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Beitragstyp: FAQ Beitrags-ID: 90731880, Beitragsdatum: 10.10.2014
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Wie konfigurieren Sie die S7-1500, wenn Module abweichend von der Projektierung im realen Aufbau fehlen oder sich auf einem anderen Steckplatz befinden?

  • Beitrag
  • Betrifft Produkt(e)
Bei der S7-1500 (ab FW V1.5) haben Sie die Möglichkeit, mit der Konfigurationssteuerung den zentralen Aufbau der S7-1500 zu projektieren und von dieser Konfiguration abweichende Optionen zu betreiben.

Anleitung
Hierfür benötigen Sie STEP 7 (TIA Portal) V13 (oder höher). Durch ein von Ihnen erstelltes Programm im Anlauf-OB erkennt die CPU,

  • welche Module abweichend von der Projektierung im realen Aufbau fehlen, oder
  • welche Module sich abweichend von der Projektierung auf einem anderen Steckplatz befinden.
  1. Öffnen Sie in Ihrem Projekt die Gerätekonfiguration und aktivieren Sie im Inspektorfenster unter "Eigenschaften > Allgemein > Konfigurationssteuerung" die Option
    "Umkonfigurieren des Geräts über Anwenderprogramm ermöglichen".
     
  2. Speichern und übersetzen Sie die Konfigurationssteuerung und laden Sie die Gerätekonfiguration in die CPU. Der Zustand der CPU wechselt von "RUN" nach "STOP".


Bild 1
 
  1. Fügen Sie den Anlauf-OB "Startup" [OB100] mit der Programmiersprache "SCL" in den Programmordner ein und programmieren Sie im Anlauf-OB den Steuerdatensatz. Wenn im Anlauf-OB kein gültiger Steuerdatensatz übertragen wird, dann ist die Konfigurationssteuerung nicht betriebsbereit und die CPU wechselt in diesem Fall vom Anlauf zurück in den Zustand "STOP".
     
  2. Der Anlauf-OB wird nur einen Zyklus lang durchlaufen. Anschließend wechselt die CPU in den Zustand "RUN". Um den Datensatz zu übertragen, verwenden Sie die Anweisung "WRREC" (Datensatz schreiben). Die Bearbeitung der Anweisung "WRREC" ist asynchron und erstreckt sich über mehrere Aufrufe.
    • Programmieren Sie die Anweisung "WRREC" (Datensatz schreiben) in einer Schleife.
    • Über den Parameter "RECORD" wird der Datensatz in die CPU übertragen.
    • Sie können die Parameter "BUSY" und "DONE" auswerten und die Schleife mit diesen Parametern steuern.
    • Die Datensatzübertragung ist abgeschlossen, wenn der Ausgangsparameter "BUSY" den Wert "FALSE" hat.


Bild 2

Bild 2 zeigt den Aufruf und die Parametrierung der Anweisung "WRREC" (Datensatz schreiben) im Baustein "Startup" [OB100] mit der Programmiersprache "SCL". Die Anweisung "WRREC" überträgt den Datensatz RECORD zu der "ID" adressierten Baugruppe.

  1. Anschließend müssen Sie Ihr Programm Speichern, Übersetzen und in die CPU laden. Nachdem der Datensatz für die Konfigurationssteuerung in die CPU übertragen wurde, wechselt die CPU in den Zustand "RUN" mit der von ihnen festgelegten Option.

Weiterführende Informationen
Weitere Informationen finden Sie im TIA Portal Informationssystem, unter

Und auf den Service und Support Seiten unter der Beitrags-ID: 29430270.

Erstellumgebung
Bilder in diesem FAQ sind mit STEP 7 (TIA Portal) V15 erstellt worden.

Ergänzende Suchbegriffe
Maximalausbaus


Securityhinweise
Um technische Infrastruktur, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist es erforderlich, ein ganzheitliches IT Security-Konzept zu implementieren (und kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts. Weitergehende Informationen über Cyber Security finden Sie unter
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