. 1,5 MBaud zwischen Y-Link und DP-Slave).
    Die Auswertung der Diagnose des Y-Links (und damit indirekt der angeschlossenen DP-Normslaves) wird durch Treiberbausteine unterstützt. Eine transparente Übertragung der DP-Normslavediagnose über den Y-Link ist noch nicht möglich.
     
  • ET200iS
    Ab PCS 7 V5.2 ist die ET 200iS für den Ex-Bereich projektierbar (zusammen mit SIMATIC PDM). Die nachfolgenden Baugruppen der ET200iS sind in die Projektierung mit SIMATIC PCS 7 V5.2 (Treiber-Wizard) mitintegriert. Zum Liefereinsatz der ET200iS und der Baugruppen siehe separate Vertriebs- bzw.- Lieferfreigabe in Prodis.



Folgende Baugruppen werden unterstützt:



 

IM151-2

6ES7 151-2AA00-0AB0

 

Digitaleingabe 4 x DI Namur

6ES7 131-5RD00-0AB0

 

Digitalausgabe 2 x DO DC25V/25mA

6ES7 132-5SB00-0AB0

 

Analogeingabe 2 AI, 2DMU

6ES7 134-5RB00-0AB0

 

Analogeingabe 2 AI, 4DMU

6ES7 134-5RB50-0AB0

 

Analogeingabe 2 AI, RTD

6ES7 134-5SB50-0AB0

 

Analogeingabe 2 AI, TC

6ES7 134-5SB00-0AB0

 

Analogausgabe 2 AO

6ES7 135-5RB00-0AB0

 

Analogeingabe 2 AI Hart, 2DMU

6ES7 134-5TB00-0AB0

 

Analogeingabe 2 AI Hart, 4DMU

6ES7 134-5TB50-0AB0

 

Analogausgabe 2 AO Hart

6ES7 135-5TB00-0AB0

  • ET200X



Ab PCS 7 V5.2 kann das dezentrale Peripheriegerät ET 200X eingebunden werden. Die Projektierung in PCS 7 erfolgt analog zu ET200M.

Folgende Baugruppen werden durch PCS7 V5.2 unterstützt:



 

DI 8xDC24V

6ES7 141-1BF30-0XA0

 

DO 4xDC24V/2A

6ES7 142-1BD40-0XA0

 

DO 4xDC24V/2A

6ES7 142-1BD40-0XB0

 

AI 2xU (+/-10V)

6ES7 144-1FB31-0XB0

 

AI 2xI (+/-20mA, 4-20mA, 4-Draht Messumformer)

6ES7 144-1GB31-0XB0

 

AI 2xI (4-20mA, 2-Draht Messumformer)

6ES7 144-1GB41-0XB0

 

AI 2xRTD (Pt100)

6ES7 144-1JB31-0XB0

 

AO 2xU (+/-10V)

6ES7 145-1FB31-0XB0

 

AO 2xI (+/-20mA, 4-20mA)

6ES7 145-1GB31-0XB0

 

DI4/DO2xP

6ES7 148-1DA00-0XA0

 

DO16xP (Ankoppelmodul fuer Ventilinsel CPV10)

6ES7 148-1EH01-0XA0

 

DO16xP (Ankoppelmodul fuer Ventilinsel CPV14)

6ES7 148-1EH11-0XA0

 

Erweiterungsmodul DO 8xDC24V/1.2A, lange Bauform

6ES7 142-1BF30-0XA0

 

Powermodul DO 4xDC24V/2A

6ES7 148-1CA00-0XB0

 

DI 8xDC24V

6ES7 141-1BF40-0XA0

  • ET200M
    Mit PCS 7 V5.2 wurde das durch PCS 7 unterstützte Baugruppenspektrum um diverse Standardmodule erweitert.
     
  • Diagnoserepeater
    Ab PCS 7 V5.2 kann der Diagnoserepeater für die Leitungsdiagnose am PROFIBUS-DP (Kupferleitungen, bis 12 MBaud) eingesetzt werden. Der Diagnoserepeater kann an einem PROFIBUS-DP angeschlossen und über HW-Konfig angezeigt und bedient werden.
     
  • DP V0-Slaves
    DP-Slaves anderer Hersteller, die sich wie Normslaves nach DP V0 verhalten, können ebenfalls ab PCS 7 V5.2 projektiert werden. Dafür ist ein Baugruppentreiber zu erstellen. Dieser Baugruppentreiber kann in das neue Treiberkonzept integriert werden.

Die technischen Neuerungen im Bereich Automatisierungssysteme AS

  • S7-400-CPUs



Das neue Treiberkonzept wird von folgenden CPUs ab FW-Stand 3.0 unterstützt:

 

CPU 414-3

6ES7 414-3XJ00-0AB0

 

CPU 414-4H

6ES7 414-4HJ00-0AB0

 

CPU 416-2

6ES7 416-2XK02-0AB0

 

CPU 416-3

6ES7 416-3XL00-0AB0

 

CPU 417-4

6ES7 417-4XL00-0AB0

 

CPU 417-4H

6ES7 417-4HL01-0AB0

  • Weitere Verbesserungen für S7-400-CPUs V3.0
    Die erweiterte Verbindungsdiagnose (Erkennen einer unterbrochenen Verbindung zur CPU -> Anzeige in Leittechnikmeldung) wird jetzt auch für Standard-CPUs unterstützt.
    Die CPUs mit Firmwarestand V3.0 unterstützen jetzt auch DP V1-Kommunikation. Details entnehmen Sie bitte folgendem Beitrag:



http://www.ad.siemens.de/simatic-cs unter der Beitragsnummer 7027576

DPV1-Kommunikation ist auch über CP443-5 Ext (ab DX03/V4.0) möglich.

Die CPUs mit Firmwarestand V3.0 unterstützen jetzt auch den Betrieb einer S7-400 CPU als I-Slave. Details entnehmen Sie bitte folgendem Beitrag:

http://www.ad.siemens.de/simatic-cs mit der Beitragsnummer 113652

Auch die Industrial Ethernet CPs bekamen eine Innovation in Form neuer FW.
Ab der FW Version 2 wird für die erstmalige Knotentaufe nicht mehr MPI benötigt, sondern die Knotentaufe geht direkt über Industrial Ethernet.



Einsatz von BATCH flexible
Das bewährte BATCH flexible V4.02 kommt auch mit PCS 7 V5.2 zum Einsatz.

Für weitere Fragen steht Ihnen Ihr PCS 7-Ansprechpartner in Ihrer Siemens-Niederlassung gerne zur Verfügung.

Änderungen eingetragen am 15.10.2001


Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
https://www.siemens.com/cybersecurity#Ouraspiration.