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    Beitragstyp: Handbuch, Beitrags-ID: 109011420, Beitragsdatum: 19.12.2014

    STEP 7 Professional V13.1

    Dokument: STEP 7 Professional V13.1 (12/2014, Deutsch)
    Topictyp: Sachverhalt

    Bausteinzugriff einstellen

    Einführung

    Der Bausteinzugriff wird beim Anlegen eines Bausteins automatisch eingestellt:

    • Auf CPUs der Baureihe S7-1200/1500 haben neu erzeugte Bausteine per Voreinstellung optimierten Zugriff.
    • Auf CPUs der Baureihe S7-300/S7-400 haben neu erzeugte Bausteine per Voreinstellung Standardzugriff.

    Wenn Sie einen Baustein in eine CPU einer anderen Baureihe kopieren oder migrieren, wird der Bausteinzugriff nicht automatisch umgestellt. Es kann jedoch sinnvoll sein, den Bausteinzugriff manuell zu ändern, z. B. um den vollen Funktionsumfang der CPU nutzen zu können.

    Nach der Umstellung des Bausteinzugriffs müssen Sie das Programm in den meisten Fällen neu übersetzen und laden.


    Achtung

    Optimierter Bausteinzugriff bei GRAPH-Bausteinen

    Das Attibut "optimierter Bausteinzugriff" ist für GRAPH-Bausteine in S7-1500 immer aktiviert und kann nicht abgewählt werden.



    Vorgehensweise

    Um den Bausteinzugriff einzustellen, gehen Sie folgendermaßen vor:

    1. Öffnen Sie in der Projektnavigation den Ordner "Programmbausteine".
    2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Baustein, dessen Bausteinzugriff Sie ändern möchten.
    3. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl "Eigenschaften".

      Der Eigenschaftsdialog des Bausteins wird geöffnet.

    4. Klicken Sie in der Bereichsnavigation auf "Attribute".
    5. Aktivieren oder deaktivieren Sie die Option "Optimierter Bausteinzugriff".
    6. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit "OK".

    Einschränkungen und Besonderheiten

    Grundsätzlich können Sie den Bausteinzugriff nur bei CPUs der Baureihe S7-1200/1500 umstellen, da nur diese die Zugriffsart "optimiert" unterstützen.

    Dabei gibt es folgende Einschränkungen oder Besonderheiten:

    • Instanzdatenbausteine

      Der Bausteinzugriff von Instanzdatenbausteinen richtet sich immer nach dem zugeordneten Funktionsbaustein und kann nicht manuell geändert werden. Wenn Sie die Zugriffsart eines Funktionsbausteins ändern, müssen Sie die zugeordneten Instanzdatenbausteine aktualisieren. Bei der Aktualisierung wird die Zugriffsart des Instanzdatenbausteins angepasst.

    • Systembausteine und know-how-geschützte Bausteine

      Bei Systembausteinen und know-how-geschützten Bausteinen können Sie den Bausteinzugriff nicht manuell ändern.

    • Organisationsbausteine

      Die Startinformationen eines OB mit Standardzugriff liegen in der Bausteinschnittstelle immer in den ersten 20 Byte des Abschnitts "Temp". Die Startinformationen eines OB mit optimiertem Zugriff hingegen werden im Abschnitt "Input" abgelegt. Deshalb ändert sich bei OBs durch die Umstellung des Bausteinzugriffs auch die Bausteinschnittstelle. Details sind in den nachfolgenden Abschnitten beschrieben.

    Umstellen des Bausteinzugriffs von "standard" nach "optimiert"

    Wenn Sie einen Baustein von einer CPU der Baureihe S7-300/400 auf eine CPU der Baureihe S7-1200/1500 kopieren oder migrieren, behält er zunächst die Zugriffsart "standard". Die Programmbearbeitung wird jedoch durch die Verwendung von Bausteinen mit optimiertem Zugriff deutlich performanter. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, die Zugriffsart manuell zu ändern.

    Bei der Umstellung werden die Bausteine wie folgt angepasst:

    • Funktionsbausteine

      Alle Schnittstellenparameter erhalten die Remanenzeinstellung "nicht remanent".

    • Globale Datenbausteine

      Die Remanenzeinstellung, die zuvor zentral für den gesamten Datenbaustein eingestellt war, wird auf die einzelnen Schnittstellenparameter übertragen. Anschließend können Sie die Remanenzeinstellung der einzelnen Parameter manuell einstellen.

      Es gilt jedoch weiterhin folgende Regel: Bei Variablen strukturierten Datentyps gilt die Remanenzeinstellung immer für die gesamte Struktur. Für einzelne Elemente innerhalb eines strukturierten Datentyps können Sie keine individuelle Remanenzeinstellung vornehmen. Daraus folgt, dass auch in Datenbausteinen, die auf PLC-Datentypen basieren, keine individuellen Remanenzeinstellungen für die einzelnen Variablen möglich sind.

    • Organisationsbausteine

      Alle Schnittstellenparameter, die in den ersten 20 Byte des Abschnitts "Temp" liegen, werden gelöscht. Im Abschnitt "Input" werden neue CPU-spezifische Startinformationen angelegt. Wenn dabei Namenskonflikte mit anwenderdefinierten Schnittstellenparametern auftreten, werden die anwenderdefinierten Schnittstellenparameter umbenannt.



    Vorsicht

    Die Umstellung des Bausteinzugriffs hat folgende Konsequenzen:

    • Nach der Umstellung des Bausteinzugriffs auf "optimiert" können Sie die Schnittstellenparameter des Bausteins nicht mehr absolut adressieren.

      Beispiel: #L0.1 ist nicht mehr zulässig.

    • Durch die Umstellung des Bausteinzugriffs von Organisationsbausteinen auf "optimiert" ändert sich die Schnittstelle des OB.

    Sie müssen das Programm aufgrund dieser Änderungen möglicherweise anpassen, neu übersetzen und laden.

    Siehe auch: Bausteine übersetzen und laden



    Umstellen des Bausteinzugriffs von "optimiert" nach "standard"

    Wenn Sie einen Baustein von einer CPU der Baureihe S7-1200/1500 auf eine CPU der Baureihe S7-300/400 kopieren oder verschieben möchten, müssen Sie zunächst den Bausteinzugriff auf "standard" setzen.

    Bei der Umstellung werden die Bausteine wie folgt angepasst:

    • Funktionsbausteine und globale Datenbausteine:

      Im Funktionsbaustein kann keine Remanenzeinstellung mehr vorgenommen werden. Die Einstellung erfolgt am Instanz-Datenbaustein.

      Alle Schnittstellenparameter im Instanzdatenbaustein oder globalen Datenbaustein erhalten dieselbe Remanenzeinstellung. Die Umstellung erfolgt nach folgender Regel:

      • - Wenn alle Schnittstellenparameter im Ausgangsbaustein remanent waren, wird der gesamte Baustein nach der Umstellung remanent.
      • - Wenn alle Schnittstellenparameter im Ausgangsbaustein nicht-remanent waren, wird der gesamte Baustein nach der Umstellung nicht-remanent.
      • - Wenn die Schnittstellenparameter im Ausgangsbaustein unterschiedliche Remanenzeinstellungen hatten, wird der gesamte Baustein nach der Umstellung nicht-remanent.
    • Organisationsbausteine

      Alle Schnittstellenparameter, die im Abschnitt "Input" liegen, werden gelöscht. Im Abschnitt "Temp" werden neue CPU-spezifische Startinformationen angelegt. Dabei werden die ersten 20 Byte belegt. Wenn dabei Namenskonflikte mit anwenderdefinierten Schnittstellenparametern auftreten, werden die anwenderdefinierten Schnittstellenparameter umbenannt.



    Vorsicht

    Die Umstellung des Bausteinzugriffs hat folgende Konsequenzen:

    Bei der Umstellung des Bausteinzugriffs auf "standard" können sich die Remanenzeinstellungen der Schnittstellenparameter ändern. Sie müssen das Programm aufgrund dieser Änderungen möglicherweise anpassen, neu übersetzen und laden.

    Siehe auch: Bausteine übersetzen und laden



    Siehe auch

    internal link Bausteineigenschaften festlegen

    internal link Grundlagen zum Bausteinzugriff



     

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